Meteor, der oder das

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Meteors · Nominativ Plural: Meteore
GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Meteors · Nominativ Plural: Meteore
Aussprache
WorttrennungMe-te-or
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Meteor‹ als Erstglied: ↗Meteoreisen · ↗Meteorschauer · ↗Meteorstein · ↗Meteorstrom · ↗meteorhaft
 ·  mit ›Meteor‹ als Letztglied: ↗Hydrometeore
eWDG, 1974

Bedeutung

Astronomie leuchtende Erscheinung am Himmelsgewölbe, die durch Reibung eines aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre eindringenden Körpers aus Stein oder Metall mit der Luft entsteht
Beispiele:
helle, leuchtende Meteore
ein Meteor flammte plötzlich auf und erlosch wieder
bildlich plötzlich berühmte Persönlichkeit
Beispiel:
[ein Mensch] der mit Begeisterung zum Theater ging, dort nicht als glänzender Meteor aufstieg, sondern langsam ... sich eine geachtete Stellung erkämpfte [WintersteinLeben1,7]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Meteor · Meteorologie · meteorologisch · Meteorologe
Meteor m. kosmischer Körper, der beim Eintritt in die Erdatmosphäre zu glühen beginnt, in dt. Texten seit dem 16. Jh., zunächst in der nlat. Form Meteorum, singularisiert aus mlat. meteora, griech. metéōra (μετέωρα) ‘die Körper und Erscheinungen am Himmel’, eigentlich ‘hochgelegene Punkte’. Dies ist eine Substantivierung des Neutr. Plur. von griech. metéōros (μετέωρος) ‘in die Höhe gehoben, in der Höhe oder Luft schwebend, überirdisch’, aus *metá͞irein (*μεταίρειν) ‘emporheben’, griech. aírein (αἴρειν) ‘heben’, oder durch Hypostase von met’ aéros (μετ’ ἀέρος) ‘in der Luft’ entstanden. Meteorologie f. ‘wissenschaftliche Wetter- und Klimakunde’ (17. Jh.), griech. meteōrología (μετεωρολογία) ‘Lehre von überirdischen Dingen, besonders von den Himmelserscheinungen und von der Luft’; s. ↗-logie; vgl. frz. méteorologie (16. Jh.). meteorologisch Adj. (17. Jh.), vgl. griech. meteōrologikós (μετεωρολογικός) ‘in der Lehre von überirdischen Dingen erfahren’. Meteorologe m. ‘Wetter- und Klimasachverständiger’ (18. Jh.), vgl. griech. meteōrológos (μετεωρολόγος) ‘wer von überirdischen Dingen, von den Körpern und Erscheinungen in der Luft, am Himmel redet, sie beobachtet’, auch ‘Astronom’.

Thesaurus

Astronomie
Synonymgruppe
Irrstern · ↗Komet · Meteor · ↗Schweifstern
Unterbegriffe
  • Bolid · ↗Bolide · ↗Feuerkugel
  • Oortsche Wolke · zirkumsolare Kometenwolke · Öpik-Oort-Wolke
  • Halleyscher Komet · Komet Halley
  • 67P/Churyumov-Gerasimenko · Tschuri · Tschurjumow-Gerassimenko
  • Großer Januarkomet · Tageslichtkomet
Synonymgruppe
Meteor · ↗Sternschnuppe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atmosphäre Einschlag Erde Eurofighter Forschungsschiff Fritz Geschwindigkeit Himmel Komet Planet Sonne Sternschnuppe Stunde aufsteigen beobachten einschlagen hell riesig verglühen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Meteor‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ohne es bereits bestätigen zu können, liege es nahe, einen Meteor zu vermuten.
Die Zeit, 25.12.2011 (online)
Deshalb ist mit 20 bis 40 Meteoren pro Stunde zu rechnen.
Der Tagesspiegel, 04.08.2004
Hitler war nicht ein Meteor, dessen Niederfallen unberechenbar und unvoraussehbar war.
o. A.: Einhundertvierundsiebzigster Tag. Dienstag, 9. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 13071
Jetzt trieb ihn das Feuer des Meteors wieder in das Haus an der Piazza del Moro zurück.
Ransmayr, Christoph: Die letzte Welt, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1990], S. 36
Was nützt der Meteor der Welt, der ein paar Sekunden im hellsten Lichte erstrahlt, um dann in ewiges Dunkel zu versinken?
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 05.03.1907
Zitationshilfe
„Meteor“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Meteor>, abgerufen am 15.11.2018.

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