Miere, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Miere · Nominativ Plural: Mieren
WorttrennungMie-re
Wortbildung mit ›Miere‹ als Letztglied: ↗Sternmiere
eWDG, 1974

Bedeutung

artenreiches, meist weißblühendes, kleines Nelkengewächs auf Wiesen, an Wegrändern, in Gebüschen und Wäldern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Miere1 f. verbreiteter, kleiner, als Unkraut geltender Dauerblüher, mnd. mīr, frühnhd. myer (15. Jh.), Mur, Meyer (16. Jh.). Herkunft unbekannt.

Miere2 f. nordd. ‘Ameise’, mnd. mnl. mire, nl. mier, krimgot. miera (germ. *meur-), ablautend anord. maurr (germ. *maur-). Vergleichbar sind Bezeichnungen für ‘Ameise’ im Anschluß an eine Grundform ie. *moru̯- wie griech. mýrmēx (μύρμηξ), air. moirb, aslaw. mraviji, russ. muravej (муравéй), poln. mrówka, obsorb. mrowja, nsorb. mroja und (mit jeweils abgewandeltem Anlaut) aind. vamrá-, griech. býrmāx, bórmāx (βύρμαξ, βóρμαξ), lat. formīca.

Verwendungsbeispiele für ›Miere‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sind kaum daumennagelgroß, grün und heißen Miere oder Ackerkratzdistel.
Die Zeit, 23.08.2010, Nr. 34
Aber dann stellten wir fest: Es blühte - natürlich Miere mit ihren winzig-weißen Sternen auf hellschaumig-grünem Grund, aber beileibe nicht nur Miere.
Die Zeit, 13.06.1997, Nr. 25
Zitationshilfe
„Miere“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Miere>, abgerufen am 24.01.2020.

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