Metallindustrie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Metallindustrie · Nominativ Plural: Metallindustrien · wird selten im Plural verwendet
Worttrennung Me-tall-in-dus-trie · Me-tall-in-dust-rie
Wortzerlegung  Metall Industrie
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Gesamtheit der Betriebe, die Metalle herstellen oder industriell be- oder verarbeiten
Kollokationen:
als Genitivattribut: die Arbeitgeber, der Arbeitgeberverband, die Tarifparteien, die Tarifpartner, der Tarifvertrag der Metallindustrie
in Präpositionalgruppe/-objekt: der Arbeitskampf, der Streik, der Tarifabschluss, der Tarifkonflikt, die Tarifverhandlungen in der Metallindustrie
in Koordination: Maschinenbau, Eisen-, Elektro-, Stahl- und Metallindustrie
Beispiele:
Stahl hat Wohlstand in die Stadt gebracht, der Maschinenbau und die Metallindustrie machten die Stadt reich. [Der Spiegel, 14.02.2012 (online)]
In der Metallindustrie, wo ein Betrieb vom anderen abhängt, kann man mit einem gleichzeitigen Streik in einem Dutzend Betrieben Eindruck machen. [Süddeutsche Zeitung, 28.08.2018]
Bekunden die Arbeitgeber bis Freitagfrüh keine bedingungslose Verhandlungsbereitschaft für die Lohnrunde am Montag, beginnen am Dienstag Betriebsversammlungen[…] in der ganzen Metallindustrie, also auch bei Stahlerzeugern, Fahrzeugindustrie, Gießereibetrieben und Nichteisenmetallherstellern. [Der Standard, 29.09.2015]
Die Metallindustrie ist die fünftgrösste Exportbranche [der Schweiz]. Eisen und Stahl, Buntmetalle und diverse Metallwaren werden exportiert, wobei Metallwaren den grössten Teil ausmachen. Diese Metallwaren sind im Ausland am beliebtesten: Rohre, Draht‑ und Kabelwaren, Behälter, Armaturen, Wellen und andere Produkte. [Neue Zürcher Zeitung, 11.08.2015]
Die Metallindustrie [Chinas] konnte bei der großen Unergiebigkeit der Bergwerke nur bescheidene Dimensionen annehmen. [Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916–1919], S. 387]
Chemie‑ und Metallindustrien sind innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte aus den Industrieländern mit ihren hohen Umweltschutzanforderungen in Entwicklungsländer wie China abgewandert. [Der Standard, 27.08.2009] ungewöhnl. Pl.
2.
gelegentlich einzelne Sparte oder einzelner Betrieb der Metallindustrie (1)
Beispiele:
Eine Karte von 1742 zeigt das alte Cassel: eine typische Residenzstadt mit Hochfürstlichem Schloß[…]. Auch Zuchthaus, Siechenhaus und Armenhaus fehlten nicht, dazu das Gießhaus dort, wo später die ersten Metallindustrien gegründet wurden. [Welt am Sonntag, 06.02.2005]
Zum Beispiel sind nach der Vereinigung Deutschlands Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam dem Irrtum aufgesessen, man könne die Löhne in den veralteten Metallindustrien der ehemaligen DDR binnen weniger Jahre auf das Lohnniveau der westlichen Bundesländer anheben. [Der Spiegel, 26.04.1993]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Metallindustrie‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Metallindustrie‹.

Zitationshilfe
„Metallindustrie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Metallindustrie>, abgerufen am 19.01.2022.

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