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Maske, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Maske · Nominativ Plural: Masken
Aussprache
WorttrennungMas-ke
HerkunftArabisch → Französisch
Wortbildung mit ›Maske‹ als Erstglied: ↗Maskenball · ↗Maskenbildner · ↗Maskenfest · ↗Maskenfreiheit · ↗Maskenkostüm · ↗Maskenspiel · ↗Maskenverleih · ↗Maskenzug · ↗maskenhaft
 ·  mit ›Maske‹ als Letztglied: ↗Abfragemaske · ↗Atemmaske · ↗Biedermannsmaske · ↗Charaktermaske · ↗Clownmaske · ↗Clownsmaske · ↗Eingabemaske · ↗Fechtmaske · ↗Gasmaske · ↗Gesichtsmaske · ↗Gipsmaske · ↗Halbmaske · ↗Narkosemaske · ↗Sauerstoffmaske · ↗Schimaske · ↗Schutzmaske · ↗Skimaske · ↗Staubmaske · ↗Sturmmaske · ↗Tanzmaske · ↗Tauchmaske · ↗Tiermaske · ↗Totenmaske · ↗Wachsmaske
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
künstliche feste Hülle vor dem Gesicht, Larve
Beispiele:
eine Maske tragen, vorbinden
die, seine Maske ablegen, wegwerfen
sich [Dativ] eine Maske für den Ball, für Fastnacht aussuchen
vom Gesicht des Toten eine Maske anfertigen (= vom Gesicht des Toten einen Abdruck anfertigen)
An meiner Wand hängt ein japanisches Holzwerk / Maske eines bösen Dämons [BrechtGedichte300]
bildlich
Beispiele:
Das sonst so belebte Gesicht des Majors blieb eine undurchdringliche Maske [U. BecherMänner138]
Wieder war sein Gesicht eine Maske von eitel Wohlgefallen und innerem Frieden [CramerKonzessionen407]
Deckmantel
Beispiele:
unter der Maske des Biedermannes schlich er sich in ihr Vertrauen
er näherte sich ihm unter der Maske der Freundschaft
seine Liebenswürdigkeit ist nur eine Maske (= Vorspiegelung)
er riss dem Heuchler die Maske vom Gesicht (= entlarvte ihn)
er ließ endlich die Maske fallen (= zeigte sein wahres Gesicht)
Unter der Maske von Gleichgültigkeit wird Seine Hoheit sehr begierig sein, den Bericht ... zu hören [ZuchardtNarr381]
Aehre ... erkannte hinter der Maske aus Spott die tiefe Unsicherheit [E. ClaudiusMenschen239]
2.
Kostümierung, besonders das geschminkte Gesicht des Schauspielers
Beispiele:
die Maske des Schauspielers ist ausgezeichnet, realistisch
er verschwindet völlig hinter der Maske
Hans Marr als erster Kürassier, ein glänzender Sprecher mit Hünengestalt, großartiger Maske und sicherem Spiel [WildenhainSchauspieler60]
Nach dem Aktschluß erhielt Märchen die Erklärung, daß die Maske des Sarastro einem Bilde Baron Solmars gleiche [I. KurzVanadis97]
3.
Träger von 1, Vermummte, Vermummter, Verkleidete, Verkleideter
Beispiele:
sie war eine der schönsten Masken des Abends, Festes
mehrere Masken führten einen Tanz auf
auf dem Ball konnte man viele interessante Masken sehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Maske · Maskerade · maskieren · demaskieren
Maske f. ‘Gesichtslarve, Kostüm’ (17. Jh.), ‘Verkleideter’ (18. Jh.), Entlehnung von gleichbed. frz. masque, das auf ital. maschera, obital. mascara zurückgeht. Die Herkunft des Ausdrucks ist umstritten. FEW 6, 1, 437 ff. erschließt aus zahlreichen roman. Formen ein voraufgehendes *maskaro- ‘schwarz, mit Ruß bedeckt, Ruß’ und nimmt für die ital. Formen eine frühe Bedeutung ‘mit Ruß geschwärzte Maske, mit Ruß geschwärztes Gesicht’ an. Ein der Ableitung *maskaro- zugrundeliegendes *mask- ‘schwarz’ zeigt sich in aprov. masca ‘Hexe’ ebenso wie in spätlat. bzw. mlat. masca, bezeugt für ‘Hexe’ im Edictus Rothari der Langobarden (643), für ‘Maske’ in England (680) und in Italien (1192). Auszugehen ist dabei von einer ursprünglichen Bedeutung ‘schwarze dämonische Gestalt’ bzw. ‘die eine solche Gestalt darstellende Maske’. Da FEW eine Herleitung von *mask- aus dem Germ. oder Arab. ablehnt, auch kelt. Anknüpfungen sich nicht bieten, nimmt es Herkunft aus einem nicht-ie. Substrat an und verweist dazu auf bask. maskal ‘Straßenkot, Schmutzrand am Saum der Kleidung’. Maskerade f. ‘Maskenzug, -fest, Verkleidung’, Entlehnung (Ende 16. Jh.) von gleichbed. obital. mascarata, ital. mascherata, dann auch von gleichfalls dem Ital. folgendem frz. mascarade (vgl. die frühen im Dt. vorkommenden Schreibungen Mascarada, Mascarade, Plur. Mascaradas, Mascaraden). Die Formen Masquerade, Maskerade (seit Mitte 17. Jh.) verdanken ihre Entstehung wohl erst dem Einfluß von zu dieser Zeit übernommenem frz. masque (s. oben). maskieren Vb. ‘eine Maske umlegen, verkleiden’ (um 1700), frz. masquer; demaskieren Vb. ‘die Maske abziehen, entlarven’ (18. Jh.), frz. démasquer.

Thesaurus

Synonymgruppe
Maske · Schminkraum
Synonymgruppe
Datenmaske · ↗Eingabefeld · Maske · ↗Textmaske · ↗Vorlage

Typische Verbindungen
computergeneriert

Biedermann Fetisch Frosch Gesicht Handschuh Kostüm Maske Perücke Puppe Schminke Skulptur Verkleidung ablegen abnehmen afrikanisch aufsetzen basteln eisern erstarren furchterregend golden herunterreißen lüften reißen schwarz starr tragen venezianisch verbergen verstecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Maske‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Männer dürfen sich in der Öffentlichkeit nur mit Masken zeigen, damit sie nicht identifiziert werden können.
Die Welt, 21.09.2001
Um sieben Uhr fängt er in der Maske an, ab acht Uhr wird gedreht.
Der Tagesspiegel, 06.04.2001
Was sollte er sonst sagen, er war ohnehin nur eine Maske.
Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 270
Er schickte sich an, das Ergebnis einer Wahl zur schönsten Maske bekanntzugeben.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 220
Auch wenn man nicht komisch ist, wähle man diese Maske nicht.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 19424
Zitationshilfe
„Maske“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Maske>, abgerufen am 16.06.2019.

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