Mischung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mischung · Nominativ Plural: Mischungen
Aussprache
WorttrennungMi-schung
Wortzerlegungmischen-ung
Wortbildung mit ›Mischung‹ als Erstglied: ↗Mischungsverhältnis  ·  mit ›Mischung‹ als Letztglied: ↗Backmischung · ↗Gewürzmischung · ↗Promenadenmischung · ↗Rassenmischung · ↗Spezialmischung · ↗Sprachmischung
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
das Mischen
Grammatik: meist im Singular
Beispiele:
eine Mischung vornehmen, versuchen, probieren
die Mischung heterogener Bestandteile
2.
das Gemischte, Gemisch
Beispiele:
eine gute, gelungene, schlechte, bunte Mischung
eine Mischung aus mehreren Farben, Kaffeesorten
Wenn wir aber Wasser und Spiritus im richtigen Verhältnis mischen ... dann ist diese Mischung genau so schwer wie Öl [K. v. FrischLeben30]
übertragen
Beispiele:
Das ganze Bild ist eine zauberhafte Mischung von moderner Landschaft und mittelalterlicher Kulisse [HamannGesch. d. Kunst2,380]
Er war eine merkwürdige Mischung von Sportsmann und Buchhändler [H. W. RichterSpuren363]
eine weise Mischung aus kluger Nachgiebigkeit und strafender Milde [MusilMann463]
Mischungsverhältnis
Beispiele:
eine günstige, falsche Mischung
eine Mischung 2 zu 3
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mischen · Mischung · Mischling · Mischmasch
mischen Vb. ‘durcheinandermengen’, ahd. misgen, misken (9. Jh.), mhd. mischen, aengl. miscian sind als Entlehnungen aus lat. miscēre ‘(ver)mischen’ anzusehen und dürften mit dem römischen Weinhandel ins Westgerm. gelangt sein, dabei aus dem Germ. überkommenes ↗mengen (s. d.), zumal im Obd. und im Rheingebiet, verdrängend; vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 324 ff. Mischung f. ahd. miskunga (9. Jh.), spätmhd. mischunge. Mischling m. ‘Produkt des Vermischens’ (17. Jh.), in der Biologie ein Nachkomme verschiedener Tierarten bzw. Menschenrassen (um 1800). Mischmasch m. ‘ungeordnetes Durcheinander’ (17. Jh.), älter Mischmesche (16. Jh.), wortspielerisch ablautende Bildung zum Verb.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gemenge · ↗Gemisch · Mischung · ↗Mixtur · ↗Vermischung
Unterbegriffe
  • Azeotrop · azeotropes Gemisch
Assoziationen
Synonymgruppe
Gebräu · ↗Gemisch · ↗Melange · Mischung · ↗Mix · ↗Mixtur  ●  ...cocktail (journal.)  fig. · ↗Cocktail  fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
Allerlei · ↗Gemisch · ↗Melange · Mischung · ↗Mix
Assoziationen
  • gemischt · synkretisch · ↗unrein · vermischt · zusammengesetzt
Technik
Synonymgruppe
Legierung · Mischung (von Metallen)
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
(ein) Mix (an) · (wilde) Mischung · ↗Chaos · Gemeng(e) · ↗Gemisch · ↗Gewirr · ↗Sammelsurium · ↗Unordnung · ↗Verhau · ↗Wirrnis · ↗Wirrwarr · ↗Wust  ●  ↗(wüstes / regelloses / wildes) Durcheinander  Hauptform · ↗Dschungel  fig. · ↗Pelemele  franz. · ↗Tohuwabohu  hebräisch · ↗Kuddelmuddel  ugs. · ↗Mischmasch  ugs. · ↗Salat  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(eine) Zwischenstellung einnehmen (zwischen) · Mischung (aus) · ↗Zwischenform  ●  ↗Mittelding  ugs. · ↗Zwischending  ugs., Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bewunderung Humor Ironie Jazz Naivität Neugier Resignation Rock Stolz Trotz Unterhaltung Wohnen Wut ausgewogen brisant bunt eigenartig eigentümlich eigenwillig einzigartig explosiv gelungen gesund krud merkwürdig perfekt richtig seltsam typisch wild

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mischung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die beteiligten Nationen haben landestypische Bauten errichtet, und es entstand tatsächlich eine gelungene Mischung.
Der Tagesspiegel, 26.04.2003
Die meisten Frauen enthalten eine Mischung beider Typen - und manchmal findet man auch beide voll entfaltet in einer Frau beisammen.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 53
Die richtige Mischung ist schon immer eine Stärke der Barons gewesen.
Süddeutsche Zeitung, 06.09.2001
In der Tat war es beides zugleich oder eine Mischung aus beidem.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 127
Der theologische Gehalt ist zwar nicht neu, aber in seiner Mischung bezeichnend.
Schneider, Carl: Das Christentum. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 20445
Zitationshilfe
„Mischung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mischung>, abgerufen am 13.12.2019.

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