Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Mammon, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mammons · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Mam-mon
Wortbildung  mit ›Mammon‹ als Erstglied: Mammonismus
Herkunft zu māmōnāaram ‘Vermögen, Besitz’
eWDG

Bedeutung

abwertend Reichtum, Geld
Beispiele:
der eitle, schnöde Mammon
nicht an den Mammon denken
nur nach Mammon trachten
[sie] brechen den schönsten Prozeß ab, nur um des lieben Mammons willen [ BrechtPuntila9]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mammon m. ‘Geld, Reichtum’ (geringschätzig). Aram. māmōnā ‘Vermögen, Besitz’ übernimmt die Bibel (Neues Testament) in der griech. Schreibweise mamōnā́s (μάμωνᾶς), woraus lat. mam(m)ōna (Vulgata). Auch Luther läßt den Ausdruck unübersetzt, gibt dafür Mammon, das sich seit dem 16. Jh. im Dt. verbreitet (vgl. schon got. mammōna bei Wulfila).

Typische Verbindungen zu ›Mammon‹ (berechnet)

Macht opfern regieren schnoede schnoeden schnöde ungerecht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mammon‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mammon‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Macht führe schneller zum Gold als der Mammon zur Macht. [Die Zeit, 01.11.2010, Nr. 44]
Dies führt zu einer recht blasierten Einstellung gegenüber dem schnöden Mammon. [Die Welt, 25.06.2005]
Dem schnöden Mammon kann sie sich dann jedoch nicht entziehen. [Die Welt, 15.12.2004]
Dient das Geld der Kunst oder die Kultur dem Mammon? [Die Welt, 17.02.2003]
Ich habe es nicht nötig, mich für den schnöden Mammon zu entscheiden. [Bild, 14.07.2004]
Zitationshilfe
„Mammon“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mammon>.

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