Mammon, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mammons · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungMam-mon
HerkunftAramäisch
Wortbildung mit ›Mammon‹ als Erstglied: ↗Mammonismus
eWDG, 1974

Bedeutung

abwertend Reichtum, Geld
Beispiele:
der eitle, schnöde Mammon
nicht an den Mammon denken
nur nach Mammon trachten
[sie] brechen den schönsten Prozeß ab, nur um des lieben Mammons willen [BrechtPuntila9]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mammon m. ‘Geld, Reichtum’ (geringschätzig). Aram. māmōnā ‘Vermögen, Besitz’ übernimmt die Bibel (Neues Testament) in der griech. Schreibweise mamōnā́s (μάμωνᾶς), woraus lat. mam(m)ōna (Vulgata). Auch Luther läßt den Ausdruck unübersetzt, gibt dafür Mammon, das sich seit dem 16. Jh. im Dt. verbreitet (vgl. schon got. mammōna bei Wulfila).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Altar Freund Gott Jagd Macht Moral Ruhm anbeten dienen huldigen opfern regieren scheitern schnöd schnöde ungerecht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mammon‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Macht führe schneller zum Gold als der Mammon zur Macht.
Die Zeit, 01.11.2010, Nr. 44
Ich habe es nicht nötig, mich für den schnöden Mammon zu entscheiden.
Bild, 14.07.2004
Man ist ein bisschen draußen an der frischen Luft, gemütlich, ohne Hast, ohne schnöden Mammon.
Der Tagesspiegel, 15.03.2001
Wenn wir dem Mammon dienen, verdienen wir nichts außer Geld.
Alt, Franz: Liebe ist möglich, München: Piper 1985, S. 163
Letztendlich sind Firmen eben doch hauptsächlich am schnöden Mammon interessiert.
C't, 2000, Nr. 18
Zitationshilfe
„Mammon“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mammon>, abgerufen am 12.12.2019.

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