Matsch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Matsches · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Matsch‹ als Erstglied: ↗Matschwetter  ·  mit ›Matsch‹ als Letztglied: ↗Straßenmatsch
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Kartenspiel vollständiger Verlust eines Spiels
2.
umgangssprachlich
a)
feuchter, breiiger Schmutz; nasse, schmierige Erde; halb getauter, schlammiger Schnee
b)
weiche, breiige Masse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

matschen · Matsch · matschig
matschen Vb. ‘mit Wasser planschen, in dickflüssigem Brei herumrühren’, wie ↗manschen (s. d.) lautnachahmende Bildung, die das beim Planschen entstehende Geräusch wiederzugeben sucht; als in den Mundarten verbreitetes Wort seit dem 18. Jh. nachgewiesen, aber mit Sicherheit älter. Matsch m. ‘weicher, dickflüssiger (Schmutz)brei, nasser, tauender Schneebrei’ (18. Jh.), wohl Rückbildung aus dem Verb. matschig Adj. ‘breiig, überreif (von Obst), schmutzig, schlammig’ von tauendem Schnee, Straßenschmutz, (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Matsch · ↗Schlamm · ↗Schmand · ↗Schmant  ●  Baaz  ugs., bair., österr. · Gatsch  ugs., österr. · Schmodder  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dreck Eis Geröll Gummistiefel Knöchel Kälte Modder Nässe Pfütze Regen Sand Schlamm Schnee Staub Stiefel bedecken braun grau knietief knöcheltief pflügen robben spritzen stapfen steckenbleiben suhlen versinken verwandeln waten wühlen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Matsch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und noch dazu habe man sich die Schuhe in dem Matsch auf dem damals noch unbefestigten Platz dreckig gemacht.
Süddeutsche Zeitung, 12.01.1995
Aber für den Moment geben Sie mir lieber noch Ihren Arm, denn jetzt ist es ernst einmal Matsch.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 05.03.1929
Es geht los, stockfinster ist es draußen und ein furchtbarer Matsch.
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 212
Auszusteigen und durch den Matsch ins Verwaltungshaus zu schlittern, kostete schon einige Überwindung.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 136
Das Gras unter den Wäschestangen sieht aus wie Matsch mit Spinat.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 12
Zitationshilfe
„Matsch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Matsch>, abgerufen am 23.10.2019.

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