Messing, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Messings · Nominativ Plural: Messinge
Aussprache  [ˈmɛsɪŋ]
Worttrennung Mes-sing
Wortbildung  mit ›Messing‹ als Erstglied: Messingbauer · Messingbeschlag · Messingding · Messinggießerei · Messingglocke · Messinggriff · Messinghahn · Messinghütte · Messingklappe · Messinglampe · Messingleuchter · Messingring · Messingschale · Messingschild · Messingstange · messingbeschlagen · messingen · messinggelb
 ·  mit ›Messing‹ als Letztglied: Sondermessing
eWDG

Bedeutung

goldgelbe Legierung aus Kupfer und Zink
Beispiele:
ein Kessel, Leuchter, Ring, Wasserhahn aus Messing
Türklinken, Stangen, Schalen aus Messing
Messing gießen, schlagen, treiben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Messing n. Legierung aus Kupfer und Zink. Die Bezeichnung ist etymologisch nicht überzeugend gedeutet. Ahd. (11. Jh.), mhd. messinc, missinc, möschinc, mnd. missinc, messinc (daraus entlehnt die nord. Formen), mnl. messinc, missinc, nl. messing und (als ältestes Zeugnis) aengl. mæstling, mæslen (10. Jh.) werden mit dem Namen eines Volkes im Nordosten Kleinasiens, den Mossynoiken (griech. Μοσσύνοικοι), in Verbindung gebracht; der Name ist abgeleitet von griech. móssyn (μόσσυν) ‘turmartiges Gebäude aus Holz, Holzbau’, einem Lehnwort aus dem Pers. Die Mossynoiken (eigentlich ‘die, deren Haus ein Holzbau ist, die in Holzbauten Lebenden’) sollen eine besonders Art Metall, griech. chalkós (χαλκός) ‘Erz, Metall, Kupfer’, auch ‘gemischtes Kupfer, Bronze u. dgl.’, besessen haben, so daß von dem Volksnamen bzw. dem zugehörigen Adj. griech. Mossȳnikós (Μοσσυνικός) ‘mossynisch, von den Mossynoiken hergestellt’ die Bezeichnung der Legierung entlehnt sein könnte. Eine vermutete slaw. Vermittlung, auf der die germ. Bezeichnungen für Messing beruhen sollen, ist unwahrscheinlich, da die nur westslaw. Zeugnisse tschech. mosaz und poln. mosiądz ‘Messing’ eher Entlehnungen aus dem Germ. sind; überdies bleibt die frühe aengl. Bezeugung bei slaw. Vermittlung ungeklärt. Erwogen wird schließlich auch Anknüpfung an lat. massa, ahd. massa, mhd. masse (s. Masse) im Sinne von ‘Metallklumpen’, woraus zumindest mhd. mess(e) und mnl. mes ‘Messing’ stammen könnte.

Thesaurus

Synonymgruppe
Messing [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Maschinenbronze · Rotguss · Rotmessing

Typische Verbindungen zu ›Messing‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Messing‹.

Verwendungsbeispiele für ›Messing‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gold ist erst schön, nachdem es poliert ist - aber aus Messing wird niemals Gold.
Die Welt, 19.06.2004
Sie geben der draußen vorbeigleitenden Siedlung die Farbe von Messing.
Die Zeit, 13.01.1992, Nr. 02
Verbunden sind die vier Kästen durch angeschraubte Winkel aus Messing.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 307
Messing ist zunächst noch selten, es kommt erst im siebzehnten Jahrhundert in Gebrauch.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 90
Nach der Abkühlung ist das Messing dunkel und stumpf purpur, mit häßlichen orangefarbenen Flecken.
Dräger, Hans-Heinz: Blasinstrumentenbau. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 3189
Zitationshilfe
„Messing“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Messing>, abgerufen am 03.08.2021.

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