Mineralogie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mineralogie · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungMi-ne-ra-lo-gie (computergeneriert)
HerkunftLatein + Griechisch
Wortbildung mit ›Mineralogie‹ als Grundform: ↗mineralogisch
eWDG, 1974

Bedeutung

Lehre von den Mineralen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mineral · mineralisch · Mineralogie · Mineraloge · mineralogisch
Mineral n. Bezeichnung für jeden anorganischen Stoff der Erdrinde. Von afrz. mine (s. ↗Mine) abgeleitetes frz. miniere ‘Erzgrube’ ergibt latinisiert mlat. minera ‘Erzgrube, Erzgang, Ader’, wozu mlat. mineralis ‘das Erz, das Gestein betreffend’ (vgl. FEW 6, 1, 645). Aus der Substantivierung mlat. minerale ‘Erzgestein’ (für aes minerale?) wird im 16. Jh. Mineral entlehnt, anfangs meist in der lat. Pluralform Mineralia neben Mineralien. mineralisch Adj. ‘aus Mineralien entstanden, bestehend’ (16. Jh.). Mineralogie f. ‘Lehre von den Mineralien’ (18. Jh.), vorher Mineralogia (17. Jh.); zum zweiten Kompositionsglied s. ↗-logie. Mineraloge m. ‘wer sich mit Mineralogie beschäftigt’ (18. Jh.), anfangs auch Mineralogist; mineralogisch Adj. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mineralogie  ●  ↗Oryktognosie  veraltet
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Astronomie Botanik Chemie Geochemie Geologie Geophysik Institut Kristallographie Lehrbuch Mathematik Metallurgie Meteorologie Museum Paläontologie Physik Professor Zoologie angewandt bestimmen studieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mineralogie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Entwicklung der Naturwissenschaften in der Renaissance erstreckte sich auch auf die Mineralogie.
o. A.: Lexikon der Kunst - E. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 7146
So entstand die Kristallographie als der grundlegende Teil der allgemeinen Mineralogie.
Raaz, Franz u. Tertsch, Hermann: Geometrische Kristallographie und Kristalloptik und deren Arbeitsmethoden, Wien: J. Springer 1939, S. 4
Zunächst stellte sich die Mineralogie als noch nicht durchgepflügtes Ackerland dar.
Boy-Ed, Ida: Dorothea Schlözer. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 2341
Auch die Interpretation der Chemie und Mineralogie spricht für einen flüssigen Kern mit einem festen, eisenreichen Silikatmantel.
Die Welt, 20.05.2005
Christine Robben hat vor zwei Woche erfahren, dass sie in Köln Mineralogie studieren kann.
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2002
Zitationshilfe
„Mineralogie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mineralogie>, abgerufen am 19.03.2019.

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