Modezeichnung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Modezeichnung · Nominativ Plural: Modezeichnungen
Aussprache[ˈmodəˌʦaɪ̯çnʊŋ]
WorttrennungMo-de-zeich-nung
WortzerlegungModeZeichnung
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutung

Zeichnung (1) (als Entwurf) von Mode (1), designter Bekleidung; künstlerisches Genre, die Kunst, Mode zu zeichnen
Beispiele:
»Mode zeichnen ist eine vernachlässigte, ja nahezu vergessene Kunst«, hieß es noch vor wenigen Jahren im Vorwort eines Ausstellungskatalogs, als die Modezeichnungen der Münchner Galeristin und Sammlerin Joëlle Chariau erstmals im Victoria & Albert Museum in London gezeigt wurden. [Süddeutsche Zeitung, 23.05.2015]
Die Ursprünge der Modezeichnung liegen in der höfischen Gesellschaft, sie wurzeln in dem Verlangen vornehmer Damen, sich über Kleidungsstile an anderen Höfen zu informieren. [Neue Zürcher Zeitung, 04.03.2015]
Mit dem Aufkommen qualitativ hochwertiger Modemagazine wie »Harper’s Bazaar«, »Vogue« oder »Gazette du Bon Ton« hat sich das Genre Modezeichnung als eigenständige Kunstform etabliert. [Welt am Sonntag, 01.03.2015, Nr. 9]
Die Modezeichner sind in ihrer Interpretation freier als die Fotografen, nehmen sich oft nur einzelne Elemente einer Kreation vor. Sie setzen Details in Szene, um das Wesentlichen, Neue oder auch Sensationelle des Entwurfs ins Licht zu rücken. Das Genre Modezeichnung, das neue Kollektionen eigenständig und künstlerisch interpretiert, ist noch nicht sehr alt. Es etablierte sich vor rund hundert Jahren mit dem Aufkommen von internationalen Modemagazinen wie »Vogue«, »Gazette du Bon Ton« und »Harper’s Bazaar«. [Welt am Sonntag, 21.12.2014, Nr. 51]
Natürlich […] wirken bei der gedruckten Modereklame Schrift und Zeichnung zusammen, sie bedient sich sozusagen prinzipiell auch der Zeichnung und muß sich ihrer bedienen. […] Die Modezeichnung selbst, die dem Katalog und der Modenzeitung gemeinsam ist, hat eine alte Geschichte, eine ruhmvolle Geschichte, man braucht nur an die Lipperheidesche Sammlung zur Kostümgeschichte zu erinnern. Stets hat, seit ihrem Aufkommen im 16. Jahrhundert (sogar Dürer und Holbein müssen hier schon genannt werden), die Modezeichnung alle Bewegungen der Malerei und der Graphik wiedergespiegelt, besonders seit dem 18. Jahrhundert hat sie die Technik des Kupferstichs, des Stahlstichs, der Kolorierung, der Lithographie und des Holzschnittes in ihren Dienst gestellt. [Reklame-Praxis, 1926, Nr. 9, Bd. 2]
Zitationshilfe
„Modezeichnung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Modezeichnung>, abgerufen am 25.01.2020.

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