Meise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Meise · Nominativ Plural: Meisen
Aussprache
WorttrennungMei-se
Wortbildung mit ›Meise‹ als Letztglied: ↗Beutelmeise · ↗Haubenmeise · ↗Sumpfmeise · ↗Tannenmeise · ↗Vollmeise · ↗Weidenmeise
eWDG, 1974

Bedeutung

kleiner, in mehreren Arten vorkommender Singvogel mit kurzem Schnabel und kurzen Flügeln
Beispiele:
die Meisen im Baum, Garten
eine Meise sitzt vor dem Fenster
landschaftlich, (besonders) berlinisch, salopp, übertragen eine Meise habeneinen Vogel haben, ein bisschen verrückt sein
Beispiel:
du hast wohl 'ne Meise!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Meise f. Der Name des kleinen Singvogels ahd. meisa (9./10. Jh.), mhd. meise, mnd. mnl. mēse, nl. mees, aengl. māse (engl. -mouse in Anlehnung an engl. mouse ‘Maus’), anord. (weitergebildet) meisingr, schwed. mes ist vielleicht verwandt mit norw. meis ‘schwächlich’, fläm. mijzel ‘Bröckchen, Bißchen’, so daß germ. *maisō- auf ein Adjektiv germ. *maisa- ‘klein, winzig’ zurückzuführen und der Name als die ‘Kleine, Zierliche, Schwache’ zu deuten wäre. Stellt man Meise dagegen zum kelt. Namen für ‘Amsel’, kymr. mwyalch, müßte dieser, abweichend von der unter ↗Amsel (s. d.) gegebenen Erklärung, des Ablauts wegen aus ie. *meisalkā (und die Wurzelsilbe von lat. merula ‘Amsel’ wenig wahrscheinlich aus ie. *mis-) hergeleitet werden.

Thesaurus

Synonymgruppe
Glück  Hauptform · ↗Dusel  ugs. · ↗Fortune  geh., franz. · ↗Fortüne  geh. · Glick  ugs., bair. · Masel  ugs. · Masen  ugs., österr. · ↗Massel  ugs., jiddisch · Meise  ugs., österr. · ↗Schwein  ugs.
Assoziationen
  • (das) Glück auf seiner Seite haben · (das) Glück ist auf jemandes Seite · Glück haben  ●  Schwein haben  sprichwörtlich · (das) Glück ist jemandem hold  geh. · Fortuna lächelt (jemandem)  geh. · Fortuna meint es gut mit  geh., fig.
Synonymgruppe
Ameise (elektr.) · ↗Hubwagen · Meise (elektr.)
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amsel Fink Garten Maus Nistkasten Ohr Rotkehlchen Spatz Specht Star Vogel Zwitschern brüten füttern zwitschern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Meise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schließlich hat er auch schon viele mit so einer wilden Meise wie meiner erlebt.
Die Zeit, 13.09.2010, Nr. 37
Und einige, die sich für besonders schlau halten, haben einfach nur eine Meise.
Süddeutsche Zeitung, 08.06.2001
Zu den Futternäpfen in den Bäumen fliegen die listigen lustigen Meisen.
Brief von Wilhelm Busch an Johanna Keßler vom 24.12.1905. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1905], S. 20652
Allein den lieben Meisen, die meinen Garten durchzwitschern, habe ich vier Gattungen und elf Arten nachgezählt, und das sind gewiß nicht alle.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 108
Drei Mal des Tags, zu ihrer gewohnten Eßenszeit, kommen die flinken Meisen und picken daran.
Brief von Wilhelm Busch an Johanna Keßler vom 23.12.1901. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1901], S. 9050
Zitationshilfe
„Meise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Meise>, abgerufen am 19.10.2019.

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