Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Montage, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Montage · Nominativ Plural: Montagen
Aussprache  [mɔnˈtaːʒə]
Worttrennung Mon-ta-ge
Herkunft aus gleichbedeutend montagefrz
eWDG

Bedeutungen

1.
das Zusammensetzen von Einzelteilen zum fertigen Erzeugnis
a)
Zusammenbau vorgefertigter Einzelteile zu kompletten Maschinen, technischen Anlagen, industriell hergestellten Bauten
Beispiele:
die Montage der Sendeanlagen, Rohrleitungen
die vollständige Montage der Anlage kann nicht im Werk, sondern muss an Ort und Stelle erfolgen
mit der Montage des Hochhauses, der Wohnblocks beginnen
die Montage kleinster Bauteile in der elektronischen Industrie
die Mängel der Maschine stellten sich erst nach der Montage heraus
die Qualität der Montage beanstanden
umgangssprachlicher ist auf Montage (= arbeitet auswärts auf einer Montagestelle)
b)
das bewusst konstruierende, auf überraschende Wirkung zielende, künstlerische, besonders literarische, oder fototechnische Gestalten
Beispiele:
Pathos oder Sentimentalität sind [bei Benn] bewußt gestaltet, Leistungen des Intellekts … Werke der Montage [ Muttersprache1959]
eine Art von Montage, Verklitterung eigentlich nicht zusammengehörender Gegenstände [ KaschnitzHaus96]
c)
Film endgültige Gestaltung eines Films durch Schnitt, Auswahl und Zusammenstellung der Bildfolgen
2.
Produkt von 1 b
Beispiele:
dieses Foto ist keine Originalaufnahme, sondern eine Montage
Da er von mir … meine vorgeschlagene Montage über das Publikum haben will [ KlepperSchatten28]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

montieren · demontieren · Montage · Demontage · Monteur · Montur
montieren Vb. ‘(technische Geräte, Anlagen) aufstellen, aufbauen, zusammenfügen, anbringen, anschließen’. Mhd. (vereinzelt) sich muntieren wohl ‘aufs Pferd steigen’, nhd. montieren, in älterer Zeit auch mondiren, muntiren, mundiren ‘(sich) mit (militärischer) Dienstkleidung, Uniform ausstatten’ (17. Jh.) sind Entlehnungen aus afrz. frz. monter ‘steigen, aufsitzen, reiten, etw. errichten, aufbauen’, seit dem Mfrz. auch ‘etw. zusammensetzen, jmdn. mit Pferd und Ausrüstung versehen, ausstatten’, aus vlat. *montāre ‘steigen’, zu lat. mōns (Genitiv montis) ‘Berg, Gebirge’. In neuerer Zeit ausschließlich in technischer Verwendung. Dazu demontieren Vb. ‘durch Artilleriebeschuß zerstören’ (17. Jh.), ‘etw. auseinandernehmen, abbauen’ (18. Jh.), frz. démonter. Montage f. ‘Aufbau, Aufstellung, Zusammensetzung’ (19. Jh.), frz. montage m. Demontage f. ‘Abbau von Industrieanlagen’ (19. Jh.), frz. démontage. Monteur m. ‘wer technische Geräte, Anlagen aufstellt, anschließt, repariert’ (19. Jh.), frz. monteur. Montur f. ‘Kleidung’, vornehmlich ‘Dienstkleidung und Ausrüstung des Soldaten’ (Anfang 18. Jh.), mfrz. frz. monture ‘Ausrüstung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Befestigung · Einbau · Installation · Montage · Zusammenbau · Zusammensetzen
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Montage‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Montage‹.

Verwendungsbeispiele für ›Montage‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So ist auch für mancherlei Zweck die Montage mit Hilfe des örtlichen Abschwächens brauchbar. [Croy, Otto: Fotomontage, Düsseldorf: Knapp 1952 [1937], S. 51]
Durch die tief liegende Montage unter einem kleinen Loch kann man das schwache Licht kaum erkennen. [C't, 2000, Nr. 7]
Die zur Montage nötigen technischen Änderungen führte er persönlich durch. [C't, 1997, Nr. 6]
Wer seine eigene Würde nicht schätzt, der lächelt auch bloß über solch eine diffamierende Montage. [konkret, 1996]
Die Montage läßt denen, die es behalten haben, ihr Leben. [konkret, 1986]
Zitationshilfe
„Montage“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Montage>.

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