Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Matz, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Matzes · Nominativ Plural: Matze/Mätze
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Matz‹ als Letztglied: Dreckmatz · Hemdenmatz · Hosenmatz · Lumpenmatz · Piepmatz · Sohnematz · Starmatz
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft kleiner Kerl
Beispiele:
beim Spielen mit anderen Kindern fühlt sich der kleine Matz wohl
die Mätze planschten lustig im Wasser
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Matz m. mit affektischer Lautverschärfung gebildete Koseform (16. Jh.) zu Matthias, Matthäus; als Appellativum ‘kleiner Kerl’, vgl. Hemden-, Hosen-, Piep-, Starmatz. Vielfach deminutiv Mätzchen ‘kleiner, spaßhafter Kerl’, im Plural auch ‘Unsinn, Unfug, Kniff (um Aufsehen zu erregen)’, geläufig in der Wendung Mätzchen machen ‘Unfug, Ausflüchte, Schwierigkeiten machen’ (belegt 19. Jh., doch vielleicht älter).

Verwendungsbeispiele für ›Matz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus den letzten Heften hat mir am besten die Geschichte »Lieber Matz! [Die Zeit, 18.10.2010, Nr. 42]
Er blinzelte zu den Zweigen auf, zu den flinken grauen Mätzen. [Die Zeit, 19.12.1946, Nr. 44]
Doch habe Matz die Bereitschaft nicht erkennen lassen, seine Thesen zu überdenken. [Der Tagesspiegel, 18.08.2004]
Beide Male, sagt Matz, habe er etwas zu besprechen gehabt. [Der Tagesspiegel, 26.06.2004]
Aber wenn ich dir raten darf: Laß die Finger von Matz! [Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 402]
Zitationshilfe
„Matz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Matz>.

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