Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Meer, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Meer(e)s · Nominativ Plural: Meere
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Meer‹ als Erstglied: Meeraal · Meerbarbe · Meerblick · Meerbrasse · Meerbrassen · Meerbusen · Meereiche · Meereis · Meerenge · Meerengel · Meerente · Meeresaal · Meeresalge · Meeresarm · Meeresbarbe · Meeresbecken · Meeresbiologe · Meeresbiologie · Meeresbiologin · Meeresblick · Meeresboden · Meeresbucht · Meereschemie · Meereseinsamkeit · Meeresfauna · Meeresfisch · Meeresflora · Meeresforelle · Meeresforschung · Meeresfrucht · Meeresgeologie · Meeresgestade · Meeresgetier · Meeresgott · Meeresgrund · Meereshorizont · Meereshöhe · Meeresjungfrau · Meeresklima · Meeresklippe · Meereskunde · Meereslandschaft · Meereslebewesen · Meeresluft · Meeresmuschel · Meeresoberfläche · Meeresplankton · Meeresrauschen · Meeresriese · Meeresschildkröte · Meeresschutz · Meeresschutzzone · Meeressediment · Meeresspiegel · Meeresstrand · Meeresstraße · Meeresströmung · Meeressäugetier · Meerestechnik · Meerestiefe · Meeresufer · Meeresungeheuer · Meeresungetüm · Meeresvogel · Meereswasser · Meereswelle · Meereswunder · Meerfahrt · Meerfarbe · Meerforelle · Meerfrau · Meergestade · Meergetier · Meerhorizont · Meerjungfrau · Meerkatze · Meerklippe · Meerkohl · Meermuschel · Meerotter · Meersalat · Meersalz · Meerschaum · Meerschildkröte · Meerschwein · Meerschweinchen · Meerstrand · Meertrübeli · Meerungetüm · Meervogel · Meerwasser · Meerwelle · Meerwunder · Meerzwiebel · meerblau · meergrün · meerwärts
 ·  mit ›Meer‹ als Letztglied: Binnenmeer · Blumenmeer · Blütenmeer · Dächermeer · Einbruchmeer · Einbruchsmeer · Eismeer · Epikontinentalmeer · Fahnenmeer · Farbenmeer · Farbmeer · Felsenmeer · Felsmeer · Feuermeer · Flammenmeer · Funkenmeer · Hauptmeer · Häusermeer · Inselmeer · Küstenmeer · Lichtermeer · Litorinameer · Littorinameer · Menschenmeer · Mittelmeer · Nebelmeer · Nebenmeer · Nordmeer · Polarmeer · Randmeer · Sandmeer · Schelfmeer · Sternenmeer · Tethysmeer · Trümmermeer · Urmeer · Wattenmeer · Weltenmeer · Weltmeer · Yoldiameer
 ·  mit ›Meer‹ als Binnenglied: untermeerisch
Mehrwortausdrücke  das Schwarze Meer · wie Sand am Meer
eWDG

Bedeutungen

1.
die gesamte zusammenhängende Masse des Salzwassers auf der Erdoberfläche oder ein großer abgegrenzter Teil davon, Ozean
Beispiele:
das Meer bedeckt einen großen Teil der Erdkugel
das blaue, weite, unendliche, offene, wogende, brausende Meer
das Gelbe, Rote, Schwarze, Mittelländische Meer
das Meer wogt und braust, liegt still, ist spiegelglatt
auf dem Grunde des Meeres
die Tiefen des Meeres
mit Präposition
Grammatik: in Verbindung mit »am«, »an«
Beispiele:
am Meer sein, wohnen
ans Meer fahren, reisen
Grammatik: in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
auf das (offene) Meer hinausfahren
Schiffe auf dem Meer
ein Haus mit Blick auf das Meer
Grammatik: in Verbindung mit »aus«
Beispiel:
aus dem Meer auftauchen, aufsteigen
Grammatik: in Verbindung mit »in«, »im«
Beispiele:
eine Insel im Meer
im, ins Meer sinken, versinken
etw. im, ins Meer versenken
Grammatik: in Verbindung mit »über«
Beispiele:
der Himmel über dem Meer
über das Meer fahren
die Sonne geht über dem Meer auf, unter
der Sturm rast übers Meer
etw. ist vorhanden wie Sand am Meeretw. ist in sehr großer Menge vorhanden
Beispiele:
er hat Geld wie Sand am Meer
dort gibt es Pilze wie Sand am Meer
gehoben, bildlich
Beispiele:
im Meer der Dunkelheit untertauchen
im Meer der Vergangenheit versinken
2.
übertragen ein Meer voneine sehr große Menge
Beispiele:
ein Meer von Bäumen, Blumen, Blüten, Dächern, Fahnen, Häusern, Menschen
der Saal war in ein Meer von Licht, Tönen getaucht
ein Meer von Blut und Tränen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Meer · Meerenge · Meerkatze · Meerschaum · Meerschweinchen · Meerschwein
Meer n. ‘zusammenhängende, das Festland umgebende Wassermasse’. Die germ. Bezeichnungen ahd. meri (8. Jh.), mhd. mer, asächs. meri, mnd. mēr, mnl. mēre, nl. meer, anord. marr, afries. aengl. mere ‘Meer, Binnensee, Sumpf’, engl. mere ‘Binnensee, Teich, Pfuhl’, schwed. (mundartlich) mar, dän. (mundartlich) mare ‘Moor, Sumpf, Morast’ (germ. *mari-) sowie das erste Kompositionsglied in got. marisaiws ‘See’ gehen mit lat. mare, air. muir, bret. mor, aslaw. moŕe (vgl. aslaw. pomorịje ‘Küstengebiet, Strand’, wozu Pommern), russ. móre (море), lit. mãrė, meist Plur. mȃrės, mãrios ‘Meer, See, Haff’ auf ie. *mori (bzw. ablautendes *mari?) ‘Meer’ zurück (wozu auch mit sk-Suffix gebildetes Marsch2 f., s. d., und dehnstufiges Moor1, s. d., gehören). Im Germ. stehen die Bedeutungen ‘Meer’ und ‘stehendes Gewässer, Binnensee, Sumpf’ nebeneinander. Meerenge f. (17. Jh.), Zusammensetzung aus der voraufgehenden Fügung Enge des Meeres (16. Jh.). Meerkatze f. langgeschwänzte afrikanische Affenart, ahd. merikazza (11. Jh.), mhd. merkatze, mnd. mērkatte, mnl. meercatte, nl. meerkat, so benannt, weil sie aus Afrika über das Meer nach Europa gebracht wurde. Meerschaum m. in Kleinasien vorkommendes weißlich-graues Mineral (18. Jh.), das für verhärteten Meeresschaum gehalten wird; bereits im 14. Jh. steht merschūm als Übersetzung von lat. spūma maris ‘Schaum, Gischt des Meeres’ für ‘Koralle’ und wurde dann auf das weiße, leichte, auf dem Wasser schwimmende Mineral übertragen. Meerschweinchen n. Name für ein aus Südamerika über das Meer gekommenes, wie ein Schwein quiekendes Nagetier (17. Jh.), unabhängige Bildung neben älterem, bis ins 19. Jh. üblichem Meerschwein n. ‘Delphin’, ahd. meriswīn (9. Jh.), mhd. merswīn (eine Übersetzung von lat. porcus marīnus); gelegentlich auch ‘Stachelschwein’ (16. bis 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(die) See · Meer · Ozean  ●  Weltmeer  geh., literarisch
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Wasser  Hauptform · Aqua  fachspr., lat. · H2O  fachspr., Abkürzung · H₂O  fachspr., Abkürzung · Nass  geh. · Quell des Lebens  geh., poetisch · blaues Gold  geh., literarisch · das nasse Element  geh., literarisch · kostbares Nass  geh. · kühles Nass  ugs., mediensprachlich
  • Fische (im Meer)  ●  Außenbordskameraden  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Meer‹ (berechnet)

Binnenmeer Küste Tiefe adriatisch arktisch asowsche asowschen aufgewühlt baltisch blau gelb ionisch japanisch karibisch kaspisch ochotskischen offen ostchinesisch rot schwarz steinern steinhudeer südchinesisch tiefblau tote tropisch tyrrhenischen türkisblau türkisfarben ägäisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Meer‹.

Verwendungsbeispiele für ›Meer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Uralt ist daher auch der Brauch seefahrender Völker, ihre Toten ins Meer zu versenken. [P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1978, Nr. 12]
Man weiß nicht viel vom Leben dieser Tiere in der Weite des Meeres. [Frisch, Karl von: Erinnerungen eines Biologen, Berlin: Springer 1957, S. 24]
Nur das gab Kraft, den Bann des verrufenen westlichen Meers zu brechen. [Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 2, Berlin: Aufbau-Verl. 1955, S. 342]
Es wird gegründet sein, um dem Meer möglichst nahe zu sein. [Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 24910]
Meer müsste es auf alle Fälle geben, aber da sollte es auch Berge geben. [Die Zeit, 02.12.1999, Nr. 49]
Zitationshilfe
„Meer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Meer>.

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