Mausoleum, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mausoleums · Nominativ Plural: Mausoleen
Aussprache
WorttrennungMau-so-le-um (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

monumentales, prunkvolles Grabmal
Beispiele:
das Mausoleum des Kaisers Hadrian
ein Mausoleum erbauen, errichten lassen
dem Mausoleum Lenins auf dem Roten Platz in Moskau einen Besuch abstatten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mausoleum n. ‘monumentales Grabmal in Gebäudeform’. Lat. Mausōlēum, griech. Μαυσώλειον heißt das prächtige Grabmal des Má͞usōlos (Μαύσωλος), des Königs von Karien, das dessen Witwe Artemisia in Halikarnassos errichten ließ. Es gilt in der Antike als eines der sieben Weltwunder, so daß die Bezeichnung bereits im Griech. den allgemeinen Sinn ‘prächtiges, monumentales Grabmal’ entwickelt. Im Dt. seit dem 16. Jh. als ‘Grabmal des Mausolos’, seit dem 17. Jh. verallgemeinert als ‘Prunkgrab’ bezeugt.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Grabstätte · Mausoleum
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beisetzung Friedenskirche Glassarg Grabmal Grabmoschee Grabstätte Gruft Imam Kranzniederlegung Kremlmauer Leichnam Minarett Moschee Nekropole Ostfriedhof Revolutionsführer Sarkophag Schloßpark Staatsgründer Sufi-Heilige aufbahren beisetzen bestatten bombastisch erbaut errichtet marmorn pompös prachtvoll prunkvoll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mausoleum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einem dieser Mausoleen ist es in den vergangenen elf Jahren wohnlich geworden.
Die Zeit, 29.11.2012, Nr. 48
Um zwei Uhr nachmittags waren sie immer noch nicht weiter, dann machte das Mausoleum zu.
Der Tagesspiegel, 09.12.2000
Es steht in dem Mausoleum in mir, neben den Bildern der erdachten Gestalten, der bald auflebenden und bald absterbenden Figuren.
Bachmann, Ingeborg: Malina, Gütersloh: Bertelsmann 1992 [1971], S. 111
Im späteren Abschnitt der Phase erscheinen zwei neue Typen sakraler Bauten, das Theater und das Mausoleum.
Geyer, H.-G.: Kunst. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 33017
Eines der wichtigsten Spätwerke ist das Mausoleum im Park von Castle Howard (1726).
o. A.: Lexikon der Kunst - H. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 16645
Zitationshilfe
„Mausoleum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mausoleum>, abgerufen am 17.10.2019.

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