Milderungsgrund, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungMil-de-rungs-grund
WortzerlegungMilderungGrund
eWDG, 1974

Bedeutung

Grund, der etw. milder beurteilen lässt
Beispiel:
dessen Leiden ein Milderungsgrund bei Betrachtung seiner meist üblen Laune sei [G. Hauptm.Quint1,65]

Typische Verbindungen
computergeneriert

berücksichtigen erheblich gewichtig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Milderungsgrund‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch sie erkennt, weil die Milderungsgründe überwiegen, auf einen minder schweren Fall.
Süddeutsche Zeitung, 31.05.1994
Wenn eine Mutter unmittelbar nach der Geburt ihre Kinder getötet hat, war das ein Milderungsgrund.
Die Zeit, 05.06.2006, Nr. 23
Leo Stern fand für diese Flucht aus Angstpsychose menschliche Milderungsgründe, »verurteilte« sie aber wegen ihres objektiv angerichteten Schadens.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1950. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1950], S. 91
Wenn man seinem Bestreiten glaubt, würde es mehr als Milderungsgrund denn als vollständige Rechtfertigung gewertet werden.
o. A.: Einundsiebzigster Tag. Freitag, 1. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 4805
Er könnte als Hintergrund, als Milderungsgrund oder zur Erklärung herangezogen werden, wie sich die Dinge abgespielt haben.
o. A.: Siebenundsechzigster Tag. Montag, 25. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 2665
Zitationshilfe
„Milderungsgrund“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Milderungsgrund>, abgerufen am 19.08.2019.

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