Miete, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Miete · Nominativ Plural: Mieten
Aussprache
WorttrennungMie-te
Grundformmieten
Wortbildung mit ›Miete‹ als Erstglied: ↗Mietausfall · ↗Mietauto · ↗Mietblock · ↗Mietdroschke · ↗Mieteinnahme · ↗Mieterhöhung · ↗Mietertrag · ↗Mieterträgnis · ↗Mietfläche · ↗Mietfuhre · ↗Mietfuhrwerk · ↗Mietgarantie · ↗Mietgaul · ↗Mietgesetz · ↗Miethai · ↗Miethöhe · ↗Mietkauf · ↗Mietkontrakt · ↗Mietkosten · ↗Mietkutsche · ↗Mietmaul · ↗Mietminderung · ↗Mietniveau · ↗Mietnomade · ↗Mietobergrenze · ↗Mietobjekt · ↗Mietpartei · ↗Mietpreis · ↗Mietrecht · ↗Mietrückstand · ↗Mietsache · ↗Mietschuld · ↗Mietschulden · ↗Mietschuldner · ↗Mietsdroschke · ↗Mietsfuhrwerk · ↗Mietshaus · ↗Mietskaserne · ↗Mietskontrakt · ↗Mietspartei · ↗Mietspiegel · ↗Mietspreis · ↗Mietsschuldner · ↗Mietssteigerung · ↗Mietsstreitigkeit · ↗Mietsteigerung · ↗Mietstreitigkeit · ↗Mietsubvention · ↗Mietsverhältnis · ↗Mietsvertrag · ↗Mietswohnung · ↗Mietverhältnis · ↗Mietvertrag · ↗Mietwagen · ↗Mietwert · ↗Mietwohnung · ↗Mietwucher · ↗Mietzahlung · ↗Mietzins · ↗Mietzuschuss · ↗mietfrei · ↗mietweise
 ·  mit ›Miete‹ als Letztglied: ↗Altmiete · ↗Büromiete · ↗Hauptmiete · ↗Hausmiete · ↗Jahresmiete · ↗Kaltmiete · ↗Kostenmiete · ↗Ladenmiete · ↗Lagermiete · ↗Marktmiete · ↗Monatsmiete · ↗Platzmiete · ↗Saalmiete · ↗Sozialmiete · ↗Spitzenmiete · ↗Staffelmiete · ↗Stammsitzmiete · ↗Standmiete · ↗Untermiete · ↗Vergleichsmiete · ↗Wagenmiete · ↗Wohnungsmiete · ↗Wuchermiete · ↗Zählermiete
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Entgelt des Mieters für den Gebrauch einer gemieteten Sache, besonders einer Wohnung
Beispiele:
eine hohe, niedrige, überhöhte Miete
die fällige, rückständige Miete
umgangssprachlich die kalte, warme Miete
die Miete für diese Wohnung beträgt 450 Euro
wir zahlen 380 Euro Miete
die Miete zahlen, überweisen, schuldig bleiben
die Miete kassieren, eintreiben, stunden
die Mieten wurden erhöht, klettern
das Haus wirft eine gute Miete ab
2.
zur Mietein einem Mietsverhältnis
Beispiel:
bei jmdm., in der Stadt zur Miete wohnen
etw. in Miete haben
Beispiel:
wir haben das Gartenhäuschen nur in Miete
3.
nur im Singular
das Mieten
Beispiel:
die Miete von Ferienwohnungen für ganze Familien [Tageszeitung1958]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Miete1 · mieten · vermieten · Mieter · Vermieter · Untermieter · Mietshaus
Miete1 f. ‘Entgelt für die zeitweilige Überlassung einer Wohnung, eines Gegenstandes’, seltener ‘zeitweilige Übernahme’, ahd. mieta ‘Lohn, Geschenk’ (8. Jh.), mhd. miet(e) ‘Lohn, Belohnung, Vergeltung, Begabung, Beschenkung, Bestechung’, asächs. mēda, mnd. mēde, aengl. mēd, engl. (poetisch) meed führen (mit Verlust der Spirans und Ersatzdehnung) ebenso wie (mit erhaltener oder in r übergegangener alter stimmhafter Spirans vor stimmhaftem Konsonanten) got. mizdō, aengl. meord auf germ. *mizdō f. und mit griech. misthós (μισθός) ‘Lohn, Sold, Miete, Belohnung, Tagelohn’, aind. miḍhám ‘Streit, Wettkampf, Gewinn, Lohn’, aslaw. mьzda ‘Lohn’, russ. (älter) mzda (мзда) ‘Lohn, Entgelt, Belohnung’ auf ie. *mizdho-, *mizdhā ‘Lohn, Sold’. (Die germ. Feminina sind allerdings zum Teil in die Deklination der n-Stämme übergetreten.) mieten Vb. ‘etw. gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung übernehmen, jmdn. für Dienstleistungen gegen Bezahlung engagieren’, ahd. mieten ‘dingen, jmdm. Geld geben’ (9. Jh.), mhd. mieten ‘(be)lohnen, beschenken, dingen, für einen Zins in Besitz nehmen, erkaufen, bestechen’. vermieten Vb. ‘gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung überlassen’, ahd. firmieten (9./10. Jh.), mhd. vermieten. Mieter m. ‘wer gegen Bezahlung etw. zeitweilig benutzt, besonders eine Wohnung’, mhd. mietære; Vermieter m. (17. Jh.); Untermieter m. (19. Jh.). Mietshaus n. ‘gemietetes Haus’ (16. Jh.), ‘Haus, dessen Wohnungen vermietet werden’ (18. Jh.).

Miete2 f. ‘aufgeschütteter, zum Schutz vor Frost mit Stroh und Erde bedeckter Haufen von Knollenfrüchten’ gelangt im 18. Jh. aus dem Nd. ins Hd. Das nd. Mīte, mundartlich auch ‘aufgeschichteter Holz-, Heu-, Stroh-, Garben-, Misthaufen’, beruht wie mnl. mīte, nl. mijt ‘Holzstoß, Heuhaufen’ auf einer im von den Römern besiedelten Rheingebiet vorgenommenen Entlehnung aus lat. mēta ‘kegel- oder pyramidenförmige Figur, Heuschober’. Auf Grund des Übergangs von ē zu ī muß trotz später Bezeugung der germ. Formen der Entlehnungsvorgang in früher Zeit stattgefunden haben.

Thesaurus

Synonymgruppe
Leihgebühr · Mietbetrag · Miete · ↗Mietpreis
Assoziationen
Synonymgruppe
Miete · ↗Mietzins · ↗Pacht
Unterbegriffe
  • Wohnnebenkosten  ●  zweite Miete  fig. · ↗Nebenkosten  ugs.
Ökonomie
Synonymgruppe
Miete · ↗Mieteinnahme
Synonymgruppe
Bunker · ↗Erdbunker · Miete · Vorratsgrube
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Heizung Leasingrate Leerstand Nebenkosten Pacht Quadratmeter Wohnung Zins bezahlbar bezahlen billig erhöhen erzielbar gezahlt günstig halb hoch horrend kürzen mindern monatlich niedrig ortsüblich sinkend steigend umlegen vereinbart wohnen zahlen überhöht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Miete‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit Monaten hatten die beiden Bewohner keine Miete mehr gezahlt.
Die Welt, 24.10.2005
Frau F. gibt im Monat etwa 300 Euro für Essen aus, 650 für die Miete.
Der Tagesspiegel, 05.12.2004
Das Geld für die Miete, die übermorgen fällig ist, habe ich auch schon bereit liegen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 30.05.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zwar führt er das Geld für die Miete bei sich, doch hat er nicht die Absicht, es ohne weiteres locker zu lassen.
Kolb, Annette: Die Schaukel, Frankfurt a. M.: Fischer 1960 [1934], S. 122
Das mit der Miete würde sie schon weiter in Ordnung bringen.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15274
Zitationshilfe
„Miete“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Miete#1>, abgerufen am 20.08.2019.

Weitere Informationen …

Miete, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Miete · Nominativ Plural: Mieten
Aussprache
WorttrennungMie-te
Wortbildung mit ›Miete‹ als Letztglied: ↗Getreidemiete · ↗Kartoffelmiete · ↗Rübenmiete · ↗Strohmiete
eWDG, 1974

Bedeutung

Landwirtschaft
a)
Stapel von Feldfrüchten, der zum Überwintern in einer flachen Grube angelegt und zum Schutz vor ungünstiger Witterung hoch mit Stroh und Erde abgedeckt wird
Beispiele:
eine Miete anlegen, abdecken, öffnen
Kartoffeln, Runkelrüben, Gemüse aus der Miete holen
Später kommt mir der Frost in die Mieten, wenn ich sie noch einmal öffne [StrittmatterTinko204]
b)
großer, im Freien aufgeschichteter Heuhaufen, Strohhaufen, Getreidehaufen
Beispiel:
das Getreide in Mieten setzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Miete1 · mieten · vermieten · Mieter · Vermieter · Untermieter · Mietshaus
Miete1 f. ‘Entgelt für die zeitweilige Überlassung einer Wohnung, eines Gegenstandes’, seltener ‘zeitweilige Übernahme’, ahd. mieta ‘Lohn, Geschenk’ (8. Jh.), mhd. miet(e) ‘Lohn, Belohnung, Vergeltung, Begabung, Beschenkung, Bestechung’, asächs. mēda, mnd. mēde, aengl. mēd, engl. (poetisch) meed führen (mit Verlust der Spirans und Ersatzdehnung) ebenso wie (mit erhaltener oder in r übergegangener alter stimmhafter Spirans vor stimmhaftem Konsonanten) got. mizdō, aengl. meord auf germ. *mizdō f. und mit griech. misthós (μισθός) ‘Lohn, Sold, Miete, Belohnung, Tagelohn’, aind. miḍhám ‘Streit, Wettkampf, Gewinn, Lohn’, aslaw. mьzda ‘Lohn’, russ. (älter) mzda (мзда) ‘Lohn, Entgelt, Belohnung’ auf ie. *mizdho-, *mizdhā ‘Lohn, Sold’. (Die germ. Feminina sind allerdings zum Teil in die Deklination der n-Stämme übergetreten.) mieten Vb. ‘etw. gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung übernehmen, jmdn. für Dienstleistungen gegen Bezahlung engagieren’, ahd. mieten ‘dingen, jmdm. Geld geben’ (9. Jh.), mhd. mieten ‘(be)lohnen, beschenken, dingen, für einen Zins in Besitz nehmen, erkaufen, bestechen’. vermieten Vb. ‘gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung überlassen’, ahd. firmieten (9./10. Jh.), mhd. vermieten. Mieter m. ‘wer gegen Bezahlung etw. zeitweilig benutzt, besonders eine Wohnung’, mhd. mietære; Vermieter m. (17. Jh.); Untermieter m. (19. Jh.). Mietshaus n. ‘gemietetes Haus’ (16. Jh.), ‘Haus, dessen Wohnungen vermietet werden’ (18. Jh.).

Miete2 f. ‘aufgeschütteter, zum Schutz vor Frost mit Stroh und Erde bedeckter Haufen von Knollenfrüchten’ gelangt im 18. Jh. aus dem Nd. ins Hd. Das nd. Mīte, mundartlich auch ‘aufgeschichteter Holz-, Heu-, Stroh-, Garben-, Misthaufen’, beruht wie mnl. mīte, nl. mijt ‘Holzstoß, Heuhaufen’ auf einer im von den Römern besiedelten Rheingebiet vorgenommenen Entlehnung aus lat. mēta ‘kegel- oder pyramidenförmige Figur, Heuschober’. Auf Grund des Übergangs von ē zu ī muß trotz später Bezeugung der germ. Formen der Entlehnungsvorgang in früher Zeit stattgefunden haben.

Thesaurus

Synonymgruppe
Leihgebühr · Mietbetrag · Miete · ↗Mietpreis
Assoziationen
Synonymgruppe
Miete · ↗Mietzins · ↗Pacht
Unterbegriffe
  • Wohnnebenkosten  ●  zweite Miete  fig. · ↗Nebenkosten  ugs.
Ökonomie
Synonymgruppe
Miete · ↗Mieteinnahme
Synonymgruppe
Bunker · ↗Erdbunker · Miete · Vorratsgrube
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Heizung Leasingrate Leerstand Nebenkosten Pacht Quadratmeter Wohnung Zins bezahlbar bezahlen billig erhöhen erzielbar gezahlt günstig halb hoch horrend kürzen mindern monatlich niedrig ortsüblich sinkend steigend umlegen vereinbart wohnen zahlen überhöht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Miete‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit Monaten hatten die beiden Bewohner keine Miete mehr gezahlt.
Die Welt, 24.10.2005
Frau F. gibt im Monat etwa 300 Euro für Essen aus, 650 für die Miete.
Der Tagesspiegel, 05.12.2004
Das Geld für die Miete, die übermorgen fällig ist, habe ich auch schon bereit liegen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 30.05.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zwar führt er das Geld für die Miete bei sich, doch hat er nicht die Absicht, es ohne weiteres locker zu lassen.
Kolb, Annette: Die Schaukel, Frankfurt a. M.: Fischer 1960 [1934], S. 122
Das mit der Miete würde sie schon weiter in Ordnung bringen.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15274
Zitationshilfe
„Miete“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Miete#2>, abgerufen am 20.08.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Mietdroschke
Mietblock
Mietauto
Mietausfall
Miesnik
Mieteinnahme
mieten
Mieter
Mieterausschuss
Mieterbund