Membran, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Membran · Nominativ Plural: Membranen
WorttrennungMem-bran · Memb-ran (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

dünne, sehr elastische Platte, Haut
a)
Technik dünne, sehr elastische Platte, Haut, die zwischen zwei Hohlräumen deren gegenseitige Beeinflussung durch Druck zulässt und besonders zum Übertragen oder Erzeugen von Schallwellen dient
Beispiel:
die Membran im Telefon, Mikrofon, Lautsprecher
b)
Biologie dünne, sehr elastische, Haut, die den äußeren vom inneren Gehörgang trennt; dünne, sehr elastische Haut, die als Schicht die Zellwand bildet
c)
Physik, Chemie dünne, sehr elastische Platte, Haut, die teilweise durchlässig ist und als Filter dient
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Membrane · Membran
Membrane Membran f. ‘dünnes Häutchen, dünnes, biegsames Blättchen’ (aus Metall, Papier, Gummi u. dgl.), spätmhd. membrāne ‘Stück Pergament’, entlehnt aus lat. membrāna ‘dünne, zarte Haut, Häutchen, zum Schreiben bereitete Tierhaut, Pergament’, gebildet zu lat. membrum ‘Körperglied, Glied, Teil’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Membran · Schwingkörper

Typische Verbindungen zu ›Membran‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Innenseite Ion Ionenkanal Mitochondrium Muskelzelle Nervenzelle Pore Schwingung Vesikel Zellkern atmungsaktiv beschichtet depolarisieren diffundieren durchlässig durchscheinend elastisch halbdurchlässig hauchdünn lichtdurchlässig postsynaptisch protonenleitend präsynaptisch schwingend semipermeabel transluzent umhüllen undulierend undurchlässig wasserdicht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Membran‹.

Verwendungsbeispiele für ›Membran‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ein Protein sich nicht richtig falten kann, bleibt es oft in der Membran stecken.
Die Zeit, 15.12.1999, Nr. 50
Nun wird diese Membran auch in der umgekehrten Richtung durchlässig.
konkret, 1989
Die Membran am anderen Ende der Leitung war belebt nicht mit Worten sondern mit Atmen.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 269
Die Membran wird auf die Öffnung aufgeklebt, da wo sie am weitesten ist.
Chottin, Alexis: Nordafrikanische Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 31049
Proteine weisen wie die Lipide eine asymmetrische Verteilung über der Membran auf.
Zimmermann, Herbert: Molekulare Funktionsträger der Nervenzelle. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 29
Zitationshilfe
„Membran“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Membran>, abgerufen am 26.01.2020.

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