Meer, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Meeres · Nominativ Plural: Meere
Wortbildung mit ›Meer‹ als Erstglied: ↗Meeraal · ↗Meerbarbe · ↗Meerblick · ↗Meerbrasse · ↗Meerbrassen · ↗Meerbusen · ↗Meerenge · ↗Meerente · ↗Meeresarm · ↗Meeresbiologe · ↗Meeresbiologie · ↗Meeresblick · ↗Meeresboden · ↗Meeresbucht · ↗Meereschemie · ↗Meereseinsamkeit · ↗Meeresfauna · ↗Meeresflora · ↗Meeresforschung · ↗Meeresfrucht · ↗Meeresgeologie · ↗Meeresgott · ↗Meeresgrund · ↗Meeresklima · ↗Meeresklippe · ↗Meereskunde · ↗Meereslebewesen · ↗Meeresluft · ↗Meeresmuschel · ↗Meeresoberfläche · ↗Meeresrauschen · ↗Meeresriese · ↗Meeresschildkröte · ↗Meeresschutz · ↗Meeresschutzzone · ↗Meeressediment · ↗Meeresspiegel · ↗Meeresstrand · ↗Meeresströmung · ↗Meeressäugetier · ↗Meerestechnik · ↗Meerestiefe · ↗Meeresufer · ↗Meereswelle · ↗Meerfahrt · ↗Meerfrau · ↗Meerjungfrau · ↗Meerkatze · ↗Meerklippe · ↗Meermuschel · ↗Meerotter · ↗Meersalat · ↗Meersalz · ↗Meerschaum · ↗Meerschildkröte · ↗Meerschwein · ↗Meerschweinchen · ↗Meervogel · ↗Meerwasser · ↗Meerzwiebel · ↗meerblau · ↗meergrün · ↗meerwärts
 ·  mit ›Meer‹ als Letztglied: ↗Binnenmeer · ↗Blumenmeer · ↗Blütenmeer · ↗Dächermeer · ↗Einbruchmeer · ↗Einbruchsmeer · ↗Eismeer · ↗Fahnenmeer · ↗Felsenmeer · ↗Felsmeer · ↗Feuermeer · ↗Flammenmeer · ↗Funkenmeer · ↗Hauptmeer · ↗Häusermeer · ↗Inselmeer · ↗Küstenmeer · ↗Lichtermeer · ↗Menschenmeer · ↗Mittelmeer · ↗Nebelmeer · ↗Nebenmeer · ↗Nordmeer · ↗Polarmeer · ↗Randmeer · ↗Sandmeer · ↗Schelfmeer · ↗Sternenmeer · ↗Trümmermeer · ↗Wattenmeer · ↗Weltenmeer · ↗Weltmeer
 ·  mit ›Meer‹ als Binnenglied: ↗untermeerisch
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
die gesamte zusammenhängende Masse des Salzwassers auf der Erdoberfläche oder ein großer abgegrenzter Teil davon, Ozean
Beispiele:
das Meer bedeckt einen großen Teil der Erdkugel
das blaue, weite, unendliche, offene, wogende, brausende Meer
das Gelbe, Rote, Schwarze, Mittelländische Meer
das Meer wogt und braust, liegt still, ist spiegelglatt
auf dem Grunde des Meeres
die Tiefen des Meeres
mit Präposition
in Verbindung mit »am«, »an«
Beispiele:
am Meer sein, wohnen
ans Meer fahren, reisen
in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
auf das (offene) Meer hinausfahren
Schiffe auf dem Meer
ein Haus mit Blick auf das Meer
in Verbindung mit »aus«
Beispiel:
aus dem Meer auftauchen, aufsteigen
in Verbindung mit »in«, »im«
Beispiele:
eine Insel im Meer
im, ins Meer sinken, versinken
etw. im, ins Meer versenken
in Verbindung mit »über«
Beispiele:
der Himmel über dem Meer
über das Meer fahren
die Sonne geht über dem Meer auf, unter
der Sturm rast übers Meer
etw. ist vorhanden wie Sand am Meeretw. ist in sehr großer Menge vorhanden
Beispiele:
er hat Geld wie Sand am Meer
dort gibt es Pilze wie Sand am Meer
gehoben, bildlich
Beispiele:
im Meer der Dunkelheit untertauchen
im Meer der Vergangenheit versinken
2.
übertragen ein Meer voneine sehr große Menge
Beispiele:
ein Meer von Bäumen, Blumen, Blüten, Dächern, Fahnen, Häusern, Menschen
der Saal war in ein Meer von Licht, Tönen getaucht
ein Meer von Blut und Tränen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Meer · Meerenge · Meerkatze · Meerschaum · Meerschweinchen · Meerschwein
Meer n. ‘zusammenhängende, das Festland umgebende Wassermasse’. Die germ. Bezeichnungen ahd. meri (8. Jh.), mhd. mer, asächs. meri, mnd. mēr, mnl. mēre, nl. meer, anord. marr, afries. aengl. mere ‘Meer, Binnensee, Sumpf’, engl. mere ‘Binnensee, Teich, Pfuhl’, schwed. (mundartlich) mar, dän. (mundartlich) mare ‘Moor, Sumpf, Morast’ (germ. *mari-) sowie das erste Kompositionsglied in got. marisaiws ‘See’ gehen mit lat. mare, air. muir, bret. mor, aslaw. moŕe (vgl. aslaw. pomorịje ‘Küstengebiet, Strand’, wozu Pommern), russ. móre (море), lit. mãrė, meist Plur. mȃrės, mãrios ‘Meer, See, Haff’ auf ie. *mori (bzw. ablautendes *mari?) ‘Meer’ zurück (wozu auch mit sk-Suffix gebildetes ↗Marsch f., s. d., und dehnstufiges ↗Moor, s. d., gehören). Im Germ. stehen die Bedeutungen ‘Meer’ und ‘stehendes Gewässer, Binnensee, Sumpf’ nebeneinander. Meerenge f. (17. Jh.), Zusammensetzung aus der voraufgehenden Fügung Enge des Meeres (16. Jh.). Meerkatze f. langgeschwänzte afrikanische Affenart, ahd. merikazza (11. Jh.), mhd. merkatze, mnd. mērkatte, mnl. meercatte, nl. meerkat, so benannt, weil sie aus Afrika über das Meer nach Europa gebracht wurde. Meerschaum m. in Kleinasien vorkommendes weißlich-graues Mineral (18. Jh.), das für verhärteten Meeresschaum gehalten wird; bereits im 14. Jh. steht merschūm als Übersetzung von lat. spūma maris ‘Schaum, Gischt des Meeres’ für ‘Koralle’ und wurde dann auf das weiße, leichte, auf dem Wasser schwimmende Mineral übertragen. Meerschweinchen n. Name für ein aus Südamerika über das Meer gekommenes, wie ein Schwein quiekendes Nagetier (17. Jh.), unabhängige Bildung neben älterem, bis ins 19. Jh. üblichem Meerschwein n. ‘Delphin’, ahd. meriswīn (9. Jh.), mhd. merswīn (eine Übersetzung von lat. porcus marīnus); gelegentlich auch ‘Stachelschwein’ (16. bis 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(die) See · Meer · ↗Ozean  ●  ↗Weltmeer  geh., literarisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Festlandssockel · ↗Kontinentalschelf · ↗Kontinentalsockel · Küstenflachmeer · ↗Schelf
  • Arktik · Arktische See · Arktischer Ozean · Nordpolarmeer · Nördliches Eismeer
  • Europäisches Mittelmeer · Mittelländisches Meer · ↗Mittelmeer
  • Baltische See · Baltisches Meer · ↗Ostsee · Suevisches Meer  ●  Mare Balticum  lat. · Badewanne der Nation  ugs.
  • Marmarameer · Marmormeer
  • Nordsee  ●  Deutsches Meer  veraltet
  • Grönlandmeer · Grönlandsee
  • Antarktik · Antarktischer Ozean · Südlicher Ozean · Südliches Eismeer · Südpolarmeer
  • Philippinensee · Philippinisches Meer
  • Großer Ozean · ↗Pazifik · Pazifischer Ozean · Stiller Ozean
  • Atlantik · Atlantischer Ozean  ●  großer Teich  ugs.
  • Indik · Indischer Ozean
  • Malukusee · Molukkensee
  • Beringmeer · Beringsee
Assoziationen
Antonyme
  • Meer

Typische Verbindungen
computergeneriert

Berg Fels Fluß Himmel Insel Küste Meter Sand Sonne Strand Tiefe Wind Zugang arabisch blau fischen gelb ionisch kaspisch offen ostchinesisch schwarz schwimmen spülen stürzen südchinesisch versenken versinken Öl ägäisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Meer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Rund ein Viertel der Fänge landet bisher wieder im Meer.
Die Zeit, 11.02.2013, Nr. 06
Man wird sich daran gewöhnen, auch nicht mehr ins Meer zu gehen.
konkret, 1988
Uralt ist daher auch der Brauch seefahrender Völker, ihre Toten ins Meer zu versenken.
P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1978, Nr. 12
Der Wind, der fast immer durch die Stadt zog, brachte den Geruch des Meeres mit.
Morgner, Irmtraud: Rumba auf einen Herbst, Hamburg u. a.: Luchterhand 1992 [1965], S. 225
In stillen Nächten wie dieser hörte man hier schon das Meer rauschen.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 270
Zitationshilfe
„Meer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Meer>, abgerufen am 20.10.2019.

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