Dieser Artikel ist nicht auf dem aktuellen Stand. Er wird im Rahmen des DWDS-Projekts von der Redaktion überarbeitet.

Matte, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Matte · Nominativ Plural: Matten
Aussprache 
Worttrennung Mat-te
Wortbildung  mit ›Matte‹ als Letztglied: ↗Badematte · ↗Bastmatte · ↗Filzmatte · ↗Fußmatte · ↗Hängematte · ↗Isomatte · ↗Kokosmatte · ↗Ringermatte · ↗Schilfmatte · ↗Seuchenmatte · ↗Strohmatte · ↗Turnmatte · ↗Yogamatte
eWDG

Bedeutung

aus Stroh, Bast oder Binsen geflochtene oder grob gewebte, kleine Unterlage
Beispiele:
die Schuhe auf der Matte säubern
mehrere Matten bedeckten den Boden
der Gang war mit Matten ausgelegt
die beiden Ringer betraten die Matte
sie [die Männer] hockten auf Matten um den niedrigen Tisch [ Feuchtw.Jefta65]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Matte2 f. ‘kleiner Vorleger, Teppich, Unterlage’. Ahd. matta (9. Jh.), mhd. matte ‘Decke aus Binsen- oder Strohgeflecht’, mnd. matte ist wie aengl. matt, matte, meatte, engl. mat und mnl. matte, nl. mat Entlehnung von spätlat. matta ‘Matte, grobe Decke (aus Schilf)’, einem Wort semit. Herkunft und mit hebr. miṭṭā ‘Bett’ verwandt. Spätmhd. matze aus vorauszusetzendem ahd. *matza geht auf eine Frühentlehnung von spätlat. matta vor Abschluß der ahd. Lautverschiebung zurück.

Thesaurus

Synonymgruppe
Haar · Haare · ↗Haarpracht · ↗Haarschopf · ↗Haartracht · ↗Haupthaar · ↗Kopfbehaarung · ↗Kopfhaar · ↗Mähne · ↗Schopf  ●  ↗Fell  ugs. · Matte  ugs. · ↗Pelz  ugs. · ↗Wolle  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Feenhaar · dünnes Haar · feines Haar
  • Biquoquet · Witwenspitze · spitzer Haaransatz
Assoziationen
Synonymgruppe
Matratze · Matte · ↗Polster  ●  ↗Futon  japanisch
Synonymgruppe
Alm · ↗Alp · ↗Alpweide · ↗Bergweide · ↗Bergwiese · Matte  ●  ↗Alb  alemannisch · ↗Alpe  westösterreichisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Hochsäß · ↗Maien · ↗Maiensäß · Maisäß · Niederleger · Vorsäß
Assoziationen
  • Almwirtschaft · Alpwirtschaft · Bergweidewirtschaft · Hochwirtschaft
Synonymgruppe
Grün · ↗Grünfläche · ↗Grünland · Matte · ↗Rasen · ↗Rasenfläche · ↗Weide  ●  ↗Bleiche  regional, veraltet · ↗Wiese  Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Matte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Matte‹.

Verwendungsbeispiele für ›Matte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bereits seit 1896 ist Ringen olympisch, seit 2004 gehen auch die Frauen bei Olympia auf die Matte.
Die Zeit, 12.02.2013 (online)
Ich war bemüht, mir die Füße auf der Matte zu säubern, um nicht die blanken Dielen zu beschmutzen.
Nossack, Hans Erich: Nekyia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1961 [1947], S. 2
Während kurzer Pausen kann man die Reckstangen durch aufgelegte Matten unfallsicher machen.
Borrmann, Günter u. Mügge, Hans: Gerätturnen in der Schule, Berlin: Volk u. Wissen 1957, S. 90
Die Matte schützt vor Verletzungen und wird nach Gebrauch an die Wand gestellt.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 253
Vor der Wanne liegt eine Matte mit der Aufschrift »Strakonice«.
Scherzer, Landolf: Der Erste, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1988], S. 105
Zitationshilfe
„Matte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Matte#1>, abgerufen am 20.01.2021.

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Matte, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Matte · Nominativ Plural: Matten
Aussprache 
Worttrennung Mat-te
Wortbildung  mit ›Matte‹ als Erstglied: ↗Mattenspringen  ·  mit ›Matte‹ als Letztglied: ↗Alpenmatte · ↗Grasmatte
eWDG

Bedeutung

Wiese, Viehweide im Hochgebirge
Beispiele:
grüne, alpine Matten
er schaute zu, wie Tschanz den Wagen über die rechte Straßenseite hinaus halb in die Matte steuerte [ DürrenmattRichter40]
Ihr Matten, lebt wohl! / Ihr sonnigen Weiden [ SchillerTellI 1]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Matte1 f. ‘Wiese, Viehweide’ (in den Alpen), heute vorwiegend landschaftlich (besonders im Alem., vgl. schweiz. Ortsnamen wie Andermatt, Zermatt) und seit dem 18. Jh. in poetischer Sprache. Ahd. nur im Kompositum matoscrec ‘Wiesenhüpfer’, d. i. ‘Heuschrecke’ (um 1000) erhalten, asächs. maða nur in Ortsnamen; danach mhd. mate, matte, mnd. mnl. māde, (mit anderer Vokalstufe) mnd. mēde, mnl. māde, mēde, maet, meet und (mit anderer Stammbildung) aengl. mǣd, aus dessen obliquen Kasus aengl. mǣdwe, engl. meadow. Alle Formen gehören zu der unter ↗mähen1 (s. d.) angeführten Wurzelform ie. *met- ‘mähen’, so daß von einer Bedeutung ‘zu mähende Wiese’ auszugehen ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Haar · Haare · ↗Haarpracht · ↗Haarschopf · ↗Haartracht · ↗Haupthaar · ↗Kopfbehaarung · ↗Kopfhaar · ↗Mähne · ↗Schopf  ●  ↗Fell  ugs. · Matte  ugs. · ↗Pelz  ugs. · ↗Wolle  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Feenhaar · dünnes Haar · feines Haar
  • Biquoquet · Witwenspitze · spitzer Haaransatz
Assoziationen
Synonymgruppe
Matratze · Matte · ↗Polster  ●  ↗Futon  japanisch
Synonymgruppe
Alm · ↗Alp · ↗Alpweide · ↗Bergweide · ↗Bergwiese · Matte  ●  ↗Alb  alemannisch · ↗Alpe  westösterreichisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Hochsäß · ↗Maien · ↗Maiensäß · Maisäß · Niederleger · Vorsäß
Assoziationen
  • Almwirtschaft · Alpwirtschaft · Bergweidewirtschaft · Hochwirtschaft
Synonymgruppe
Grün · ↗Grünfläche · ↗Grünland · Matte · ↗Rasen · ↗Rasenfläche · ↗Weide  ●  ↗Bleiche  regional, veraltet · ↗Wiese  Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Matte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Matte‹.

Verwendungsbeispiele für ›Matte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Barfuß treten sie auf die weiche Matte, immer einer neben dem anderen.
Der Tagesspiegel, 13.10.1999
Besonders im Troggarten und in kleinen Anlagen wirken ihre flachen Matten schön.
Schacht, Wilhelm: Der Steingarten und seine Welt, Ludwigsburg: Ulmer 1953, S. 121
Der Herbst belegte die Wege mit Matten aus vergilbten Baumblättern.
Strittmatter, Erwin: Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 55
Das Grün der Hänge weckt die Vorstellung der Waldungen und Matten.
Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 1913, Nr. 15/16, Bd. 65
Auf den grünen Matten, welche sich in weitem Abhang in die Tiefe senken, ruht bereits der Schein des emporsteigenden Tagesgestirns.
Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 131
Zitationshilfe
„Matte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Matte#2>, abgerufen am 20.01.2021.

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