Modifikation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Modifikation · Nominativ Plural: Modifikationen
Aussprache
WorttrennungMo-di-fi-ka-ti-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Modifikation‹ als Letztglied: ↗Verhaltensmodifikation
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
das Modifizieren, die Veränderung, (teilweise) Umwandlung
Beispiele:
die Modifikation einer Theorie, eines Verfahrens
Die klassische Mechanik bedurfte erst einer Modifikation [EinsteinRelativitätstheorie27]
2.
das Modifizierte, Abgewandelte
Beispiel:
es liegen verschiedene Modifikationen des Textes vor
3.
Biologie Veränderung, Abweichung eines Merkmals oder einer Eigenschaft bei einem Organismus, die durch Einflüsse der Umwelt hervorgerufen und nicht erblich ist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

modifizieren · Modifikation
modifizieren Vb. ‘umwandeln, verändern, mildern’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. modificāre ‘gehörig abmessen’ (zu lat. modificus ‘abgemessen’, einer Bildung zu lat. modus, s. ↗Modus, und lat. facere ‘machen, tun’). Dazu Modifikation f. ‘Umwandlung, Veränderung, Milderung’, lat. modificātio (Genitiv modificātiōnis) ‘Abmessung einer Sache’. Verb und Substantiv sind zunächst im Sinne von ‘abändern, einschränken’ bzw. ‘Abänderung, nähere Bestimmung’ Bestandteile der Verwaltungssprache, werden jedoch im 18. Jh. durch den Einfluß von frz. modifier und frz. modification belebt und gehen in den allgemeinen Gebrauch über.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abänderung · ↗Korrektur · Modifikation · ↗Modifizierung · ↗Umarbeitung · ↗Änderung
Assoziationen
Synonymgruppe
Abart · ↗Abwandlung · ↗Anpassung · ↗Ausführung · ↗Derivat · Modifikation · ↗Mutation · ↗Variante · ↗Variation · ↗Version · ↗Veränderung  ●  ↗Spielart  ugs.
Unterbegriffe
  • Cultivar · Kultivar · Kulturvarietät

Typische Verbindungen
computergeneriert

ABM-Vertrag Bug Ergänzung Erweiterung Fahrwerk Heck Innenraum Karosserie Kohlenstoff Motor behutsam chemisch denkbar divers erfordern etlich eventuell existenziell genetisch gentechnisch gering geringfügig gewiss nachträglich nötig technisch umfangreich vorgenommen vornehmen wesentlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Modifikation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hat sich gegenüber dem alten Haus zwar nicht grundlegend geändert, aber es gibt spannende Modifikationen.
Der Tagesspiegel, 17.11.2004
Mit einigen Modifikationen ist das alles auch heute noch gültig.
Die Welt, 22.08.2002
Er scheute sich indessen nicht, für eine Modifikation des Erbrechts einzutreten.
Giersch, Herbert: Allgemeine Wirtschaftspolitik, Wiesbaden: Gabler 1960, S. 137
Er hat uns die verschiedenen Modifikationen angegeben, die er gemacht haben will.
o. A.: Einhundertdreiundsechzigster Tag. Dienstag, 25. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 11550
Durch die jüngste Vergrößerung der Heere erleidet dieser Satz eine Modifikation.
Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte - Erster Teil: Das Altertum, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1920], S. 6357
Zitationshilfe
„Modifikation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Modifikation>, abgerufen am 21.11.2019.

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