Marge, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Marge · Nominativ Plural: Margen
Aussprache
WorttrennungMar-ge (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Marge‹ als Erstglied: ↗Margendruck  ·  mit ›Marge‹ als Letztglied: ↗Betriebsmarge · ↗Bruttomarge · ↗Gewinnmarge · ↗Zinsmarge
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

marginal · Marginale · Marge
marginal Adj. ‘am Rande befindlich, nebensächlich’, Entlehnung (16. Jh.) von frz. marginal (oder nlat. marginalis?) ‘an den Rand geschrieben’. Zu lat. margo (Genitiv marginis) ‘erhöhte Einfassung, Rand’ (einer Handschrift, eines Buches), ‘Grenzgebiet’ (s. ↗Mark). Marginale n. ‘Randbemerkung’, aus gleichbed. nlat. marginale, Plur. marginalia, substantiviertem Neutrum von nlat. marginalis ‘den Rand betreffend, am Rand notiert’ (vgl. gleichbed. mfrz. marginal Adj.), eine Bildung zu lat. margo (s. oben). Als geläufiges Wort der Buchdrucker erscheint es seit dem 16. Jh. in lat., seit Anfang des 18. Jhs. in dt. Flexion, und zwar meist im Plural Marginalien; später belegt sind singularische Formen wie Marginal n. (2. Hälfte 19. Jh.), Marginale n. (1. Hälfte 20. Jh.) und (aus dem Plur. rückgebildet) Marginalie f. (Mitte 20. Jh.?). Marge f. ‘(Handels)panne, Spielraum, Differenz’, Übernahme (20. Jh.) von gleichbed. frz. marge, eigentl. ‘Rand, Saum’, aus lat. margo (s. oben).

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Ausbeute · ↗Erlös · ↗Ertrag · ↗Gewinn · ↗Gewinnmarge · ↗Gewinnspanne · Marge · ↗Profit · ↗Rendite · ↗Verdienstspanne · ↗Überschuss  ●  schwarze Zahlen  fig.
Unterbegriffe
  • (hoher) Gewinn  ●  ↗Reibach  ugs.
  • Buchgewinn · rechnerischer Gewinn
  • Seigniorage  ●  Münzgewinn  historisch · Schlagsatz  historisch · Schlagschatz  historisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Druck Kreditgeschäft Neugeschäft Raffineriegeschäft Tankstellengeschäft Umsatzwachstum Verbesserung abwerfen auskömmlich betrieblich drücken erwirtschaften erzielen gering gesunken hauchdünn hoch niedrig operativ rückläufig schmal schmälern schrumpfen schrumpfend schwindend sinkend verbessern verbessert zweistellig üppig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Marge‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Margen stehen unter Druck und wegen der niedrigen Inflation ist es schwer, die Preise zu erhöhen.
Die Welt, 15.07.2003
Für die ohnehin mit geringsten Margen kalkulierenden Newcomer können sie sogar das Aus bedeuten.
Die Zeit, 21.02.2000, Nr. 08
Wegen steigender Kosten sind die Margen für die Hersteller gering.
Der Tagesspiegel, 05.04.1999
Bei denen sind die Margen größer und damit auch die Gewinne.
Süddeutsche Zeitung, 01.09.1998
Offen ist noch die Frage einer Marge von 30 Mill.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1962]
Zitationshilfe
„Marge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Marge>, abgerufen am 22.10.2018.

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