Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Megäre, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Megäre · Nominativ Plural: Megären
Aussprache 
Worttrennung Me-gä-re (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Megäre‹ als Erstglied: megärenhaft
Herkunft Griechisch
eWDG

Bedeutung

bösartige Frau

Thesaurus

Synonymgruppe
Furie · Zicke · zänkisches Weib  ●  Besen  ugs. · Drachen  ugs. · Gewitterziege  ugs. · Giftnudel  ugs. · Hausdrachen  ugs. · Hippe  ugs. · Kratzbürste  ugs. · Krähe  ugs. · Meckertante  ugs. · Meckerziege  ugs. · Megäre  geh., bildungssprachlich · Schlange  ugs. · Xanthippe  geh. · Zimtzicke  ugs., ruhrdt. · Zippe  ugs. · boshaftes Weibsstück  ugs. · feuerspeiender Drache  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›Megäre‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn selbst das nichts half, dann riet die Megäre den Männern, gegen das Mädchen Gewalt anzuwenden. [Friedländer, Hugo: Ein entmenschtes Weib - Die Engelmacherin Wiese. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 246]
Hier brach nun alles Untergründige, gelockt durch die Gestalt der Megäre, hervor. [Die Zeit, 17.11.1978, Nr. 47]
Je älter sie wurde, desto monströser gerieten dieser Schauspielerin die Monster, die Megären, die Mütter. [Süddeutsche Zeitung, 31.10.1994]
Als Fossil der bürgerlichen Hochschätzung der Frau ragt in die Gegenwart die Megäre herein. [Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 291]
Sie beherrscht weder den österreichischen Tonfall noch einen süddeutschen Dialekt, und ihr feuerrotes Haar sieht aus wie die Löwenmähne einer Megäre. [Die Zeit, 15.11.1991, Nr. 47]
Zitationshilfe
„Megäre“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Meg%C3%A4re>.

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