Mannequin, das oder der

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mannequins · Nominativ Plural: Mannequins
Nebenform Mannequin · Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Man-ne-quin
Wortbildung  mit ›Mannequin‹ als Letztglied: Starmannequin
Herkunft aus gleichbedeutend mannequinfrz < mannekīnmnl ‘Männchen, bildliche Menschendarstellung, Figürchen’ < manmnl ‘Mann’
eWDG

Bedeutung

Vorführdame für Kleidung, Modellkleidung
Beispiele:
als Mannequin arbeiten
sie ist Mannequin in einem großen Modesalon
das Mannequin läuft über den Steg
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mannequin n. ‘Vorführerin von Damenkleidung’. Mfrz. mannequin ‘Männchen, bildliche Menschendarstellung, Figürchen’ ist eine Entlehnung von gleichbed. mnl. mannekīn, dem Deminutivum von mnl. man ‘Mann’ (vgl. vereinzeltes spätmhd. maniggein bei Wittenwiler, Anfang 15. Jh., mit satirischem Bezug auf die Vorliebe der höfischen Epik für Flämisches). Um 1700 erscheint das frz. Substantiv (wie das ebenfalls dem Nl. entstammende engl. manikin bereits 1570) in der Bedeutung ‘den bildenden Künstlern als Modell dienende, besonders für Gewandstudien verwendete Gliederpuppe’. Es wird so (als Maskulinum) im 18. Jh. ins Dt. übernommen und bleibt hier bis ins 1. Drittel des 20. Jhs. lebendig, daneben auch (seit dem 19. Jh.) in dem gleichermaßen dem Frz. folgenden übertragenen Gebrauch ‘willen- und charakterloser, leicht lenkbarer Mensch’. Im 19. Jh. entwickelt frz. mannequin die Bedeutungen ‘Schneiderpuppe, Schaufensterpuppe, männlicher Modevorführer’ und schließlich (Ende 19. Jh.) ‘weibliche Modevorführerin’; letztere gelangt um 1900 ins Dt. Neutrales Genus setzt sich erst nach der Mitte des 20. Jhs. durch.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fotomodell · Mannequin · Modell · Vorführdame  ●  Model  Hauptform
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Mannequin‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mannequin‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mannequin‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich heiratete, meine Frau war Mannequin, Model sagt man heute, sie arbeitete mehr als ich.
Die Zeit, 13.12.2010, Nr. 50
Bewirbt man sich nun besser als Model oder als französisches Mannequin?
Süddeutsche Zeitung, 19.05.1994
Heute lebt der Aussteiger mit seiner Frau, einem Mannequin, in New York.
Der Spiegel, 18.11.1985
Monika ist ein erfolgreiches Mannequin und will lange nichts von dem Musiker wissen.
Bild, 20.04.2004
Anschließend machte er mittels der gerade bekannt werdenden Infrarot-Fotografie eine Gruppenaufnahme von den »Mannequins«.
Ardenne, Manfred v.: Ein glückliches Leben für Technik und Forschung: Berlin: Verlag der Nation 1976, S. 72
Zitationshilfe
„Mannequin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mannequin>, abgerufen am 21.09.2021.

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