Margarine, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Margarine · Nominativ Plural: Margarinen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Mar-ga-ri-ne
Wortbildung  mit ›Margarine‹ als Erstglied: ↗Margarinebecher · ↗Margarinefabrik · ↗Margarinekarton · ↗Margarinewürfel
 ·  mit ›Margarine‹ als Letztglied: ↗Backmargarine · ↗Haushaltsmargarine
Herkunft aus gleichbedeutend margarinefrz < márgarongriech (μάργαρον) ‘Perle’
eWDG

Bedeutung

aus pflanzlichen oder tierischen Fetten hergestelltes, der Butter ähnliches Nahrungsmittel
Beispiele:
Margarine aufs Brot streichen, zum Kochen, Backen verwenden
das Fleisch in Margarine anbraten
ein Würfel Margarine
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Margarine f. Die (seit 1887 gesetzlich vorgeschriebene) Bezeichnung für das aus tierischen und pflanzlichen oder auch nur pflanzlichen Fetten hergestellte Speisefett ist eine Entlehnung (2. Hälfte 19. Jh.) von gleichbed. frz. margarine. Der von dem französischen Chemiker Chevreul zunächst (1813) für ein aus tierischen Fetten gewonnenes Gemisch von Stearin und Palmitin geprägte Ausdruck, der dann auf die aus diesen Ausgangsstoffen (nach einem von Mège-Mouriès 1870 entwickelten Verfahren) erzeugte Kunstbutter übertragen wird, schließt an frz. acide margarique ‘Margarinsäure’ (älter irrtümlich für ein Gemisch aus Stearin- und Palmitinsäure) an. Frz. margarique ist ein ebenfalls von Chevreul künstlich gebildetes Adjektiv zu griech. márgaron (]μάργαρον) ‘Perle’ (einer Nebenform von griech. margarī́tēs, μαργαρίτης, s. ↗Margerite), das die perlenähnliche Färbung der Säure charakterisieren soll.

Thesaurus

Synonymgruppe
Margarine [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Margarine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Margarine‹.

Verwendungsbeispiele für ›Margarine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um überleben zu können, muss er die selbst produzierte Butter gegen Margarine eintauschen.
Die Zeit, 14.03.2011, Nr. 11
Eine daraus gewonnene Margarine dürfte nach seiner Schätzung in fünf bis zehn Jahren ihre Marktreife erreicht haben.
Süddeutsche Zeitung, 07.09.1999
Möglichst helle Pilze vorbereiten, in Scheiben schneiden und in der Margarine dünsten.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 139
Als ich zurückkam, saßen sie am Tisch und hatten ihr Brot und ihre Margarine auf dem grünen Tuch liegen.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1930], S. 400
Das restliche Fett kann wahlweise in Öl, Margarine und anderen Fetten bezogen werden.
o. A.: 1949. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 24967
Zitationshilfe
„Margarine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Margarine>, abgerufen am 17.04.2021.

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