Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Modus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Modus · Nominativ Plural: Modi
Aussprache 
Worttrennung Mo-dus
Wortbildung  mit ›Modus‹ als Erstglied: modal  ·  mit ›Modus‹ als Letztglied: Austragungsmodus · Betriebsmodus · Darstellungsmodus · Seinsmodus · Stromsparmodus · Verhandlungsmodus · Verteilungsmodus · Vollbildmodus · Wahlmodus · Zahlungsmodus
Mehrwortausdrücke  Modus Procedendi · Modus Vivendi
Herkunft aus gleichbedeutend moduslat ‘Maß, Ziel, Vorschrift, Art und Weise’

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Verfahrensweise, Weg, Form
  2. 2. [Sprachwissenschaft] Aussageweise des Verbs
eWDG

Bedeutungen

1.
Verfahrensweise, Weg, Form
Beispiele:
nach einem bestimmten Modus handeln
einem Modus zur Verständigung zustimmen
sie mussten einen Modus suchen, finden, um das Vorhaben gemeinsam durchführen zu können
Ich kann mir genau vorstellen, nach welchem Modus er dabei vorging [ AndresLiebesschaukel130]
Prüfung des Vermögens, die Modi seiner Verteilung [ A. ZweigEinsetzung422]
2.
Sprachwissenschaft Aussageweise des Verbs
Beispiel:
Indikativ, Konjunktiv und Imperativ sind die Modi des Verbs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Modus · modal · Modalität
Modus m. ‘Art und Weise, Verfahrensweise’ (16. Jh.), Übernahme von lat. modus ‘Maß, Ziel, Vorschrift, Art und Weise’. Bereits bei den lateinischen Grammatikern steht modus auch für die Aussageweise des Verbs und wird in diesem Sinne schon im 15. Jh. in die Fachsprache der dt. Grammatik aufgenommen. Bis heute gilt für Modus in allen seinen Bedeutungen der der lat. Flexion folgende Plural Modi. Dazu die gelehrten Ableitungen nlat. modalis (16. Jh.) und modal Adj. (Grammatik) ‘die Art und Weise bezeichnend’, allgemein ‘durch die Verhältnisse bedingt’ (19. Jh.); vgl. frz. modal (16. Jh.). Modalität f. ‘Art und Weise (des Seins, des Denkens, der Aussage), Ausführungsart’ (18. Jh.); vgl. frz. modalité (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Aussageform · Aussageweise  ●  Modus  fachspr., Hauptform
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Modalwert · Modus
Assoziationen
  • Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen · Statistik

Typische Verbindungen zu ›Modus‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Modus‹.

Verwendungsbeispiele für ›Modus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus der Fülle der verfügbaren Modi gibt er eine wohlerwogene Auswahl. [Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 223]
Durch keinen dieser Modi des Endens läßt sich der Tod als Ende des Daseins angemessen charakterisieren. [Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer 1986 [1927], S. 237]
Somit wird man im abgesicherten Modus frisch installierte Software, die offensichtlich Ärger verursacht, oft nicht los. [C't, 2001, Nr. 26]
Der Rest der Installation läuft dann im grafischen Modus ab. [C't, 2001, Nr. 22]
Es gibt noch einen andern Modus, der sich bewährt hat. [Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 22891]
Zitationshilfe
„Modus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Modus>.

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