Metier, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Metiers · Nominativ Plural: Metiers
Aussprache 
Worttrennung Me-ti-er (computergeneriert)
Herkunft aus gleichbedeutend métierfrz
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich Beruf, Handwerk, Fach, Geschäft
Beispiele:
das Schriftstellern ist (nicht) sein Metier
er beherrscht, kennt sein Metier, versteht (sich auf) sein Metier!
er ist in diesem Metier erfahren
»Der Frohsinn ist mein Metier«, sagte er [ S. LenzBrot87]
Der gefährlichste Teil aller Räuber, Totschläger und Brandstifter wartet ... auf die Gelegenheit eines solideren Metiers [ GrassBlechtrommel20]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Metier n. ‘Handwerk, Beruf, Fach’, Übernahme (18. Jh.) von gleichbed. frz. métier, afrz. mestier ‘Gottesdienst, Kultfeier, Dienst, Amt, Beruf, Handwerk, Geschicklichkeit, Verpflichtung, Bedarf’, aus spätlat. misterium, einer kontrahierten Form von lat. ministerium ‘Dienst, Verwaltung, Amt’, kirchenlat. auch ‘Gottesdienst’ (s. ↗Minister), die sich mit lat. mystērium ‘Geheimnis, Geheimlehre’ (s. ↗Mysterium) vermischt. Diese Kontamination erfolgt wohl im kirchlichen Bereich, da in priesterlicher Sicht ‘Gottesdienst’ und ‘Zelebration des Mysteriums (in der Messe)’ zusammenfallen.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Gewerbe · ↗Gewerk · ↗Handwerk · ↗Kunst · Metier
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Beruf · ↗Tätigkeitsfeld  ●  Metier  franz.
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Metier‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Metier‹.

Verwendungsbeispiele für ›Metier‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er bekommt die abgründigsten Fälle, in seinem Metier eine Art Auszeichnung.
Der Tagesspiegel, 13.03.2000
Da kehrt der Politiker in Ausbildung zum erlernten Metier des Militärs zurück.
Süddeutsche Zeitung, 18.01.1997
Es fehle ihm nicht an künstlerischem Ernst, aber er komme nirgends in die Tiefe, sei ein Halber, beherrsche auch das Metier nicht.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1924. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1924], S. 110
Kühnen Bewerbern gab der König kleine Chargen, vor allem aber zunächst einmal die Gelegenheit, das Metier zu lernen.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 72
Tätliche Angriffe gehörten im Fall des Dr. Geyer zum Risiko des Metiers.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 127
Zitationshilfe
„Metier“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Metier>, abgerufen am 08.03.2021.

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