Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Monarchie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Monarchie · Nominativ Plural: Monarchien
Aussprache 
Worttrennung Mo-nar-chie · Mon-ar-chie
Wortbildung  mit ›Monarchie‹ als Erstglied: Monarchist  ·  mit ›Monarchie‹ als Letztglied: Donaumonarchie · Doppelmonarchie · Erbmonarchie · Wahlmonarchie
Herkunft zu monarchíagriech (μοναρχία) ‘Alleinherrschaft’ (Monarch)
eWDG

Bedeutungen

1.
Staat, an dessen Spitze ein Monarch steht
Beispiele:
vor 1918 war Deutschland eine (kaiserliche) Monarchie
wie da ein Staat [Polen] zerrissen, seine Bevölkerung unter drei fremde Monarchien aufgeteilt wurde [ A. ZweigEinsetzung227]
2.
Herrschaft des Monarchen und die sich daraus ergebende Staatsform
Beispiele:
die absolute Monarchie (= die uneingeschränkte Monarchie)
die konstitutionelle Monarchie (= die durch Verfassung und Parlament eingeschränkte Monarchie)
die parlamentarische Monarchie (= parlamentarische Staatsform, in der der Monarch nur repräsentative Funktion hat)
die Errichtung, Abschaffung, Wiederherstellung der Monarchie
die Revolution führte zum Sturz der Monarchie und zur Ausrufung der Republik
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Monarch · Monarchie
Monarch m. ‘gekröntes Staatsoberhaupt, fürstlicher Alleinherrscher (durch Wahl oder Erbanspruch) auf Lebenszeit, Kaiser, König’, Entlehnung (16. Jh.) aus mlat. monarcha ‘Fürst’ (anfangs auch in dieser lat. Form in dt. Texten), griech. mónarchos (μόναρχος) ‘Alleinherrscher’, Kompositum aus griech. archós (ἀρχός) ‘Führer, Anführer, Heer-, Schiffsführer’, dem Nomen agentis zu griech. árchein (ἄρχειν) ‘herrschen’, und mono- (s. d.). – Monarchie f. ‘Staat(sform) mit einem Monarchen als Oberhaupt’, üblich seit dem 16. Jh., spätlat. monarchia, griech. monarchía (μοναρχία) ‘Alleinherrschaft’. Vereinzelt bezeugtes mhd. monarchīe ist wohl Entlehnung von afrz. monarchie.

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
Alleinherrschaft · Monarchie
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Habsburger Monarchie · Habsburgermonarchie · Habsburgerreich · Habsburgische Monarchie · Habsburgisches Reich
  • Thronfolge  ●  Devolution  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Monarchie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Monarchie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Monarchie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Monarchie läßt sich sowenig künstlich schaffen wie ein Adel. [Christ, Karl: Eduard Meyer. In: o. A. (Hg.), Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1972], S. 314]
Fast ebenso gefahrenreich war das Jahrhundert für die anderen skandinavischen Monarchien. [Myers, A. R.: Europa im 14. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 3144]
Perfekt war die computerisierte persische Monarchie nie, doch schön ist sie. [C’t, 1999, Nr. 23]
Wer braucht trotzkistische Revolutionäre, wo doch die Royals selbst so effektiv dabei sind, die Monarchie zu demontieren? [Die Zeit, 22.08.1997, Nr. 35]
Gewiß war er der erste Monarch der römischen Geschichte, aber er wurde nicht zum Schöpfer der Monarchie als Institution. [Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 28327]
Zitationshilfe
„Monarchie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Monarchie>.

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