Messe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Messe · Nominativ Plural: Messen
Aussprache  [ˈmɛsə]
Worttrennung Mes-se
eWDG

Bedeutung

große, zentrale Ausstellung von Verbrauchsgütern oder Produktionsmitteln, die meist als Muster für Vertragsabschlüsse dienen, seltener unmittelbar zum Verkauf gelangen
Beispiele:
eine Messe mit internationaler Beteiligung
die Leipziger, Mailänder, Pariser Messe
eine Messe für Konsumgüter, Maschinen, Spielwaren, Lederwaren
eine Messe beschicken
auf der Messe ausstellen, für seine Produkte werben, Verträge abschließen
zur Messe fahren
während der Messe Kontakte zu ausländischen Handelspartnern aufnehmen
DDRdie Messe der Meister von morgen (= größte Leistungsschau junger Neuerer)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Messe2 f. ‘Verkaufsveranstaltung fliegender Händler, Jahrmarkt, internationale Handelsausstellung’, semantische Weiterentwicklung von Messe1 (s. d.). Seit dem 8. Jh. werden tägliche Messen zu Ehren bestimmter Heiliger gehalten, und die besonders verehrten Heiligen gewidmeten Tage treten neben die allgemeinen kirchlichen Fest- und Feiertage, so daß kirchenlat. missa auch die Bedeutung ‘Feiertag, Heiligenfest’ annimmt; daher mhd. misse, messe auch ‘kirchlicher Festtag’. Auf den an hohen Festtagen in der Nähe der Kirche stattfindenden Markt wird daraufhin ebenfalls die Bezeichnung Messe übertragen (14. Jh.), so daß in diesen Fällen Markt und Messe bis ins 17. Jh. nahezu bedeutungsgleich nebeneinander stehen. Schon im 14. Jh. bezeichnet Messe sowohl Veranstaltungen fliegender Händler und Schausteller (im Sinne von ‘Jahrmarkt’) als auch regelmäßig stattfindende überregionale oder internationale Handelsveranstaltungen (vgl. messe tzu Franckfurt, 1338) und später Warenausstellungen (vgl. Mustermesse).

Typische Verbindungen zu ›Messe‹ (berechnet)

Eröffnung Geschäftsführer Geschäftsführung Halle Parodiemesse Tscheche Veranstalterin basler besuchen diesjährig düsseldorfer feierlich feiern frankfurter heilig kölner landeseigen lateinisch leipziger lesen petite spitzen stattfindend tridentinisch veranstalten weltgroß wächtersbacher zelebrieren öffnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Messe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Messe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch wollte sie sich vor der Messe noch wenigstens eine halbe Stunde lang ausruhen. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 203]
In der Messe versammeln sie sich um einen großen Tisch. [Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 87]
Dort weigerte sich der Rat, seinerseits die Messe entsprechend zu verschieben. [Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 7618]
Aber 4 Messen können Sie nicht halten, dazu haben Sie kein Recht. [Runge, Erika (Hg.), Bottroper Protokolle, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1968, S. 34]
In den Messen herrscht der schlichte Satz Note gegen Note vor. [Witzenmann, Wolfgang: Zucchini. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 31131]
Zitationshilfe
„Messe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Messe#1>.

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Messe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Messe · Nominativ Plural: Messen
Aussprache  [ˈmɛsə]
Worttrennung Mes-se
Wortbildung  mit ›Messe‹ als Erstglied: Messbuch · Messdiener · Messebesuch2 · Messfeier · Messgebet · Messgesang · Messgewand · Messkelch · Messknabe · Messopfer · Messwein
 ·  mit ›Messe‹ als Letztglied: Abendmesse · Brautmesse · Christmesse · Feldmesse · Frühmesse · Gregorsmesse · Jahresmesse1 · Jahrmesse1 · Jahrtagmesse · Jahrtagsmesse · Kindermesse2 · Konventsmesse · Leichenmesse · Lichtmess · Mitternachtsmesse · Morgenmesse · Papstmesse · Parodiemesse · Pontifikalmesse · Roratemesse · Seelenmesse · Singmesse · Spätmesse · Teufelsmesse · Totenmesse · Vorabendmesse · Votivmesse · Weihnachtsmesse2
Mehrwortausdrücke  die Messe ist gelesen · schwarze Messe
eWDG

Bedeutungen

1.
Religion Gottesdienst, tägliche Feier des Altarsakraments
Beispiele:
die Messe lesen, zelebrieren
die Messe hören, versäumen
zur Messe gehen
die Glocken läuten zur Messe
eine stille Messe
2.
Musik kirchliche Komposition für Soli, Chor und Orchester mit festem, durch den Text gegebenem Aufbau
Beispiel:
die Messe in h‑Moll von Bach
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Messe1 f. ‘katholischer Gottesdienst, Feier des Altarssakraments’, ahd. missa, messa (9. Jh.), mhd. misse, messe, asächs. missa, mnd. mnl. misse, nl. mis, aengl. mæsse, messe, engl. mass sind Entlehnungen von kirchenlat. missa, Bezeichnung des in der Kirche abgehaltenen Gottesdienstes, der Meßfeier. Lat. missa ‘das Fortlassen, Entlassung’ (ein zum Abstraktum gewordenes Part. Perf. Fem. zu lat. mittere ‘schicken, senden, entlassen’) entwickelt im 4. Jh. die Bedeutung ‘Gottesdienst, Meßfeier’ aus der die liturgische Opferfeier beschließenden Formel ite, missa est ‘geht, es ist Entlassung’. Faßt man hingegen die Abschlußformel als Verkürzung einer verbalen Wendung ite, missa est contio ‘geht, die Versammlung ist entlassen’ auf, dann wäre missa in der Bedeutung ‘Meßfeier’ als Substantivierung unmittelbar aus dem in dieser Formel enthaltenen Part. Perf. Fem. hervorgegangen. Da jedoch ein Substantiv spätlat. missa ‘Entlassung’ bereits in nichtkirchlichen Texten des 3. Jhs. bezeugt ist, dürfte der erstgenannten Deutung der Vorzug zu geben sein.

Typische Verbindungen zu ›Messe‹ (berechnet)

Eröffnung Geschäftsführer Geschäftsführung Halle Parodiemesse Tscheche Veranstalterin basler besuchen diesjährig düsseldorfer feierlich feiern frankfurter heilig kölner landeseigen lateinisch leipziger lesen petite spitzen stattfindend tridentinisch veranstalten weltgroß wächtersbacher zelebrieren öffnen

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Verwendungsbeispiele für ›Messe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch wollte sie sich vor der Messe noch wenigstens eine halbe Stunde lang ausruhen. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 203]
In der Messe versammeln sie sich um einen großen Tisch. [Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 87]
Dort weigerte sich der Rat, seinerseits die Messe entsprechend zu verschieben. [Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 7618]
Aber 4 Messen können Sie nicht halten, dazu haben Sie kein Recht. [Runge, Erika (Hg.), Bottroper Protokolle, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1968, S. 34]
In den Messen herrscht der schlichte Satz Note gegen Note vor. [Witzenmann, Wolfgang: Zucchini. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 31131]
Zitationshilfe
„Messe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Messe#2>.

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Messe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Messe · Nominativ Plural: Messen
Aussprache  [ˈmɛsə]
Worttrennung Mes-se
Wortbildung  mit ›Messe‹ als Letztglied: Kapitänsmesse · Mannschaftsmesse · Offiziermesse · Offiziersmesse · Schiffsmesse2
eWDG

Bedeutung

Seemannssprache Aufenthaltsraum und Speiseraum für Offiziere oder Mannschaften an Bord von Schiffen
Beispiel:
eine holzverkleidete Messe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Messe3 f. ‘Aufenthalts- und Speiseraum auf einem Schiff’ (vgl. besonders Offiziersmesse), entlehnt (19. Jh.) aus engl. mess ‘Kasino, Tischgesellschaft’ (auf einem Schiff), eigentlich (heute selten) ‘Gericht, Gang (in der Speisenfolge), Mahlzeit’. Dieses stammt aus afrz. mes ‘Botschaft, Sendung, aufgetragene Speise, Gericht, Portion, Wurf, Schuß’ (frz. mets ‘Gericht, Speise’), das auf lat. missus ‘das Schicken, Absenden, Werfen, Wurf, Schuß’, spätlat. ‘Speisegang, Gericht’ (eigentlich ‘aus der Küche Geschicktes’) beruht; zu lat. mittere (missum) ‘schicken, senden’.

Typische Verbindungen zu ›Messe‹ (berechnet)

Eröffnung Geschäftsführer Geschäftsführung Halle Parodiemesse Tscheche Veranstalterin basler besuchen diesjährig düsseldorfer feierlich feiern frankfurter heilig kölner landeseigen lateinisch leipziger lesen petite spitzen stattfindend tridentinisch veranstalten weltgroß wächtersbacher zelebrieren öffnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Messe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Messe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch wollte sie sich vor der Messe noch wenigstens eine halbe Stunde lang ausruhen. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 203]
In der Messe versammeln sie sich um einen großen Tisch. [Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 87]
Dort weigerte sich der Rat, seinerseits die Messe entsprechend zu verschieben. [Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 7618]
Aber 4 Messen können Sie nicht halten, dazu haben Sie kein Recht. [Runge, Erika (Hg.), Bottroper Protokolle, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1968, S. 34]
In den Messen herrscht der schlichte Satz Note gegen Note vor. [Witzenmann, Wolfgang: Zucchini. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 31131]
Zitationshilfe
„Messe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Messe#3>.

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