Meerkatze, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Meer-kat-ze
Wortzerlegung MeerKatze
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

(im Süden Afrikas heimischer) Affe mit lebhaft gezeichnetem Fell, rundlichem Kopf u. langem Schwanz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Meer · Meerenge · Meerkatze · Meerschaum · Meerschweinchen · Meerschwein
Meer n. ‘zusammenhängende, das Festland umgebende Wassermasse’. Die germ. Bezeichnungen ahd. meri (8. Jh.), mhd. mer, asächs. meri, mnd. mēr, mnl. mēre, nl. meer, anord. marr, afries. aengl. mere ‘Meer, Binnensee, Sumpf’, engl. mere ‘Binnensee, Teich, Pfuhl’, schwed. (mundartlich) mar, dän. (mundartlich) mare ‘Moor, Sumpf, Morast’ (germ. *mari-) sowie das erste Kompositionsglied in got. marisaiws ‘See’ gehen mit lat. mare, air. muir, bret. mor, aslaw. moŕe (vgl. aslaw. pomorịje ‘Küstengebiet, Strand’, wozu Pommern), russ. móre (море), lit. mãrė, meist Plur. mȃrės, mãrios ‘Meer, See, Haff’ auf ie. *mori (bzw. ablautendes *mari?) ‘Meer’ zurück (wozu auch mit sk-Suffix gebildetes ↗Marsch2 f., s. d., und dehnstufiges ↗Moor1, s. d., gehören). Im Germ. stehen die Bedeutungen ‘Meer’ und ‘stehendes Gewässer, Binnensee, Sumpf’ nebeneinander. Meerenge f. (17. Jh.), Zusammensetzung aus der voraufgehenden Fügung Enge des Meeres (16. Jh.). Meerkatze f. langgeschwänzte afrikanische Affenart, ahd. merikazza (11. Jh.), mhd. merkatze, mnd. mērkatte, mnl. meercatte, nl. meerkat, so benannt, weil sie aus Afrika über das Meer nach Europa gebracht wurde. Meerschaum m. in Kleinasien vorkommendes weißlich-graues Mineral (18. Jh.), das für verhärteten Meeresschaum gehalten wird; bereits im 14. Jh. steht merschūm als Übersetzung von lat. spūma maris ‘Schaum, Gischt des Meeres’ für ‘Koralle’ und wurde dann auf das weiße, leichte, auf dem Wasser schwimmende Mineral übertragen. Meerschweinchen n. Name für ein aus Südamerika über das Meer gekommenes, wie ein Schwein quiekendes Nagetier (17. Jh.), unabhängige Bildung neben älterem, bis ins 19. Jh. üblichem Meerschwein n. ‘Delphin’, ahd. meriswīn (9. Jh.), mhd. merswīn (eine Übersetzung von lat. porcus marīnus); gelegentlich auch ‘Stachelschwein’ (16. bis 18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Meerkatze‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Meerkatze‹.

Verwendungsbeispiele für ›Meerkatze‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die scheue Meerkatze war mehrfach gesichtet worden, konnte aber nicht eingefangen werden.
Bild, 21.12.2004
Als die Gruppe nach einer Stunde in einen stillen Seitenarm einfährt, springen dort meckernde Meerkatzen von Ast zu Ast.
Die Zeit, 05.07.2010, Nr. 27
Mitten unter Meerkatzen erkannte ich ihn an seinem roten Gürtelchen.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 241
Die "normalen" Affen wie der Pavian oder die Meerkatze nehmen dagegen, wenn man das Gehirn betrachtet, eine untere Sprosse auf der Leiter der Evolution ein.
o. A. [H. L.]: Primaten. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]
Meerkatzen sind Affen, keine Katzen, und leben auch nicht am Meer, sondern in den Wäldern und Savannen Afrikas.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 101
Zitationshilfe
„Meerkatze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Meerkatze>, abgerufen am 28.02.2021.

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