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Metapher, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Metapher · Nominativ Plural: Metaphern
Aussprache 
Worttrennung Me-ta-pher
Wortbildung  mit ›Metapher‹ als Grundform: metaphorisch
Herkunft zu gleichbedeutend metaphorágriech (μεταφορά), eigentlich ‘das Weg- und Anderswohintragen’ < métagriech, metágriech (μέτα, μετά) ‘inmitten, zwischen, mit, nach, hinter’ (meta-) + phéreingriech (φέρειν) ‘tragen’
eWDG

Bedeutung

Wort oder Wortgruppe, die auf der Grundlage eines Vergleiches außerhalb ihres eigentlichen Bereichs in übertragener Bedeutung verwendet wird, Übertragung
Beispiel:
›Augapfel‹ ist eine Metapher für ›das Wertvollste, Liebste‹
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Metapher · metaphorisch
Metapher f. ‘bildlicher Ausdruck, Übertragung’, zunächst Metaphor (17. Jh.), dann Metapher (18. Jh.), eine gelehrte Entlehnung von lat. metaphora, griech. metaphorá (μεταφορά) ‘Übertragung eines Wortes in eine uneigentliche Bedeutung, bildlicher Ausdruck’, eigentlich ‘das Weg- und Anderswohintragen’; vgl. griech. phérein (φέρειν) ‘tragen’ und s. meta-. metaphorisch Adj. ‘bildlich, uneigentlich’ (17. Jh.); vgl. frz. métaphorique (14. Jh.), lat. metaphoricē Adv., griech. metaphorikós (μεταφορικός) Adj.

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Sinnbild · Symbol · bildlicher Vergleich · übertragener Ausdruck  ●  Metapher  griechisch · Metonymie  fachspr., griechisch
Oberbegriffe
  • Tropos  griechisch · Tropus  lat., griechisch · Tropé  griechisch

Typische Verbindungen zu ›Metapher‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Metapher‹.

Verwendungsbeispiele für ›Metapher‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwar ist jeder eine Metapher, und Zeiten benötigen die richtigen Orte, um Dinge zu begreifen. [Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 70]
So können einige zentrale christliche Bilder schließlich selbst als Metaphern nicht mehr taugen. [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 284]
Wenn wir den Dichter einen Schöpfer nennen, verwenden wir eine theologische Metapher. [Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 148]
Das Wort Weltklasse in Verbindung mit meinem Namen war beinahe schon eine gebräuchliche Metapher. [Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 87]
Zunächst nimmt er die ältere Metapher vom globalen Dorf auf neue Weise ernst. [Die Zeit, 30.12.1998, Nr. 1]
Zitationshilfe
„Metapher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Metapher>.

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