Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Miasma

Worttrennung Mi-as-ma
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

(einer früheren Annahme entsprechend) Krankheiten auslösender Stoff in der Luft oder in der Erde; (aus dem Boden ausdünstender) Gift-, Pesthauch

Thesaurus

Synonymgruppe
übler Dunst  ●  Gifthauch  geh., literarisch · Miasma  fachspr., veraltend, historisch · Pesthauch  geh., literarisch

Verwendungsbeispiele für ›Miasma‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den kontagiösen Infektionen stellte man jene gegenüber, die von einer Verderbnis der Luft (Miasma) hervorgerufen wurden, die miasmatischen Krankheiten. [Die Zeit, 17.05.1996, Nr. 21]
Erst 1915, im Krieg, wetterte er über »die austro‑deutschen Miasmen in der Kunst«, die man »abtöten« müsse. [Die Zeit, 26.10.2009, Nr. 43]
Doch die Schwierigkeiten des Landes sind allgegenwärtig als Miasmen gewaltsamer Lösungsversuche. [Die Zeit, 29.11.1968, Nr. 48]
Diese Erklärung des großen Sterbens ging leichter in die Köpfe als die Spekulationen der Mediziner über Miasmen und Planetenkonstellationen. [Die Zeit, 05.12.1997, Nr. 50]
Pettenkofer dachte wie so viele andere an Ausdünstungen, Miasmen, die aus dem Boden aufstiegen und krankmachend wirkten. [Die Zeit, 07.05.2003, Nr. 19]
Zitationshilfe
„Miasma“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Miasma>.

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