Mikado, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mikados · Nominativ Plural: Mikados
Aussprache
WorttrennungMi-ka-do
HerkunftJapanisch
eWDG, 1974

Bedeutung

Geschicklichkeitsspiel, bei dem dünne Holzstäbchen so aufgenommen werden müssen, dass sich die darunterliegenden nicht bewegen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mikado m. ein (in Japan nur selten gebrauchter) Titel für den japanischen Kaiser, im Dt. in einem Stäbchenspiel übertragen (20. Jh.) auf das Stäbchen mit höchstem Wert und (mit neutralem Genus) auf das Geschicklichkeitsspiel selbst.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter Bezugnahme auf den Angriff auf Pearl Harbour versicherte der Mikado, daß er niemals gewünscht hätte, eine außenpolitische Entscheidung durch einen kriegerischen Akt zu erzwingen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1945]
Er ließ den Satz unvollendet und vertiefte sich wieder in sein Mikado.
Brussig, Thomas: Helden wie wir, Berlin: Verl. Volk und Welt 1996 [1995], S. 264
Mit Reformwillen hat das alles nichts zu tun, eher mit politischem Mikado.
Die Welt, 17.07.2003
Bei Impotenz ist es aus - dann können Sie Mikado spielen!
Bild, 29.09.2000
Was liegt näher, als die Zeit zu einer unterhaltsamen Partie Mikado zu nutzen?
Die Zeit, 16.04.1971, Nr. 16
Zitationshilfe
„Mikado“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mikado>, abgerufen am 23.01.2019.

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