Michel, der

GrammatikEigenname (Maskulinum) · Genitiv Singular: Michels · Nominativ Plural: Michel
Aussprache
WorttrennungMi-chel (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

spöttisch gutmütiger, tölpelhafter Mensch
Beispiele:
der deutsche Michel (= Sinnbild für den biederen, ehrlichen, aber politisch schlafmützigen deutschen Kleinbürger)
welch gewöhnlicher Michel er war! [H. MannUnrat1,440]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gestern war der Michel für ihn mit roten Rosen geschmückt.
Bild, 26.11.2002
Mit zehn Jahren fing der kleine Michel an zu boxen.
Der Tagesspiegel, 17.08.2002
Was schenke ich dem kleinen Michel zu diesem kalten Weihnachtsfest?
Tucholsky, Kurt: Einkäufe. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 20375
Wir verlieren den Köhler Michel für immer aus unseren Augen.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 148
Der Bruder meines Vaters, den ich gekannt habe, war der Michel.
Thoma, Hans: Im Winter des Lebens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 24496
Zitationshilfe
„Michel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Michel>, abgerufen am 21.08.2019.

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