Minus, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Minus · Nominativ Plural: Minus
Aussprache 
Worttrennung Mi-nus (computergeneriert)
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›Minus‹ als Erstglied: ↗Minusbetrag · ↗Minusdifferenz · ↗Minusgrad · ↗Minuskavalier · ↗Minusmann · ↗Minuspol · ↗Minuspunkt · ↗Minusrekord · ↗Minusstunde · ↗Minustyp · ↗Minuszeichen
 ·  mit ›Minus‹ als Letztglied: ↗Milliardenminus · ↗Umsatzminus

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Fehlbetrag, Defizit
  2. 2. [umgangssprachlich] Nachteil, Mangel
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Fehlbetrag, Defizit
Beispiele:
mit einem Minus abschließen
das Minus der Zahlungsbilanz ausgleichen
2.
umgangssprachlich Nachteil, Mangel
Beispiele:
die mangelhafte Schulbildung war ein großes Minus für ihn
das Minus der ungenügenden Erfahrung durch Einsatzbereitschaft ausgleichen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

minus · Minus
minus Adv. ‘weniger, abzüglich’, mathematischer Ausdruck der Subtraktion (Gegensatz ↗plus, s. d.), Übernahme (14. Jh.) von gleichbed. lat. minus, der adverbial gebrauchten neutralen Form des Komparativs lat. minor ‘kleiner, geringer’ zu lat. parvus ‘klein, gering’ (s. ↗Minorität, ↗Minister); zugrunde liegt ie. *minu- ‘minder, klein’ (s. ↗minder). Substantiviert Minus n. ‘Fehlbetrag, Verlust, Mangel’ (18. Jh.), Kaufmannssprache.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Defizit · ↗Einbuße · ↗Fehlbetrag · Minus · ↗Nachteil · ↗Verlust · ↗Verlustgeschäft  ●  Unterschuss  veraltet · ↗Miese  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) Minus (in der Kasse) · ↗Fehlbetrag · Kassendifferenz · ↗Manko
Assoziationen
  • (den) Kassenbestand ermitteln · ↗nachrechnen · ↗nachzählen  ●  (einen) Kassensturz machen  fachspr.
  • Fehlbestand · Inventurdifferenz

Typische Verbindungen zu ›Minus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Minus‹.

Verwendungsbeispiele für ›Minus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Dax lagen 29 der insgesamt 30 Einzelwerte im Minus.
Die Zeit, 23.05.2011 (online)
Und warum sollte ausgerechnet dieses Minus, wenn es gleichmäßig überall stattfindet, die Betriebe in die Lage versetzen, plötzlich üppig Geld zu verdienen?
o. A.: VORWÄRTS ZUM KAPITALISMUS. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1990]
Jedenfalls ist das Minus, das meine Person anlangt, sehr groß.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1929. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1929], S. 130
Nun, ein Strom kann wohl nur von Plus nach Minus fließen, sagte man sich.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 22
Was man als die eigentliche künstlerische Qualität der Fotografie postulieren kann, ist ein Minus an lebensechter, an authentischer Portraitierungskraft.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 209
Zitationshilfe
„Minus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Minus>, abgerufen am 29.11.2020.

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