Modus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Modus · Nominativ Plural: Modi
Aussprache
WorttrennungMo-dus
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Modus‹ als Letztglied: ↗Darstellungsmodus · ↗Seinsmodus · ↗Verhandlungsmodus · ↗Verteilungsmodus · ↗Wahlmodus · ↗Zahlungsmodus
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Verfahrensweise, Weg, Form
Beispiele:
nach einem bestimmten Modus handeln
einem Modus zur Verständigung zustimmen
sie mussten einen Modus suchen, finden, um das Vorhaben gemeinsam durchführen zu können
Ich kann mir genau vorstellen, nach welchem Modus er dabei vorging [AndresLiebesschaukel130]
Prüfung des Vermögens, die Modi seiner Verteilung [A. ZweigEinsetzung422]
2.
Sprachwissenschaft Aussageweise des Verbs
Beispiel:
Indikativ, Konjunktiv und Imperativ sind die Modi des Verbs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Modus · modal · Modalität
Modus m. ‘Art und Weise, Verfahrensweise’ (16. Jh.), Übernahme von lat. modus ‘Maß, Ziel, Vorschrift, Art und Weise’. Bereits bei den lateinischen Grammatikern steht modus auch für die Aussageweise des Verbs und wird in diesem Sinne schon im 15. Jh. in die Fachsprache der dt. Grammatik aufgenommen. Bis heute gilt für Modus in allen seinen Bedeutungen der der lat. Flexion folgende Plural Modi. Dazu die gelehrten Ableitungen nlat. modalis (16. Jh.) und modal Adj. (Grammatik) ‘die Art und Weise bezeichnend’, allgemein ‘durch die Verhältnisse bedingt’ (19. Jh.); vgl. frz. modal (16. Jh.). Modalität f. ‘Art und Weise (des Seins, des Denkens, der Aussage), Ausführungsart’ (18. Jh.); vgl. frz. modalité (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Art · ↗Betriebsart · Betriebsmodus · Modus · ↗Verfahren
Unterbegriffe
  • Zeilensprungverfahren · Zwischenzeilenverfahren  ●  Interlace  engl.
  • Pulsbreitenmodulation · Pulsdauermodulation · Pulslängenmodulation · Pulsweitenmodulation · Unterschwingungsverfahren
  • Mehrfrequenzwahlverfahren · Tonwahlverfahren  ●  Frequenzwahlverfahren  fachspr.
  • Koppelfeld  ●  Kreuzschienenverteiler  veraltet
  • Funkfernschreiben · Radiotelex
  • Ersatzsignalprogramm · Signalnotprogramm
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Aussageweise  ●  Modus  fachspr., Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Modalwert · Modus
Assoziationen
  • Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen · ↗Statistik

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besorgen Champions League Einschalten Finalserie Modus Qualifikationstraining Regieren Schlußfigur Tempus Umschalten VGA-Karte Verarbeitung Zeitlichkeit abgesichert asynchron ausspielen austragen bidirektional defizient erweitert hochauflösend interaktiv manuell plagal rhythmisch synchron umschalten virtuell vollautomatisch Übertragungsrate

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Modus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diesmal kam es durch den neuen Modus gar nicht erst in Frage.
Bild, 06.01.1998
Ebenso steht es ihm zu, einen anderen Modus des Sterbens für sich zu wählen.
Die Zeit, 28.04.1997, Nr. 17
In erster Linie läßt die eigentümliche Anordnung der Modi ungefähr auf die Zeit des Franko von Köln schließen, der jedoch nicht erwähnt wird.
Reaney, Gilbert: Lambertus. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1960], S. 44243
Es gibt noch einen andern Modus, der sich bewährt hat.
Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 22891
Durch keinen dieser Modi des Endens läßt sich der Tod als Ende des Daseins angemessen charakterisieren.
Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer 1986 [1927], S. 237
Zitationshilfe
„Modus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Modus>, abgerufen am 19.09.2019.

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