Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Monument, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Monument(e)s · Nominativ Plural: Monumente
Aussprache 
Worttrennung Mo-nu-ment
Wortbildung  mit ›Monument‹ als Erstglied: monumental  ·  mit ›Monument‹ als Letztglied: Geschichtsmonument · Grabmonument · Siegesmonument · Sprachmonument
Herkunft zu monumentumlat ‘Erinnerungszeichen, Mahnmal, Grabmal, Erkennungszeichen, Urkunde’ < monērelat ‘erinnern, auffordern’
eWDG

Bedeutungen

1.
großes Denkmal
Beispiele:
ein großes, gewaltiges, weithin sichtbares Monument errichten, erbauen
ein Monument zu Ehren der Opfer beider Weltkriege
Grabmal
Beispiel:
menschliche Trauer verlangt nun einmal nach Monumenten in Sandstein, Marmor und … Granit [ RemarqueSchwarzer Obelisk7]
bildlich Erinnerungszeichen, Zeugnis
Beispiel:
ein dauerndes, bleibendes Monument der Dankbarkeit, Liebe, Verehrung
2.
überlieferte Kulturschöpfung aus vergangener Zeit, Kulturdenkmal
Beispiele:
dieser Dom ist eines der ehrwürdigsten Monumente mittelalterlicher Baukunst
Bibliotheken … sind die kostbarsten Monumente der Menschheit [ WeisenbornMemorial18]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Monument · monumental
Monument n. ‘Denkmal’, im 16. Jh. aus lat. monumentum ‘Erinnerungszeichen, Mahnmal, Grabmal, Erkennungszeichen, Urkunde’ entlehnt (zu lat. monēre ‘erinnern, auffordern’, verwandt mit mahnen, s. d.). Monument bezeichnet vor allem eine ‘große bildhauerische Arbeit, Standbild’, wird jedoch seit dem 17. Jh. allmählich durch Denkmal (s. d.) verdrängt. monumental Adj. ‘wie ein Denkmal, gewaltig, großartig’ (19. Jh.), Neubildung zum Substantiv, vielleicht nach gleichbed. frz. monumental; direkte Entlehnung aus lat. monumentālis ‘als Merkzeichen dienend’ ist unwahrscheinlich.

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
Kulturdenkmal · Monument · Zeitzeuge
Assoziationen
  • historisches Bauwerk  ●  Baudenkmal  fachspr. · altes Gemäuer  ugs. · denkmalgeschütztes Bauwerk  fachspr.
  • Zeugnis ablegen (von) · als Zeichen stehen (für) · bezeugen  ●  Kunde ablegen (von)  geh., veraltet · künden (von)  geh.

Typische Verbindungen zu ›Monument‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Monument‹.

Verwendungsbeispiele für ›Monument‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der Öffentlichkeit scheint es keinen denkbaren Ort für dieses Monument geben zu können. [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 127]
Dies verlieh dem Bau den Charakter eines Monuments, einer »runden« Plastik. [o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 28857]
Irgendwann schien es auch den Medien nicht mehr opportun, an dem großen Monument zu kratzen. [Die Zeit, 10.02.2000, Nr. 7]
Der knapp 1900 Jahre alte Tempel, das besterhaltene antike Monument in Rom, "überlebte", weil er in eine Kirche umgewandelt wurde. [Die Zeit, 29.12.1999, Nr. 1]
Vielmehr sind die einzelnen Teile auch in ihrem Sinn autark gegenüber den anderen Teilen des Monumentes. [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 210]
Zitationshilfe
„Monument“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Monument>.

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