Marmelade, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Marmelade · Nominativ Plural: Marmeladen
Aussprache
WorttrennungMar-me-la-de (computergeneriert)
HerkunftPortugiesisch
Wortbildung mit ›Marmelade‹ als Erstglied: ↗Marmeladeneimer · ↗Marmeladenfabrik · ↗Marmeladenglas · ↗Marmeladenschnitte · ↗Marmeladentopf
 ·  mit ›Marmelade‹ als Letztglied: ↗Aprikosenmarmelade · ↗Brombeermarmelade · ↗Dreifruchtmarmelade · ↗Erdbeermarmelade · ↗Mehrfruchtmarmelade · ↗Orangenmarmelade · ↗Preiselbeermarmelade · ↗Vierfruchtmarmelade
eWDG, 1974

Bedeutung

unter Zusatz von Zucker eingedicktes Obst
Beispiele:
ein Glas, Schüsselchen, Löffel Marmelade
Marmelade einkochen, aufs Brot streichen
süße, wohlschmeckende, künstlich gefärbte Marmelade
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Marmelade f. eingedickter, süßer Brotaufstrich aus Obst oder Beeren, ‘Fruchtmus’, Übernahme (16. Jh.) von port. marmelada bzw. darauf beruhendem mfrz. mermelade, frz. marmelade. Port. marmelada ‘eingemachte Quitte, Quittenmus’ ist eine Ableitung von port. marmelo ‘Quitte’. Dies geht (mit aus l dissimiliertem r) zurück auf spätlat. malimellus, lat. melimēlum, griech. melímēlon (μελίμηλον) ‘Honigapfel, Quitte’ (zur Bereitung von Quittenhonig benutzt), zusammengesetzt aus griech. méli (μέλι) ‘Honig’ und griech. mḗlon (μῆλον) ‘Apfel’. Bereits im Frz. erfolgt die Bedeutungserweiterung zu ‘Fruchtmus’.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Konfitüre · Marmelade  ●  ↗Fruchtaufstrich  fachspr. · Gsälz  ugs., schwäbisch · Guts (Breisgau, Markgräflerland)  ugs., regional · Schlecksl (Ortenau)  ugs., regional · Schmärsel  ugs. · Sießschmeer  ugs., regional · Strichi (Elztal)  ugs., regional
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufschnitt Brot Brötchen Butter Chutney Croissant Erdnussbutter Fruchtsaft Gelee Honig Kompott Konfitüre Krapfen Kunsthonig Käse Likör Margarine Saft Schinken Semmel Toast Weißbrot Wurst bestreichen einkochen gekocht hausgemacht selbstgekocht selbstgemacht vergiftet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Marmelade‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Zeit lang war es Mode, selbstgemachte Marmelade zu verschenken.
Der Tagesspiegel, 07.12.2000
Da habe ich dem Typen die Marmelade vor die Füße geschmissen.
konkret, 1989
Öfter die am Rande eingekochte Marmelade mit dem Löffel abschaben und unterrühren.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 246
Der Sirup ist viel besser als die Marmelade und auch vorteilhafter.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 25.10.1945, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Erstens habe ich Hunger, und zweitens kann ich doch nicht meine Lumpen auskochen, den Saft eindicken und dann als Marmelade aufs Brot schmieren.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 168
Zitationshilfe
„Marmelade“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Marmelade>, abgerufen am 14.12.2018.

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