Mine, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mine · Nominativ Plural: Minen
Aussprache
WorttrennungMi-ne
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Mine‹ als Letztglied: ↗Diamantenmine · ↗Diamantmine
eWDG, 1974

Bedeutung

Bergwerk, besonders Erzgrube, Erzgang
Beispiele:
in einer Mine arbeiten
diese Mine wurde stillgelegt
bildlich
Beispiel:
Die Wirklichkeit ist eine unerschöpfliche Mine, wenn man zu schürfen versteht [St. ZweigBalzac236]
Stollen
Beispiel:
Minen graben, vortreiben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mine · minieren · unterminieren
Mine f. ‘Bergwerk, Erzgang, Sprengkörper, Bleistift- oder Kugelschreibereinlage’. Für afrz. frz. mine ‘Erz-, Kohlengang’ ist, da die Verbreitung des Wortes im roman. Sprachraum vom Galloroman. ausgeht, Herkunft aus dem Kelt. wahrscheinlich; vorauszusetzen wäre gall. *mīna, das sich mit air. mian, mēin, kymr. mwyn ‘Erz’ in einer älteren kelt. Form *meina ‘rohes Metall’ vereinigen läßt. Nach der Erfindung des Pulvers bezeichnet frz. mine auch die unterirdischen Gänge für Sprengladungen bei Belagerungen sowie den in diesen Gängen angebrachten Sprengsatz und schließlich einen explosiven Sprengkörper überhaupt. In diesen Verwendungen wird Mine gegen Ende des 16. Jhs. in die dt. Militärsprache aufgenommen. Erst nach der Mitte des 17. Jhs. ist auch die ältere Bedeutung ‘Erzgang, -grube’ im Dt. nachzuweisen, besonders in Komposita wie Erz-, Gold-, Kupfer-, Silbermine. Der übertragene Gebrauch des Wortes für ‘Bleistift- und Kugelschreibereinlage’ begegnet im 19. bzw. 20. Jh. minieren Vb. ‘unterirdische Stollen oder Gänge graben’ (Anfang 17. Jh.), aus gleichbed. frz. miner. Häufiger ist dazu gebildetes unterminieren Vb. ‘Gänge graben, Sprenglöcher anlegen, Sprengkörper auslegen’ (17. Jh.), das neben älteres untergraben tritt und dieses (zumal in militärischer Fachsprache) ablöst.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bergwerk · ↗Grube · Mine · ↗Stollen · ↗Zeche  ●  ↗Pütt  ugs.
Assoziationen
Militär
Synonymgruppe
Mine · ↗Sprengfalle
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Mine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Blindgänger Bombe Entschärfung Explosion Granate Handgranate Munition Panzerfaust Räumen Räumung Selbstschussanlage Sprengfalle Sprengstoff Stacheldraht Torpedo entschärfen explodieren explodierend ferngezündet gelegt hochgehen räumen stillgelegt südafrikanisch vergraben verlegt versteinert verstümmeln zerfetzen Ächtung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mine‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Mine war so gefährlich, dass sie Jahre zuvor geschlossen worden war.
Der Tagesspiegel, 13.06.2000
Die in der Mine streikenden Arbeiter hinderten die Reporter demnach zudem daran, sich dem Toten zu nähern.
Die Zeit, 12.09.2012 (online)
So erfahren wir nur, daß das Erz aus «Löchern», also aus Minen, gewonnen und dann gegen babylonische Waren eingetauscht wurde.
Krämer, Walter: Geheimnis der Ferne, Leipzig u. a.: Urania-Verlag 1971, S. 69
Es waren ein paar Zentner Gold, Erträgnisse der Minen im Kongo.
Grzimek, Bernhard: Kein Platz für wilde Tiere, Köln: Lingen [1973] [1954], S. 277
Die Edelsteine aus reichen Minen wurden nicht verarbeitet, sondern als Rohmaterial den Göttern geopfert.
o. A.: Lexikon der Kunst - C. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 9074
Zitationshilfe
„Mine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mine#1>, abgerufen am 17.02.2020.

Weitere Informationen …

Mine, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mine · Nominativ Plural: Minen
Aussprache
WorttrennungMi-ne
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Mine‹ als Erstglied: ↗Minenfeld · ↗Minengürtel · ↗Minenhund · ↗Minenleger · ↗Minenräumboot · ↗Minensperre · ↗Minensuchboot · ↗Minensuchgerät · ↗Minentaucher · ↗Minenteppich · ↗Minenwerfer · ↗Mineur
 ·  mit ›Mine‹ als Letztglied: ↗Antipanzermine · ↗Geräuschmine · ↗Kontaktmine · ↗Landmine · ↗Panzerabwehrmine · ↗Panzermine · ↗Schützenabwehrmine · ↗Schützenmine · ↗Tretmine
eWDG, 1974

Bedeutung

im Gelände oder im Wasser verlegter hochexplosiver, besonders im Kriege verwendeter Sprengkörper, dessen Sprengladung durch einen Zünder zur Explosion gebracht wird
Beispiele:
Minen legen, entschärfen, räumen
die Mine explodierte, detonierte
das Schiff ist auf eine Mine gelaufen
auf eine Mine treten
bald krachten über das Gewehr- und Maschinengewehrfeuer hinweg die Minen [UhsePatrioten1,28]
umgangssprachlich, bildlich eine Mine legeneine Intrige spinnen
Beispiel:
Dubslav, der nun nicht länger säumen mochte, seine Mine zu legen [FontaneStechlinI 5,407]
alle Minen springen lassenalles versuchen, alle Mittel einsetzen
Beispiele:
er ließ alle Minen springen, um diesen Posten zu bekommen
Prinz Louis wird nie zu ihr kommen. Sie läßt alle ihre Minen umsonst springen [AlexisRuhe2,139]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mine · minieren · unterminieren
Mine f. ‘Bergwerk, Erzgang, Sprengkörper, Bleistift- oder Kugelschreibereinlage’. Für afrz. frz. mine ‘Erz-, Kohlengang’ ist, da die Verbreitung des Wortes im roman. Sprachraum vom Galloroman. ausgeht, Herkunft aus dem Kelt. wahrscheinlich; vorauszusetzen wäre gall. *mīna, das sich mit air. mian, mēin, kymr. mwyn ‘Erz’ in einer älteren kelt. Form *meina ‘rohes Metall’ vereinigen läßt. Nach der Erfindung des Pulvers bezeichnet frz. mine auch die unterirdischen Gänge für Sprengladungen bei Belagerungen sowie den in diesen Gängen angebrachten Sprengsatz und schließlich einen explosiven Sprengkörper überhaupt. In diesen Verwendungen wird Mine gegen Ende des 16. Jhs. in die dt. Militärsprache aufgenommen. Erst nach der Mitte des 17. Jhs. ist auch die ältere Bedeutung ‘Erzgang, -grube’ im Dt. nachzuweisen, besonders in Komposita wie Erz-, Gold-, Kupfer-, Silbermine. Der übertragene Gebrauch des Wortes für ‘Bleistift- und Kugelschreibereinlage’ begegnet im 19. bzw. 20. Jh. minieren Vb. ‘unterirdische Stollen oder Gänge graben’ (Anfang 17. Jh.), aus gleichbed. frz. miner. Häufiger ist dazu gebildetes unterminieren Vb. ‘Gänge graben, Sprenglöcher anlegen, Sprengkörper auslegen’ (17. Jh.), das neben älteres untergraben tritt und dieses (zumal in militärischer Fachsprache) ablöst.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bergwerk · ↗Grube · Mine · ↗Stollen · ↗Zeche  ●  ↗Pütt  ugs.
Assoziationen
Militär
Synonymgruppe
Mine · ↗Sprengfalle
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Mine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Blindgänger Bombe Entschärfung Explosion Granate Handgranate Munition Panzerfaust Räumen Räumung Selbstschussanlage Sprengfalle Sprengstoff Stacheldraht Torpedo entschärfen explodieren explodierend ferngezündet gelegt hochgehen räumen stillgelegt südafrikanisch vergraben verlegt versteinert verstümmeln zerfetzen Ächtung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mine‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Knapp sechs Stunden später sei fast an gleicher Stelle eine Mine detoniert.
Die Welt, 14.08.2000
Immer noch befinden sich mehr als eine Million Minen in der rötlichen angolanischen Erde.
konkret, 1993
Sie legten Millionen Minen, davon war 1957 erst eine Million geräumt.
Der Spiegel, 16.06.1986
Nun, wir wissen es heute, daß es in der Tat sein Schicksal war, von einer Mine in das Jenseits befördert zu werden.
Suttner, Bertha von: Autobiographie. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8328
Die Mine explodierte natürlich und brachte ihm über fünfzig Wunden bei.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 56
Die Mine wird durch eine Eigenladung getrieben, nicht wie die Granate durch Kartuschen.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 152
Zitationshilfe
„Mine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mine#2>, abgerufen am 17.02.2020.

Weitere Informationen …

Mine, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mine · Nominativ Plural: Minen
Aussprache
WorttrennungMi-ne
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Mine‹ als Letztglied: ↗Grafitmine · ↗Graphitmine
eWDG, 1974

Bedeutung

stäbchenförmige Füllung der Schreibstifte
Beispiele:
ein Kugelschreiber, Farbstift mit blauer, roter, grüner Mine
die Mine (des Bleistifts) ist abgebrochen
in den Drehbleistift eine neue Mine einsetzen
die leere Mine des Kugelschreibers auswechseln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mine · minieren · unterminieren
Mine f. ‘Bergwerk, Erzgang, Sprengkörper, Bleistift- oder Kugelschreibereinlage’. Für afrz. frz. mine ‘Erz-, Kohlengang’ ist, da die Verbreitung des Wortes im roman. Sprachraum vom Galloroman. ausgeht, Herkunft aus dem Kelt. wahrscheinlich; vorauszusetzen wäre gall. *mīna, das sich mit air. mian, mēin, kymr. mwyn ‘Erz’ in einer älteren kelt. Form *meina ‘rohes Metall’ vereinigen läßt. Nach der Erfindung des Pulvers bezeichnet frz. mine auch die unterirdischen Gänge für Sprengladungen bei Belagerungen sowie den in diesen Gängen angebrachten Sprengsatz und schließlich einen explosiven Sprengkörper überhaupt. In diesen Verwendungen wird Mine gegen Ende des 16. Jhs. in die dt. Militärsprache aufgenommen. Erst nach der Mitte des 17. Jhs. ist auch die ältere Bedeutung ‘Erzgang, -grube’ im Dt. nachzuweisen, besonders in Komposita wie Erz-, Gold-, Kupfer-, Silbermine. Der übertragene Gebrauch des Wortes für ‘Bleistift- und Kugelschreibereinlage’ begegnet im 19. bzw. 20. Jh. minieren Vb. ‘unterirdische Stollen oder Gänge graben’ (Anfang 17. Jh.), aus gleichbed. frz. miner. Häufiger ist dazu gebildetes unterminieren Vb. ‘Gänge graben, Sprenglöcher anlegen, Sprengkörper auslegen’ (17. Jh.), das neben älteres untergraben tritt und dieses (zumal in militärischer Fachsprache) ablöst.

Verwendungsbeispiel für ›Mine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beim Versuch, mit dem Bleistift einige Worte an die nackte Tür zu kritzeln, brach die Mine ab.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 15
Zitationshilfe
„Mine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mine#3>, abgerufen am 17.02.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Mindmapping
Mindmap
Mindestzeit
Mindestzahl
Mindestwert
Minenarbeiter
Minenfeld
Minengesellschaft
Minengürtel
Minenhund