Meerrettich, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Meerrettich(e)s · Nominativ Plural: Meerrettiche
Aussprache 
Worttrennung Meer-ret-tich
Wortbildung  mit ›Meerrettich‹ als Erstglied: ↗Meerrettichcreme · ↗Meerrettichcrème · ↗Meerrettichsauce · ↗Meerrettichsoße · ↗Meerrettichtunke
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
kultivierte oder wildwachsende Pflanze mit langer, scharf schmeckender fleischiger Pfahlwurzel
Grammatik: nur im Singular
2.
Wurzel von 1
Beispiele:
ein Stück Meerrettich
geriebener Meerrettich
eine Speise mit Meerrettich würzen, schärfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Meerrettich m. Name der scharfschmeckenden Gewürzwurzel, die etwa im 9. Jh., aus Südosteuropa kommend, in Mitteleuropa bekannt wird. Ahd. mer(i)ratih (9./10. Jh.), mhd. merretich ist wohl als eine Zusammensetzung des unter ↗Rettich (s. d.) behandelten Wortes mit ahd. meri (nhd.Meer, s. d.) anzusehen, der Name also als ‘der über das Meer gekommene’, d. h. ‘der fremde, der ausländische Rettich’ zu verstehen (s. ↗Meerkatze, ↗Meerschweinchen). Dagegen ist Anschluß an ahd. mēr ‘größer’ (s. ↗mehr) und Annahme einer Bedeutung ‘größerer Rettich’ (gegenüber dem einheimischen kleineren) wenig wahrscheinlich, da für das Ahd. langes ē in mer- durch die überlieferten Schreibungen nicht zu stützen ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Meerrettich  ●  ↗Kren  österr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Meerrettich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Meerrettich‹.

Verwendungsbeispiele für ›Meerrettich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Meerrettich zeichnet sich also vor allem durch seinen Gehalt an schwefelhaltigen ätherischen Ölen aus.
o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 365
Meerrettich kommt frisch gerieben in die Soße und stammt nicht etwa aus dem Glas.
Süddeutsche Zeitung, 11.04.2002
Da fehlt dann nicht nur der Meerrettich, sondern auch das Salz und das Öl.
Die Zeit, 22.03.2010, Nr. 12
Außerdem werden die Gäste erfreut sein, wenn ihnen geriebener Meerrettich gereicht wird.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 159
Der zarte Geschmack der Forelle wird durch den Meerrettich völlig "erdrückt".
Neumann, Heinz u. Scharfe, Adolf: Gekonnt serviert, Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 74
Zitationshilfe
„Meerrettich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Meerrettich>, abgerufen am 20.09.2020.

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