Miesmuschel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Miesmuschel · Nominativ Plural: Miesmuscheln
Aussprache
WorttrennungMies-mu-schel (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

blauschwarze, manchmal essbare Muschel der Meere, die sich oft in großen Mengen an Steinen, Pfählen festsetzt, Pfahlmuschel
Beispiel:
bei fallendem Wasser werden jetzt sogar die Kränze von Miesmuscheln […] freigelegt [Natur u. Heimat1960]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Miesmuschel f. Seit dem 18. Jh. bezeugter Name für eßbare Muschelarten, die sich mit Sekretfäden an Pfählen und Steinen festsetzen. Das erste Kompositionsglied wird allgemein als die im Ablaut zu ↗Moos (s. d.) stehende Form Mies, ahd. mios (9. Jh.), mhd. mies ‘Moos’, angesehen. Doch bleibt diese Deutung zweifelhaft.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auster Garnele schmecken züchten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Miesmuschel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Miesmuscheln gibt es fast immer, doch die kleineren Sorten sind delikater.
Die Zeit, 02.08.2006, Nr. 32
Wenn die letzten Tage zu warm waren, dann gibt es eben keine Miesmuscheln.
Der Tagesspiegel, 05.10.2004
Die Miesmuschel sieht weder mies aus, noch schmeckt sie so.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 23
Wer Miesmuscheln ißt, geht gewisse Risiken ein, krank zu werden.
o. A. [ur.]: Miesmuschel-Vergiftung. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1976]
Denn Muschelfischer legen die Kulturen, von denen sie Miesmuscheln ernten, selbst an.
Die Welt, 09.08.2002
Zitationshilfe
„Miesmuschel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Miesmuschel>, abgerufen am 16.12.2019.

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