Migräne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Migräne · Nominativ Plural: Migränen
Aussprache
WorttrennungMi-grä-ne · Mig-rä-ne (computergeneriert)
HerkunftGriechisch → Französisch
eWDG, 1974

Bedeutung

in Anfällen auftretender, oft einseitiger und stundenlang anhaltender, heftiger Kopfschmerz
Beispiele:
an Migräne leiden
sich mit (einer) Migräne zu Bett legen
Ich bekomme wieder diese schauderhafte Migräne, das fängt immer in den Schläfen an [BrechtKaukas. Kreidekreis2]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Migräne f. ‘starke (einseitige) Kopfschmerzen (mit Erbrechen)’, als medizinischer Terminus Übernahme (um 1700) von gleichbed. mfrz. frz. migraine, afrz. migraigne; dieses (auch in adjektivischer Verwendung afrz. gote, fievre migraigne ‘Kopfweh’, eigentlich ‘Krankheit, Fieber auf einer Kopfseite’) beruht auf spätlat. hēmicrānia, griech. hēmikrānía (ἡμικρανία) ‘einseitiger Kopfschmerz’, zusammengesetzt aus griech. hēmi- (ἡμι-) ‘halb’ und griech. krāníon (κρανίον) ‘Schädel, Hirnschale’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akupunktur Allergie Angstzustand Asthma Aura Bluthochdruck Epilepsie Erbrechen Gelenkschmerz Herzbeschwerde Hexenschuß Kolik Konzentrationsstörung Kopfschmerz Kreislaufstörung Magenschmerz Narbenschmerz Neurodermitis Rheuma Rückenschmerz Schlaflosigkeit Schlafstörung Spannungskopfschmerz Tinnitus Verspannung Volkskrankheit chronisch erblich heilbar lindern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Migräne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Du brauchst keine Migräne vorzutäuschen, denn du hast immer Lust.
Bild, 17.10.2001
Nur manchmal lag er plötzlich mit Migräne für mehrere Tage im Bett.
Der Tagesspiegel, 03.03.2001
Den ganzen Tag kämpfte ich mit Migräne, sie wurde schließlich überwältigend schlimm.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1934. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1934], S. 153
Ich glaubte gegen Morgen, vor Elend im Leibe zu sterben; Eva wachte mit entsetzlicher Migräne auf.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1922. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1922], S. 380
Sie hat an einem solchen Morgen unfehlbar Migräne und muß bis Mittag in ihrem Zimmer bleiben.
Hofmannsthal, Hugo von: Der Unbestechliche. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1923], S. 522
Zitationshilfe
„Migräne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Migräne>, abgerufen am 19.01.2019.

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