Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Maxime, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Maxime · Nominativ Plural: Maximen
Aussprache 
Worttrennung Ma-xi-me
Wortbildung  mit ›Maxime‹ als Letztglied: Erziehungsmaxime · Grundmaxime · Handlungsmaxime · Lebensmaxime · Staatsmaxime
Herkunft zu gleichbedeutend maximalat, eigentlich ‘die größte, bedeutendste, wichtigste’, vgl. gleichbedeutend maximefrz
eWDG

Bedeutung

Lebensregel, Grundsatz
Beispiele:
eine erprobte, klare, praktische, private, richtige Maxime
die oberste Maxime seines Lebens
eine Maxime aufstellen, haben, verfolgen, verwirklichen
nach einer Maxime leben
etw. zu seiner Maxime erheben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Maxime f. ‘allgemeine Lebensregel, Grundsatz, Denkspruch’ ist seit dem 16. Jh. in der lat. Form Maxima in dt. Texten gebräuchlich, bis sich unter Einfluß von frz. maxime die auf der vorletzten Silbe betonte Form Maxime durchsetzt (17. Jh.). Zugrunde liegt lat. maxima, fem. Sing. von lat. maximus (Superlativ zu lat. magnus ‘groß’, auch ‘bedeutend, wichtig, obenanstehend’), das im Mlat. und in der lat. Wissenschaftssprache aus Fügungen wie maxima propositio, sententia, regula verselbständigt und substantiviert wird.

Thesaurus

Synonymgruppe
Grundregel · Grundsatz · Leitfaden · Maxime · Prinzip · Regel
Oberbegriffe
  • handlungsleitende Norm(en)
Assoziationen
Synonymgruppe
Axiom · Erkenntnis · Grundprinzip · Grundsatz · Grundsatz von allgemeiner Geltung · Hauptsatz · Lehrsatz · Leitsatz · Wahrheit  ●  Maxime  geh. · Theorem  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Leitsatz · Leitspruch · Losung · Motto · Parole · Slogan · Wahlspruch  ●  Credo  fig. · Devise  Hauptform · Maxime  Hauptform · Mantra  ugs., fig.
Oberbegriffe
  • handlungsleitende Norm(en)
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Maxime‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Maxime‹.

Verwendungsbeispiele für ›Maxime‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Maxime sei immer gewesen, besser zweimal als einmal miteinander zu sprechen. [Nr. 175: Delegationsgespräch Kohl mit Gorbatschow vom 10. Februar 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 27981]
Die Inhalte solcher Maximen aber pflegt man als »Naturrecht« zu bezeichnen. [Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 616]
Nur wenn sie über Kunst schreiben, scheint diese Maxime nicht zu gelten. [C’t, 1998, Nr. 14]
Wer früher bescheiden war, bleibt auch nach dem Preis seiner Maxime treu. [o. A.: Der stille Star. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1998 [1997]]
Dabei sollte die Moral, das heißt die Idee der Menschenrechte, die Maxime des politischen Handelns sein. [Die Zeit, 20.05.1999, Nr. 21]
Zitationshilfe
„Maxime“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Maxime>.

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