Mandant, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mandanten · Nominativ Plural: Mandanten
Aussprache 
Worttrennung Man-dant
Wortbildung  mit ›Mandant‹ als Erstglied: ↗Mandantin · ↗mandantenfähig
Herkunft zu mandārelat ‘übergeben, anvertrauen, überlassen’ (Mandat)
eWDG

Bedeutung

Jura Auftraggeber, besonders eines Rechtsanwaltes, Klient
Beispiele:
seinem Mandanten helfen
der Jurist als der Berater seines Mandanten
der Rechtsanwalt beantragte Freispruch für seinen Mandanten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mandat · Mandant
Mandat n. ‘Auftrag, auf Wahl beruhendes Amt eines Abgeordneten, Vollmacht, durch einen fremden Staat verwaltetes Gebiet’, im 14. Jh. in die Kanzlei- und Rechtssprache entlehnt aus lat. mandātum ‘Auftrag, Befehl’, dem substantivierten Part. Perf. von lat. mandāre ‘übergeben, anvertrauen, überlassen’ (Kompositum zu lat. manus ‘Hand’ und dare ‘geben’, eigentlich ‘in die Hand geben’). Mandant m. ‘Auftrag-, Vollmachtgeber (eines Rechtsanwalts), Klient’ (Ende 18. Jh.), nach frz. mandant oder latinisierende Neubildung zu lat. mandāns (Genitiv mandantis), dem Part. Präs. von lat. mandāre.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Adressat · ↗Auftraggeber · ↗Kunde · Mandant
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Mandant‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mandant‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mandant‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei seinem neuen Mandanten sieht die Situation im Moment auch nicht gerade rosig aus.
Die Welt, 06.01.2001
Auch die Autoren werden sicherlich ihren Mandanten mit unliebsamen juristischen Ergebnissen konfrontieren müssen.
Der Tagesspiegel, 28.04.2000
Aber derzeit bekommen Ihre Mandanten nach wie vor kein Asyl.
Süddeutsche Zeitung, 13.03.1998
Mein Mandant hat dringend ersucht, die Person des allerhöchsten Herrn aus diesem Prozeß herauszulassen.
Friedländer, Hugo: Der Beleidigungsprozeß des Berliner Stadtkommandanten, Generalleutnant z.D. Graf Kuno von Moltke gegen den Herausgeber der »Zukunft« Maximilian Harden. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 3982
Das Beweisergebnis - ich darf hier meine einleitenden Worte wiederholen - ist für meinen Mandanten eindeutig gewesen.
o. A.: Einhundertsechsundachtzigster Tag. Donnerstag, 25. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18267
Zitationshilfe
„Mandant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mandant>, abgerufen am 24.02.2021.

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