Mentor, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mentors · Nominativ Plural: Mentoren
Aussprache
WorttrennungMen-tor (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Mentor‹ als Erstglied: ↗Mentorin  ·  formal verwandt mit: ↗Mentoring
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
erfahrener Lehrer, der für die methodische Ausbildung und Anleitung von angehenden jungen Lehrern verantwortlich ist
Beispiel:
erfahrene Lehrer als Mentoren einsetzen
2.
Berater, Ratgeber; väterlicher Freund
Beispiele:
er war sein bester Freund und Mentor
Heinrich Meyer ... in Italien und in allen Jahren danach Goethes Mentor und mitdenkender Freund in den Fragen der bildenden Künste [Muttersprache1966]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mentor m. ‘erfahrener Ratgeber, Helfer, Betreuer’. Griech. Μέντωρ (Nomen agentis zur Wurzel ie. *men(ə)- ‘denken, geistig erregt sein’, s. ↗mahnen, vgl. auch aind. mantár- ‘Denker’) ist der Name des vertrauten Freundes von Odysseus in Homers Odyssee, in dessen Gestalt Athene des Odysseus Sohn Telemachos auf der Suche nach seinem Vater begleitet. Durch Fénelons Roman „Les aventures de Télémaque“ (1699) wird Mentor in literarischen Kreisen zum Appellativum und bezeichnet den erziehenden, leitenden und beschützenden älteren Freund; danach auch ‘Ratgeber, Hofmeister’ (18. Jh.), ‘(Haus)lehrer’ (19. Jh.), ‘Betreuer von Studenten’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Berater · Mentor · ↗Ratgeber
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Anleiter · ↗Förderer · ↗Lehrmeister · Mentor · ↗Vorbild  ●  ↗Ziehvater  fig.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amtsvorgänger Coach Doktorvater Eminenz Entdecker Freund Förderer Lehrmeister Mentorin Nestor Pate Privatcoach Schas Schas-Partei Tutor Vorgänger Ziehvater bewundert einstig emanzipieren erfahren fungieren geistig geistlich langjährig nacheifern verehrt verstorben väterlich überwerfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mentor‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zweitens, Mentoren geben die Führung keineswegs leichtfertig aus der Hand.
Süddeutsche Zeitung, 15.05.2004
So setzt er auf eine neue Generation, deren Mentor er zugleich ist.
Die Zeit, 07.10.1999, Nr. 41
Er ist verzweifelt, seinen Mentor doppelt enttäuscht zu haben, mit dem unfertigen »Hyperion« und der abgebrochenen Übersetzung.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 430
Seit 1511 wirkte er als Mentor von dessen Neffen in Wittenberg und übernahm hier die Leitung der Bibliothek.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 6850
Körners Urteil war für ihn zeitlebens von größter Bedeutung; insbesondere wurde dieser in Fragen der Musik sein Mentor.
Stockmeier, Wolfgang: Schiller. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 6359
Zitationshilfe
„Mentor“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mentor>, abgerufen am 22.08.2019.

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