Mechaniker, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mechanikers · Nominativ Plural: Mechaniker
Aussprache 
Worttrennung Me-cha-ni-ker
Herkunft Griechisch
Wortzerlegung Mechanik-er
Wortbildung  mit ›Mechaniker‹ als Erstglied: ↗Mechanikerin  ·  mit ›Mechaniker‹ als Letztglied: ↗Automechaniker · ↗Automobilmechaniker · ↗Bordmechaniker · ↗Fahrradmechaniker · ↗Feinmechaniker · ↗Fernsehmechaniker · ↗Flugzeugmechaniker · ↗Funkmechaniker · ↗Industriemechaniker · ↗KFZ-Mechaniker · ↗Kfz-Mechaniker · ↗Kraftfahrzeugmechaniker · ↗Maschinenbaumechaniker · ↗Motorradmechaniker · ↗Orthopädiemechaniker · ↗Präzisionsmechaniker · ↗Rundfunkmechaniker · ↗Schiffsmechaniker · ↗Werkzeugmechaniker · ↗Zerspanungsmechaniker · ↗Zweiradmechaniker
eWDG, 1974

Bedeutung

Facharbeiter, der Einzelteile für Maschinen oder technische Geräte herstellt, zusammensetzt, diese Maschinen und Geräte prüft und instand hält
Beispiele:
er lernt, ist Mechaniker
das muss der Mechaniker machen, nachsehen
Ihr Onkel war Mechaniker am Institut für experimentelle Physik und als solcher ein Meister im Anfertigen von wissenschaftlichen Modellen und Meßgeräten [ E. WeißVerschwender287]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mechanik · mechanisch · Mechanikus · Mechaniker · Mechanismus · mechanisieren
Mechanik f. Lehre von Gleichgewicht und Bewegung der Körper, ‘Maschinenkunde, Getriebe’, entlehnt (17. Jh.) aus spätlat. mēchanica, griech. mēchaniká (μηχανικά), mēchanikḗ (téchnē) (μηχανικὴ τέχνη) ‘Wissenschaft von den Gesetzen und der Bewegung der Körper’. Lat. mēchanicus, griech. mēchanikós (μηχανικός) ‘erfinderisch, kunstreich, geschickt, zu Maschinen gehörig’, substantiviert ‘Maschinenbauer’, abgeleitet von griech. mēchanḗ (μηχανή) ‘(Hilfs)mittel, Erfindung, Apparat, Kunstgriff, List’, ergibt mechanisch Adj. ‘zur Mechanik gehörig’ (16. Jh.), danach ‘unbewußt, gewohnheitsmäßig’ (18. Jh.), und Mechanikus m. (16. Jh.), im 19. Jh. abgelöst durch Ende des 18. Jhs. aufkommendes Mechaniker m. ‘Feinschlosser, Facharbeiter zur Wartung und Reparatur von Apparaten und Maschinen’. Mechanismus m. ‘Getriebe, Zusammenspiel von allen Teilen einer Maschine, selbsttätiger, maschinenmäßiger Ablauf’ (18. Jh.), frz. mécanisme, im Dt. lautlich relatinisiert. mechanisieren Vb. ‘auf mechanischen Ablauf umstellen, Handarbeit durch Maschinenarbeit ablösen’ (20. Jh.), frz. mécaniser.

Thesaurus

Synonymgruppe
Mechaniker  ●  ↗Schrauber  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Mechaniker‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mechaniker‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mechaniker‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er sei unter Drohungen zum Schweigen gezwungen worden, sagte der Mechaniker.
Der Tagesspiegel, 21.09.1999
Dazwischen haben die Mechaniker gerade einmal zehn Minuten Zeit, die gröbsten Schäden zu beheben.
Süddeutsche Zeitung, 05.05.1999
Der blaue Overall der Mechaniker wurde zu einer Art von Uniform.
Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 208
Ein Mechaniker von dort arbeitet von fünf bis sieben umsonst.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1936. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1936], S. 79
Dann sagte der eine, er studiere jetzt Jus, der andere sagte, er sei Mechaniker.
Walser, Martin: Ehen in Philippsburg, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1957], S. 177
Zitationshilfe
„Mechaniker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mechaniker>, abgerufen am 01.12.2020.

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