Model, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Models · Nominativ Plural: Model
Aussprache  [ˈmɔdl̩]
Worttrennung Mo-del
Wortbildung  mit ›Model‹ als Letztglied: Supermodel · Top-Model · Topmodel
Herkunft aus gleichbedeutend modelengl
DWDS-Basisartikel

Bedeutung

Fotomodell, Mannequin
Beispiel:
sich als Model bewerben

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Model‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Model‹.

Verwendungsbeispiele für ›Model‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Gefäße sind vorwiegend, doch nicht ausschließlich mit zweiteiligen Modeln gearbeitet worden.
Trimborn, Hermann: Das präkolumbische Amerika. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 3359
Von dieser Zeit an wird der Model zum Einblasen der Form mit verwendet.
Mauder, Bruno: Der Werkstoff Glas. In: Bräuer, Hasso (Hg.) Archiv des deutschen Alltagsdesigns, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1939], S. 332
Immerhin ist das dänische Model bekannt für seinen androgynen Stil.
Die Zeit, 09.03.2011, Nr. 10
Nicht nur auf dem Platz, auch als Model setzt er sich verdammt stark in Szene.
Bild, 26.08.2005
Dann kehrte sie vor die Kamera zurück - mit 200 Dollar pro Stunde das bestbezahlte Model der Welt.
Die Welt, 17.05.2003
Zitationshilfe
„Model“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Model#1>, abgerufen am 19.01.2022.

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Model, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Models · Nominativ Plural: Model
Aussprache  [ˈmoːdl̩]
Worttrennung Mo-del
Herkunft aus moduluslat ‘Maß’
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

1.
landschaftlich aus Holz geschnitzte Form mit eingekerbten überlieferten Mustern, mit der Backwerk geformt wird
Beispiele:
Im 18. Jahrhundert kam der Brauch der in Model gepressten Honiglebkuchen aus der Mode. [Münchner Merkur, 05.12.2020]
Das Wort [Mödela] stammt sicher aus dem Lateinischen oder aus einer romanischen Sprache, wobei zu vermuten ist, dass von der Bedeutung her die Mode (Klammotten) dahintersteckt, von der Form her aber der Model, eine Hohlform zum Gießen oder Backen. [Reutlinger General-Anzeiger, 08.11.2017]
Der Konditor gibt Aroma und rote Lebensmittelfarbe zum geschmolzenen Zucker und befüllt, wobei die behandschuhte Linke es zusammenpresst, den Model bis oben hin mit der zähen Masse. [Süddeutsche Zeitung, 15.04.2017]
In Augsburg war er als Staatsanwalt genötigt worden, aus Sittlichkeitsgründen gegen einige Bäckermeister vorzugehen, welche Model mit mittelalterlichen Bildern zur Herstellung feineren Backwerks benützten. [Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten. Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.): Deutsche Autobiographien 1690–1930. Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 9696]
2.
Hohlform für Wachs, Glas, Keramik o. Ä.DWDS
Beispiele:
Danach wurde Zinnfolie auf den Model gelegt und in die Form hineingeschlagen. Die Prägemasse aus Kreide, Leim und Koniferenbalsam wurde auf die Rückseite der in dem Model befindl. Folie aufgetragen, der Überschuß abgezogen, die Zinnfolie vom Model getrennt und die äußerst dünnen »Brokatblätter« nach dem Vergolden appliziert. [Olbrich, Harald (Hg.): Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 26674]
Das erforderte wie das Gießen und Herauslösen aus der Form Fingerspitzengefühl. Natürlich war vieles seriell gefertigte Massenware, dadurch aber erschwinglich. Man goss den Model meist möglichst dünn aus. [Münchner Merkur, 07.11.2020]
Mit Hilfe der Hohlform kann der Glasbläser eine fast unbegrenzte Zahl von gleichartigen Gläsern mit demselben Dekor herstellen, und durch die Musterung des Models ist keine weitere zusätzliche Verzierung des Glases in einem zweiten Arbeitsgang mehr notwendig. [Schade, Günter: Deutsches Glas. Leipzig: Koehler & Amelang 1968, S. 30]
Und ebensowenig fehlt die Keramik, häufig sind Miniaturfigurinen und Köpfchen von bis zu drei Zentimetern Höhe, mit oder ohne Kopfschmuck; sie zeigen eine durchaus realistische Note und wurden in Modeln erstellt, wobei solche mit beweglichen Armen und Beinen den naturalistischen Zug unterstreichen. [Trimborn, Hermann: Das präkolumbische Amerika. In: Propyläen Weltgeschichte. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 8328]
Beim Auftreten des Kristallglases […] trat der Glasmacher, der seine Formen am Ofen selbst vollständig herstellte, mehr in den Hintergrund. Von dieser Zeit an wird der Model zum Einblasen der Form mit verwendet. [Mauder, Bruno: Der Werkstoff Glas. In: Bräuer, Hasso (Hg.): Archiv des deutschen Alltagsdesigns. Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1939–1942], S. 341]
3.
fachsprachlich erhabene Druckform (wie Holzstock, Druckplatte, Walze) für Textil-, Tapetendruck o. Ä.
Beispiele:
Danach setzt sie den Model auf das Steppkissen. »Im Papp ist Alaun drin, Tonerde, Sonnenblumenöl, Harz vom Akazienbaum. Das genaue Rezept darf ich natürlich nicht verraten«, sagt die 50‑Jährige. Sie reicht den Model ihrem Mann, der ihn auf den Stoff legt und behutsam mit der Faust auf dessen Oberseite schlägt. Das geht so weiter, Zug um Zug, bis der Stoff fertig bedruckt ist. [Süddeutsche Zeitung, 11.05.2017]
Ein netter Nebeneffekt sind Papier‑Reliefkarten, die sich mit Kunststoffmodeln einfach herstellen lassen und sich als Geschenkidee bestens eignen. So wird’s gemacht: Weißes Papier in Wasser einweichen, die Masse auf den Model drücken, das Wasser mit Schwammtuch aus den Gebilden pressen, trocknen lassen und auf eine Karte kleben. [Reutlinger General-Anzeiger, 09.12.2017]
Wer will, kann ab sofort Mitarbeiterin Konstanze G[…] über die Schulter schauen, wenn sie den Papp mit einer Holzform, dem so genannten Model, auf den weißen Baumwollstoff presst. [Leipziger Volkszeitung, 17.08.2006]
Hier in dem Maß‑ und Stabwerk konkurriert die Backsteingotik offensichtlich mit den Steinmetzarbeiten. Technisch ist das ermöglicht durch die Verwendung von Formsteinen, die, in besonderen Modeln gepreßt, kunstvoll zusammengesetzt werden müssen. [Gudenrath, Eduard: Geist und Gestalt in der Baukunst. Berlin: Oestergaard 1929, S. 148]
4.
Handarbeit (von Holzstöcken gedruckte) Vorlage für Stick- und Wirkarbeiten
Beispiel:
Statt Fingerhüten stehen dem 40‑Jährigen heute verschiedene Model zur Verfügung. Das sind unterschiedlich große Holzformen in Hutform. Auf solch einen Model setzt Wolf jetzt einen Hutstumpen aus gefilztem Hasenhaar, den er erst mit heißem Dampf nass, weich und formbar gemacht hat. [Neue Osnabrücker Zeitung, 14.11.2020]

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Modell · Model · modeln · ummodeln · modellieren · Modelleur · Modellierer
Modell n. ‘Vorbild, Muster, Entwurf’ (besonders in der bildenden Kunst, in der Architektur, in der Kleidermode), entlehnt (um 1600) aus ital. modello ‘Muster’, das auf spätlat. *modellus, zu lat. modulus ‘Maß’, in der Architektur besonders ‘Maßstab, Grundmaß’, beruht, dem Deminutivum zu lat. modus ‘Maß, Ziel, Vorschrift, Art und Weise’ (s. Modus). Das Substantiv tritt zuerst in der Künstlersprache auf (z. B. bei oberdeutschen Goldschmieden, die vielfach nach italienischen Mustern arbeiten). Es verdrängt altes Model m. n. ‘Muster, Vorlage, Form’, ahd. modul ‘Bindeglied im Satz, Konjunktion’ (um 1000), mhd. model ‘Maß, Form, Vorbild’, das unmittelbar aus lat. modulus entlehnt und heute noch im handwerkssprachlichen Bereich üblich ist. Ebenfalls auf lat. modulus beruhendes engl. model ‘Muster, Vorbild’ entwickelt die Bedeutung ‘Fotomodell, Vorführdame’ und wird in diesem Sinne (mit engl. Aussprache) ins Dt. übernommen (Ende 20. Jh.). Dazu modeln Vb. ‘nach einem Muster gestalten, formen’, dann auch ‘unbedeutende Veränderungen anbringen’, mhd. modelen; heute dafür vielfach ummodeln ‘umgestalten, verändern’ (18. Jh.). modellieren Vb. ‘ein Modell herstellen, etw. formen, plastisch bilden’ (18. Jh.), ital. modellare. Modelleur m. ‘Kunsthandwerker, Gestalter, Former von Mustern, Modellen’ (19. Jh.), frz. modeleur. Daneben auch Modellierer m. im 19. Jh. mit dt. Endung zu modellieren gebildet.
Zitationshilfe
„Model“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Model#2>, abgerufen am 19.01.2022.

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