Memorandum, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Memorandums · Nominativ Plural: Memoranden/Memoranda
Aussprache 
Worttrennung Me-mo-ran-dum
formal verwandt mit memorieren
Herkunft zu memorandumlat ‘was in Erinnerung zu bringen, was erinnernswert ist’ < memorārelat ‘in Erinnerung bringen’
eWDG

Bedeutung

Denkschrift, besonders Erklärung, Stellungnahme zu politischen Fragen, die in der Regel nicht zur Veröffentlichung bestimmt ist
Beispiel:
ein Memorandum an die Regierung richten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

memorieren · Memorandum
memorieren Vb. ‘auswendig lernen, aus dem Gedächtnis hersagen, sich erinnernd wieder bewußtmachen’; im 16. Jh. entweder gebildet zu lat. memor ‘sich erinnernd, eingedenk’ oder entlehnt aus dem davon abgeleiteten Verb lat. memorāre ‘in Erinnerung bringen, mahnend an etw. erinnern’. Memorandum n. ‘Denkschrift’, Übernahme (memoranda Plur., 17. Jh.), des substantivierten Neutr. lat. memorandum ‘was in Erinnerung zu bringen, was erinnernswert ist’, Gerundivum von lat. memorāre ‘in Erinnerung bringen’ (s. oben). Der häufige Gebrauch in der Kaufmannssprache erfolgte wohl durch vermittelndes engl. memorandum (gleicher Herkunft) im Sinne von ‘Erinnerungsnotiz’. Im diplomatischen Verkehr ‘Zusammenstellung aller eine politische Angelegenheit betreffenden Überlegungen’, auch ‘Rechtfertigungsschrift für eine politische Entscheidung’ (19. Jh., ebenfalls aus dem Engl.).

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
Memorandum · ↗Note
Synonymgruppe
Adresse · ↗Denkschrift · ↗Eingabe · Memorandum · ↗Note · ↗Schreiben

Typische Verbindungen zu ›Memorandum‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Memorandum‹.

Verwendungsbeispiele für ›Memorandum‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die Diplomaten lehnten das Memorandum nicht etwa ab; sie weigerten sich, es überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.
Die Zeit, 07.07.1999, Nr. 27
Über die Ergebnisse verfaßte er ein Memorandum für die Regierung.
Ficker, Rudolf von: Adler. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 5214
Und nun kommen wir also zu dem von Ihnen bereits erwähnten Memorandum.
o. A.: Einhundertzwanzigster Tag. Freitag, 3. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 19532
Das ist, wie Sie wissen, ein Memorandum des Auswärtigen Amtes.
o. A.: Sechsundneunzigster Tag. Montag, 1. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 16633
Das Memorandum der englischen Arbeiter ging durchaus nicht so weit.
Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 01.03.1918
Zitationshilfe
„Memorandum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Memorandum>, abgerufen am 02.03.2021.

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