Metze, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Metze · Nominativ Plural: Metzen
Aussprache 
Worttrennung Met-ze (computergeneriert)
eWDG

Bedeutung

altes Hohlmaß, besonders für Getreide
Beispiele:
vier Metzen Korn, Hafer
einige Metzen Äpfel
Dafür bekam er … eine Metze Leinenaussaat [ WelkGrambauer55]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Metze1 f. altes Getreidemaß, ahd. mezzo m. (11. Jh.), mezza f., mhd. metze m. ‘kleineres Trocken- und Flüssigkeitsmaß’, mnd. matte, mette f., aengl. mitta m. ‘Maß, Scheffel’ sind mit einem Gemination bewirkenden j-haltigen Suffix zu der unter messen (s. d.) genannten Wurzel gebildet. Das heute herrschende fem. Genus setzt sich vom Omd. her durch, während das Obd. mask. Gebrauch (der Metze bzw. Metzen) bewahrt.

Verwendungsbeispiele für ›Metze‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch bei Frau Metze fing das Rheuma vor 25 Jahren mit den Mandeln an. [Süddeutsche Zeitung, 06.12.1997]
Und als es ans Morden ging, als Woyzeck die Metze Marie erdolchte, blutete diese gar sehr. [Die Zeit, 12.04.2010, Nr. 15]
Von einem ähnlichen methodischen Grundgedanken ausgehend, haben Weigl und Metze (1968) Klassifizierungsprozesse bei tauben und sprachlosen Kindern untersucht. [Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 968]
Thomas Metze, ein Freund aus Kindertagen, führt die gemeinnützige Gesellschaft zusammen mit Bostelmann als gleichberechtigter Geschäftsführer. [Die Zeit, 19.11.2007, Nr. 47]
Nach 45 Minuten mußte Metze wegen Zusammenprall mit Oude Kamphuis raus. [Bild, 03.04.2006]
Zitationshilfe
„Metze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Metze#1>.

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Metze, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Metze · Nominativ Plural: Metzen
Aussprache 
Worttrennung Met-ze (computergeneriert)
eWDG

Bedeutung

veraltet Prostituierte, Dirne
Beispiel:
die deine Mutter eine Hure genannt haben und mich eine Metze [ Feuchtw.Jefta133]
bildlich
Beispiel:
die Tugend ward zur Metze [ A. HolzBuch d. Zeit15]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Metze2 f. ‘Dirne’. Ausgangsform für den in der Literatur bis ins 19. Jh., doch heute nur noch altertümelnd gebrauchten Ausdruck ist der Vorname Mechthild, ahd. Mahthilt, zusammengesetzt aus dem unter Macht (s. d.) behandelten Substantiv und dem als selbständiges Wort schon früh ausgestorbenen, aber häufig in Namen überlieferten ahd. hilta (9. Jh.), mhd. hilt(e)- ‘Kampf’. Als Kurz- bzw. Koseformen erscheinen ahd. Matza (11. Jh.), mhd. Matze, Mäcz und frühnhd. Metz(e), das sich als weitverbreiteter weiblicher Name zur Bezeichnung für ein unverheiratetes Mädchen, eine zur Ehe begehrte Frau, aber auch für ein dienendes Mädchen, eine Magd und Haushälterin, entwickelt. In dieser Verwendung gilt Metze bis ins 16. Jh.; daneben aber kommt bereits im 15. Jh. abschätziger Gebrauch im Sinne von ‘leichtfertige Frau, Dirne’ auf, der später alleinherrschend wird.

Verwendungsbeispiele für ›Metze‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ob sie übrigens eine Metze war, wüßte ich nicht mit Sicherheit zu entscheiden. [Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 279]
Zitationshilfe
„Metze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Metze#2>.

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