Mandant, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mandanten · Nominativ Plural: Mandanten
Aussprache
WorttrennungMan-dant
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Mandant‹ als Erstglied: ↗Mandantin · ↗mandantenfähig
eWDG, 1974

Bedeutung

Jura Auftraggeber, besonders eines Rechtsanwaltes, Klient
Beispiele:
seinem Mandanten helfen
der Jurist als der Berater seines Mandanten
der Rechtsanwalt beantragte Freispruch für seinen Mandanten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mandat · Mandant
Mandat n. ‘Auftrag, auf Wahl beruhendes Amt eines Abgeordneten, Vollmacht, durch einen fremden Staat verwaltetes Gebiet’, im 14. Jh. in die Kanzlei- und Rechtssprache entlehnt aus lat. mandātum ‘Auftrag, Befehl’, dem substantivierten Part. Perf. von lat. mandāre ‘übergeben, anvertrauen, überlassen’ (Kompositum zu lat. manus ‘Hand’ und dare ‘geben’, eigentlich ‘in die Hand geben’). Mandant m. ‘Auftrag-, Vollmachtgeber (eines Rechtsanwalts), Klient’ (Ende 18. Jh.), nach frz. mandant oder latinisierende Neubildung zu lat. mandāns (Genitiv mandantis), dem Part. Präs. von lat. mandāre.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Adressat · ↗Auftraggeber · ↗Kunde · Mandant
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anwalt Auslieferung Freilassung Freispruch Geständnis Haftbefehl Haftentlassung Haftverschonung Kanzlei Persönlichkeitsrecht Rechtsanwalt Schuldfähigkeit Stasi Steuerberater Strafverteidiger Tatzeit Unschuld Untersuchungshaft Verpachtung Verteidiger Vertrauensverhältnis Verurteilung Vorverurteilung ausreisewillig beantragen freisprechen inhaftiert prominent unschuldig vertreten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mandant‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei seinem neuen Mandanten sieht die Situation im Moment auch nicht gerade rosig aus.
Die Welt, 06.01.2001
Auch die Autoren werden sicherlich ihren Mandanten mit unliebsamen juristischen Ergebnissen konfrontieren müssen.
Der Tagesspiegel, 28.04.2000
Mein Mandant hat dringend ersucht, die Person des allerhöchsten Herrn aus diesem Prozeß herauszulassen.
Friedländer, Hugo: Der Beleidigungsprozeß des Berliner Stadtkommandanten, Generalleutnant z.D. Graf Kuno von Moltke gegen den Herausgeber der »Zukunft« Maximilian Harden. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 3982
Das Beweisergebnis - ich darf hier meine einleitenden Worte wiederholen - ist für meinen Mandanten eindeutig gewesen.
o. A.: Einhundertsechsundachtzigster Tag. Donnerstag, 25. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18267
Mein Mandant ist seit 1933 in offiziellen Stellungen, die mit der Außenpolitik eng verknüpft sind.
o. A.: Zweiundneunzigster Tag. Mittwoch, 27. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 9719
Zitationshilfe
„Mandant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mandant>, abgerufen am 20.04.2019.

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