Metapher, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Metapher · Nominativ Plural: Metaphern
Aussprache
WorttrennungMe-ta-pher
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Metapher‹ als Grundform: ↗metaphorisch
eWDG, 1974

Bedeutung

Wort oder Wortgruppe, die auf der Grundlage eines Vergleiches außerhalb ihres eigentlichen Bereichs in übertragener Bedeutung verwendet wird, Übertragung
Beispiel:
›Augapfel‹ ist eine Metapher für ›das Wertvollste, Liebste‹
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Metapher · metaphorisch
Metapher f. ‘bildlicher Ausdruck, Übertragung’, zunächst Metaphor (17. Jh.), dann Metapher (18. Jh.), eine gelehrte Entlehnung von lat. metaphora, griech. metaphorá (μεταφορά) ‘Übertragung eines Wortes in eine uneigentliche Bedeutung, bildlicher Ausdruck’, eigentlich ‘das Weg- und Anderswohintragen’; vgl. griech. phérein (φέρειν) ‘tragen’ und s. ↗meta-. metaphorisch Adj. ‘bildlich, uneigentlich’ (17. Jh.); vgl. frz. métaphorique (14. Jh.), lat. metaphoricē Adv., griech. metaphorikós (μεταφορικός) Adj.

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Sinnbild · ↗Symbol · bildlicher Vergleich · übertragener Ausdruck  ●  Metapher  griechisch · ↗Metonymie  fachspr., griechisch · ↗Synekdoche  fachspr., griechisch
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allegorie Analogie Anspielung Gleichnis Metapher Metonymie Mythe Symbol Vergänglichkeit Wortspiel abgegriffen abgenutzt benutzen bloß blumig gebrauchen gerinnen gewagt griffig herhalten kleiden kühn martialisch passend poetisch schief szenisch treffend visuell zentral

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Metapher‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann soll es sich bei diesen Zahlen wieder nur um "reine Metaphern" gehandelt haben.
Die Welt, 10.12.2002
Architektur ist diesen Künstlern eher eine Metapher für ein Denken in Räumen.
Der Tagesspiegel, 10.03.2000
So können einige zentrale christliche Bilder schließlich selbst als Metaphern nicht mehr taugen.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 284
Das Wort Weltklasse in Verbindung mit meinem Namen war beinahe schon eine gebräuchliche Metapher.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 87
Wenn wir den Dichter einen Schöpfer nennen, verwenden wir eine theologische Metapher.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 148
Zitationshilfe
„Metapher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Metapher>, abgerufen am 19.05.2019.

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