Marmelade, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Marmelade · Nominativ Plural: Marmeladen
Aussprache 
Worttrennung Mar-me-la-de
Wortbildung  mit ›Marmelade‹ als Erstglied: Marmeladenbrot · Marmeladeneimer · Marmeladenfabrik · Marmeladenglas · Marmeladenschnitte · Marmeladentopf
 ·  mit ›Marmelade‹ als Letztglied: Aprikosenmarmelade · Brombeermarmelade · Dreifruchtmarmelade · Erdbeermarmelade · Mehrfruchtmarmelade · Orangenmarmelade · Preiselbeermarmelade · Vierfruchtmarmelade
 ·  mit ›Marmelade‹ als Grundform: Marmeladinger
Herkunft zu marmeladaport ‘eingemachte Quitte, Quittenmus’ < marmeloport ‘Quitte’
eWDG

Bedeutung

unter Zusatz von Zucker eingedicktes Obst
Beispiele:
ein Glas, Schüsselchen, Löffel Marmelade
Marmelade einkochen, aufs Brot streichen
süße, wohlschmeckende, künstlich gefärbte Marmelade
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Marmelade f. eingedickter, süßer Brotaufstrich aus Obst oder Beeren, ‘Fruchtmus’, Übernahme (16. Jh.) von port. marmelada bzw. darauf beruhendem mfrz. mermelade, frz. marmelade. Port. marmelada ‘eingemachte Quitte, Quittenmus’ ist eine Ableitung von port. marmelo ‘Quitte’. Dies geht (mit aus l dissimiliertem r) zurück auf spätlat. malimellus, lat. melimēlum, griech. melímēlon (μελίμηλον) ‘Honigapfel, Quitte’ (zur Bereitung von Quittenhonig benutzt), zusammengesetzt aus griech. méli (μέλι) ‘Honig’ und griech. mḗlon (μῆλον) ‘Apfel’. Bereits im Frz. erfolgt die Bedeutungserweiterung zu ‘Fruchtmus’.

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Konfitüre · Marmelade  ●  Fruchtaufstrich  fachspr. · Gsälz  ugs., schwäbisch · Guts (Breisgau, Markgräflerland)  ugs., regional · Schlecksl (Ortenau)  ugs., regional · Schmärsel  ugs. · Sießschmeer  ugs., regional · Strichi (Elztal)  ugs., regional
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Marmelade‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Marmelade‹.

Verwendungsbeispiele für ›Marmelade‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da habe ich dem Typen die Marmelade vor die Füße geschmissen. [konkret, 1989]
Ich habe mal versucht, daheim Marmelade zu kochen, aber die konnte ich keinem anbieten. [Die Zeit, 19.07.2012, Nr. 29]
Damals konnte man die Inflation förmlich sehen, sogar beim Kauf von Marmelade. [Die Zeit, 06.12.1985, Nr. 50]
Auch sonst greift Habe mit beiden Händen kräftig in die Marmelade. [Die Zeit, 03.01.1972, Nr. 01]
Viel Marmelade aber war an diesem Abend leider nicht drin. [Süddeutsche Zeitung, 06.09.1995]
Zitationshilfe
„Marmelade“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Marmelade>.

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