Mikroskopie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mikroskopie · Nominativ Plural: Mikroskopien · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Mi-kro-sko-pie · Mi-kros-ko-pie · Mik-ro-sko-pie · Mik-ros-ko-pie
Wortzerlegung mikro-1-skopie
Wortbildung  mit ›Mikroskopie‹ als Letztglied: ↗Elektronenmikroskopie · ↗Infrarotmikroskopie · ↗Kapillarmikroskopie · ↗Ultramikroskopie · ↗Übermikroskopie
Herkunft Mikroskop
eWDG

Bedeutung

Wissenschaft Untersuchungsmethode, die sich des Mikroskops bedient
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mikro- · Mikrokosmos · Mikrophon · Mikroskop · Mikroskopie · mikroskopisch
mikro- Bestimmungswort in vorwiegend naturwissenschaftlichen Termini mit der Bedeutung ‘klein’. Zugrunde liegt griech. mīkrós (μικρός) ‘klein, kurz, gering’, das bereits im Griech. häufig als erstes Glied in Komposita erscheint, vgl. griech. mīkrodosía (μικροδοσία) ‘kleine Gabe’, mīkrópsȳchos (μικρόψυχος) ‘kleinmütig’, mīkrókarpos (μικρόκαρπος) ‘mit kleinen Früchten’, mīkróspermos (μικρόσπερμος) ‘mit kleinen oder mit wenig Samen’. Nach diesem Vorbild entstehen in der Wissenschaftssprache (19./20. Jh.) zahlreiche Neubildungen, vgl. Mikroklima ‘Klima kleinster Bereiche’, Mikrographie ‘Beschreibung kleiner, mit dem Vergrößerungsglas beobachteter Körper’, Mikrometrie ‘Kleinmessung’, mikrophyllisch ‘kleinblättrig’, Mikroorganismus ‘Kleinlebewesen’ (s. ↗Mikrobe). Mikrokosmos m. ‘der Mensch als verkleinertes Abbild des Universums, Welt der Kleinlebewesen’, Mikrokosmus (Paracelsus), Gegenwort ↗Makrokosmos (s. d.), Übernahme (16. Jh.) von lat. mīcrocosmus, griech. mīkrókosmos (μικρόκοσμος) ‘kleine Welt’, zu griech. kósmos (κόσμος) ‘Ordnung, Anstand, Schmuck, Weltordnung, Welt’ (s. ↗Kosmos). Mikrophon n. Gerät zur Umwandlung von Schallschwingungen in elektrische Stromschwankungen (19. Jh.), Übernahme von engl. frz. microphone (18. Jh.), gelehrte Bildung zu griech. phōnḗ (φονή) ‘Laut, Ton, Schall’. Mikroskop n. ‘optisches Vergrößerungsgerät’ (17. Jh.), vgl. engl. frz. microskope (17. Jh.), alle nach nlat. mīcroscopium (1618); s. ↗-skop. Dazu Mikroskopie f. (17. Jh.) und mikroskopisch Adj. (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Mikroskopie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mikroskopie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mikroskopie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Test zeigt sie bereits bei den ersten Symptomen an, früher als die herkömmliche Mikroskopie.
Süddeutsche Zeitung, 24.04.1997
Doch in Wirklichkeit stellt die Mikroskopie längst eine weitaus vielgestaltigere Welt der Verfahren und Geräte dar.
Die Zeit, 15.04.1994, Nr. 16
Denn neben der Mikroskopie hat der kalte Strahl noch andere Stärken.
Der Tagesspiegel, 23.08.2001
Ausgezeichnet wurde er für seine Arbeiten über die Entwicklung der elektronischen kristallographischen Mikroskopie und für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Strukturen der Nukleinsäureproteine.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1982]
Zwecke sind sie in der Kosmetik, Pharmazie, Mikroskopie, als Indikatoren, in der Pyrotechnik und Photographie eingesetzt.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 34509
Zitationshilfe
„Mikroskopie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mikroskopie>, abgerufen am 19.04.2021.

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