Manko, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mankos · Nominativ Plural: Mankos
Aussprache
WorttrennungMan-ko (computergeneriert)
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Manko‹ als Letztglied: ↗Gewichtmanko · ↗Gewichtsmanko
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Mangel, Unvollkommenheit, Fehler
Beispiele:
etw. als ein, kein Manko ansehen
das sehe ich nicht als Manko an
in meinen Augen ist das kein Manko, wenn Sie nicht schwimmen können
2.
Bankwesen Fehlbetrag, Defizit
Beispiele:
bei der Monatsabrechnung stellte man ein hohes, kein Manko fest
ohne Manko arbeiten
ein Manko decken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Manko n. ‘Fehlbetrag’, auch ‘Mangel, Fehler, Beeinträchtigung’. Im 18. Jh. wird ital. a manco ‘im Ausfall, im Defizit’ in der Zusammenschreibung Amanco in die dt. Kaufmannssprache übernommen. Der Ausdruck wird im 19. Jh. zu Manco verkürzt und geht in seiner (im Ital. vorgeprägten) allgemeinen Bedeutung auch in die Literatursprache ein. Wie ↗mangeln (s. d.) geht ital. manco ‘Mangel, Fehlbetrag’ auf lat. mancus ‘gebrechlich, unvollständig’ zurück.

Thesaurus

Synonymgruppe
Defekt · ↗Defizit · ↗Mangel · Manko · ↗Minuspunkt · ↗Schaden · ↗Schwäche · ↗Unzulänglichkeit  ●  ↗Insuffizienz  fachspr. · ↗Macke  ugs.
Unterbegriffe
  • Wettlaufsituation · kritischer Wettlauf
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) Minus (in der Kasse) · ↗Fehlbetrag · Kassendifferenz · Manko
Assoziationen
  • (den) Kassenbestand ermitteln · ↗nachrechnen · ↗nachzählen  ●  (einen) Kassensturz machen  fachspr.
  • Fehlbestand · Inventurdifferenz

Typische Verbindungen
computergeneriert

Chancenauswertung Chancenverwertung Fehlen abhelfen abstellen ankreiden auffällig aufwiegen ausbügeln ausgleichen ausmerzen bedauerlich beheben beklagt beseitigen einzig empfinden entscheidend gravierend hinwegsehen kaschieren kompensieren offenbaren schwerwiegend unerheblich unverzeihlich unübersehbar verschmerzen wettmachen überspielen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Manko‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der fehlende krönende Abschluss war wohl das einzige Manko im Spiel der Gäste.
Der Tagesspiegel, 06.12.2004
Allerdings hat sich das physische Manko in den vergangenen zwei Monaten etwas reduziert.
Süddeutsche Zeitung, 06.02.1998
Sollte dieses Versagen nicht tiefer begründet sein als in einem physiologischen Manko, einem anthropomorphen Defekt?
Harig, Ludwig: Ordnung ist das ganze Leben, München u. a.: Hanser 1987 [1986], S. 197
Aber es täuscht so schön über das eigene Manko hinweg.
Tucholsky, Kurt: Putzmittel. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 8876
Auch spürt man aus der Ferne nicht die Engen drüben, sondern nur das eigene Manko.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1956. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1956], S. 926
Zitationshilfe
„Manko“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Manko>, abgerufen am 16.11.2018.

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