Meistertitel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Meistertitels · Nominativ Plural: Meistertitel
Aussprache
WorttrennungMeis-ter-ti-tel
WortzerlegungMeisterTitel
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
Sport durch herausragende Leistungen erworbene Position als bester Teilnehmer in einem sportlichen Wettkampf oder Turnier, als Erster einer Liga
Beispiele:
Und ja, man merkt rund um diesen Traditionsklub, wie sehr sich die Menschen den Meistertitel wünschen. [Die Welt, 19.02.2019]
Der österreichische Fußball hat dasselbe Problem wie viele andere Ligen in Europa, in denen sich einzelne Vereine oben abgesetzt haben: Red Bull Salzburg bewegt sich finanziell und fußballerisch in eigenen Sphären, die jüngsten fünf Meistertitel gingen alle an RB [diesen Verein]. [Süddeutsche Zeitung, 31.07.2018]
Beachvolleyball: Meistertitel für Ludwig/Walkenhorst [Überschrift] [Welt am Sonntag, 11.09.2016, Nr. 37]
Er nahm nebenbei an Leichtathletikmeetings teil, und 1916, mit 22 Jahren, gewann er auf Anhieb die Meistertitel über 800 und 1500 m. [Neue Zürcher Zeitung, 23.08.2003]
Hinzu kommen für China (Männer) und Japan (Frauen) noch je ein Meistertitel in den Mannschaftswettkämpfen der vergangenen Woche. [Neues Deutschland, 15.04.1961]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: der deutsche, nationale Meistertitel
als Akkusativobjekt: den Meistertitel erringen, gewinnen, holen, verpassen, verteidigen, feiern
in Präpositionalgruppe/-objekt: der Favorit, ein Mitfavorit auf den Meistertitel
in Koordination: Meistertitel und Pokalsieg
hat Präpositionalgruppe/-objekt: der Meistertitel im Basketball, Eishockey, Fußball, Handball, Einzelzeitfahren, im Einzel
als Genitivattribut: der Gewinn, die Verteidigung des Meistertitels
2.
Handwerk durch eine entsprechende Ausbildung und Prüfung erworbener Titel (1) in einem bestimmten Handwerk
Beispiele:
Wie die Analysten […] ausgerechnet haben, kann ein Friseur mit Meistertitel üblicherweise ein Jahreseinkommen von 24.200 Euro erwarten, ein Kfz-Mechatroniker schafft brutto 35.000 Euro. [Die Welt, 12.03.2019]
Denn der Meistertitel sichere die Qualität im Handwerk und schütze dadurch auch die Kunden. [Süddeutsche Zeitung, 06.09.2012]
Die Bundesregierung kann […] durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Vorschriften über die Führung des Meistertitels in Verbindung mit sonstigen Bezeichnungen erlassen, die auf eine Tätigkeit im Handwerk hinweisen. [o. A.: Gewerbeordnung. In: Sartorius 1: Verfassungs- und Verwaltungsgesetze der Bundesrepublik Deutschland, München: Beck 1998]
Die Meisterprüfung erschwere den Weg in die Selbständigkeit, sie trage zu Schwarzarbeit und Arbeitslosigkeit bei, weil sie selbständige Handwerker ohne Meistertitel gegenüber ihren europäischen Kollegen benachteilige. In anderen EU-Ländern darf man sich ohne Meisterbrief selbständig machen. [Frankfurter Rundschau, 19.05.1998]
Meisterprüfung, Prüfung zur Erlangung des Meistertitels in einem Handwerk[…]. [o. A.: M. In: Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001, S. 47698. Zitiert nach: o. A.: M. In: Brockhaus’ Kleines Konversation-Lexikon, Leipzig: F.A. Brockhaus 1906.]

Typische Verbindungen zu ›Meistertitel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Meistertitel‹.

Zitationshilfe
„Meistertitel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Meistertitel>, abgerufen am 25.01.2020.

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