Monument, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Monument(e)s · Nominativ Plural: Monumente
Aussprache 
Worttrennung Mo-nu-ment
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›Monument‹ als Letztglied: ↗Geschichtsmonument · ↗Grabmonument · ↗Siegesmonument · ↗Sprachmonument
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
großes Denkmal
Beispiele:
ein großes, gewaltiges, weithin sichtbares Monument errichten, erbauen
ein Monument zu Ehren der Opfer beider Weltkriege
Grabmal
Beispiel:
menschliche Trauer verlangt nun einmal nach Monumenten in Sandstein, Marmor und ... Granit [RemarqueSchwarzer Obelisk7]
bildlich Erinnerungszeichen, Zeugnis
Beispiel:
ein dauerndes, bleibendes Monument der Dankbarkeit, Liebe, Verehrung
2.
überlieferte Kulturschöpfung aus vergangener Zeit, Kulturdenkmal
Beispiele:
dieser Dom ist eines der ehrwürdigsten Monumente mittelalterlicher Baukunst
Bibliotheken ... sind die kostbarsten Monumente der Menschheit [WeisenbornMemorial18]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Monument · monumental
Monument n. ‘Denkmal’, im 16. Jh. aus lat. monumentum ‘Erinnerungszeichen, Mahnmal, Grabmal, Erkennungszeichen, Urkunde’ entlehnt (zu lat. monēre ‘erinnern, auffordern’, verwandt mit ↗mahnen, s. d.). Monument bezeichnet vor allem eine ‘große bildhauerische Arbeit, Standbild’, wird jedoch seit dem 17. Jh. allmählich durch ↗Denkmal (s. d.) verdrängt. monumental Adj. ‘wie ein Denkmal, gewaltig, großartig’ (19. Jh.), Neubildung zum Substantiv, vielleicht nach gleichbed. frz. monumental; direkte Entlehnung aus lat. monumentālis ‘als Merkzeichen dienend’ ist unwahrscheinlich.

Thesaurus

Synonymgruppe
Denkmal · ↗Ehrenmal · ↗Mahnmal · Monument
Unterbegriffe
  • Barbarossadenkmal · Kaiser-Wilhelm-Denkmal · Kyffhäuserdenkmal
  • Grabdenkmal · ↗Grabmal
  • Bodendenkmal · archäologisches Denkmal
  • Luftbrückendenkmal  ●  ↗Hungerharke  ugs. · Hungerkralle  ugs.
  • Bismarckdenkmal · Bismarckturm
Assoziationen
  • Denkmaltopographie  ●  Kunsttopographie  österr.

Typische Verbindungen zu ›Monument‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Monument‹.

Verwendungsbeispiele für ›Monument‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der siebte Band sei, meint Tutu stolz, "ein Monument für die Opfer".
Die Welt, 26.04.2003
Etwa 600.000 Mark hat Monument Tales in den Ausbau gesteckt.
Der Tagesspiegel, 05.05.2000
Vielmehr sind die einzelnen Teile auch in ihrem Sinn autark gegenüber den anderen Teilen des Monumentes.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 210
Dies verlieh dem Bau den Charakter eines Monuments, einer »runden« Plastik.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 28857
H. sagte, die offizielle Bezeichnung für alle Kirchen sei »Monument«.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1957. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1957], S. 881
Zitationshilfe
„Monument“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Monument>, abgerufen am 04.06.2020.

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